Axel Wintermeyer
Genau!) Ich sage es einmal so: Ja, es mag sein, dass damals die Herren Seehofer und Gabriel der Meinung waren, dass es nur 8 Milliarden Euro mehr kostet und dass das erlässliche Mehrkosten sind. Tatsächlich sind wir aber inzwischen bei über 35 Milliarden Euro mehr, die die ganze Erdverkabelung kostet. Der eine oder andere hat vielleicht jetzt auch kapiert: Auch da hat man Monstertrassen. Da hat man eben eine Monstergasse, die quer durch das Land geht und natürlich nicht nur durch Weinberge. In Nordhessen sind Wälder das Thema. (Axel Wintermeyer (CDU): So ist es!) Da ist dann eben die Sache: Das muss dann vom Wald frei gehalten werden. Das sind dann Schneisen, in die der Wind eingreifen kann, in denen es entsprechend Sonnenbrand geben kann. – All diese Fragen hat man damals nicht berücksichtigt. Deswegen fordern wir das. Wir fordern die Bundesnetzagentur auf, noch einmal darüber nachzudenken, ob man das nicht freigeben kann. Das löst auch bei uns dann das eine oder andere Problem. (Axel Wintermeyer (CDU): Dazu müssen wir die Trasse ändern!) Wenn wir jetzt sehen, dass aufseiten der Bundesnetzagentur offensichtlich ein gewisser Einigungsdruck entstanden ist, dann hat das viel damit zu tun, dass es dieses Papier gibt, das wir heute beschließen wollen. Das ist schon seit einigen Wochen im Schwange. Es ist ja nicht so, dass das jetzt vom Himmel gefallen wäre, dass wir uns gestern zusammengesetzt hätten und das geschrieben hätten, sondern das liegt schon länger vor. Wir haben natürlich klargemacht, dass die Forderungen, die darin enthalten sind, uns ernst sind und dass wir dahinterstehen werden. Daher hat auch das einen Effekt gezeigt. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) So funktioniert halt auch Politik, dass man klarmacht, wo rote Linien sind, wo Veränderungsbedarf besteht, wo Bewegungsbedarf ist, wo sich die Bundesnetzagentur bewegen muss. Deshalb ist es wichtig, dass wir das heute beschließen. Es ist auch wichtig, dass wir das mit einer möglichst breiten Mehrheit beschließen, weil wir auf diese Art und Weise klarmachen können, dass es Alternativen gibt, dass man das besser machen kann, als es bisher geplant war. Genau das wollen wir machen. Wir wollen es besser machen. Wir sind die Koalition, die sich ständig Gedanken darüber macht, wie das Leben der Bürger besser und einfacher werden kann. Das gilt natürlich auch für die Energiepolitik. – Vielen Dank. (Beifall SPD und CDU)
