Frank Lortz
Vielen Dank, Kollege Müller. – Das Wort hat Frau ordnete Wiebke Knell, FDP-Fraktion. Wiebke, bitte. Wiebke Knell (Freie Demokraten): Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Der liegende Antrag von CDU und SPD greift ein Thema das uns als FDP-Fraktion seit Langem am Herzen und zwar die angemessene Berücksichtigung der sen von Bürgern und Kommunen beim Ausbau der netze. Lassen Sie mich daran erinnern: Als die ersten Planungen für SuedLink auf dem Tisch lagen, waren es wir Demokraten, die im Landtag eine transparente Bürgerbeteiligung gefordert haben. (Axel Wintermeyer (CDU): Aber in Berlin haben Gesetze beschlossen, die die Bürgerbeteiligung zugelassen haben!) Beim Ultranet-Projekt haben wir uns vehement für die rechtigten Interessen der Anwohner eingesetzt und konkrete Alternativvorschläge eingebracht. Diese quente Linie setzen wir auch bei der Planung des Main-Links fort. Die aktuellen Planungen für den Rhein-Main-Link seinen vier Gleichstromvorhaben, also zusammen 8 watt, zeigen die enorme Dimension dieses Projekts. wird durchschnitten vom Norden in Waldeck-Frankenberg über Mittelhessen, über den Taunus bis in die Bergstraße. auch Gigantische Mengen an Offshore-Windstrom sollen nach dieser Hessen gebracht werden. Die Dimensionen des Netzausbaus sind gewaltig, nicht nur technisch, sondern auch finanziell. Die jüngst veröffentRege- lichte Studie der Hans-Böckler-Stiftung nennt da erschreckende Zahlen: 650 Milliarden Euro bis 2045, davon alleiBaune 330 Milliarden Euro für die Übertragungsnetze. Zum ist Vergleich: Wir haben am Dienstag einen Landeshaushalt beraten, der bei 38 Milliarden Euro liegt. Diese gigantiaufschen Summen werden am Ende über die Netzentgelte von Bürgern und Unternehmen bezahlt. Das macht Strom nicht billiger, sondern teurer. meiein (Beifall Freie Demokraten und AfD) Meine Damen und Herren, angesichts dieser astronomischen Kosten brauchen wir in Hessen auch eine zweite Säule neben dem Netzausbau, und das sind neue, moderne Kraftwerke. Jedes Megawatt, das wir hier vor Ort erzeugen können, reduziert den Bedarf an teuren Übertragungsleitungen. Das schont nicht nur den Geldbeutel der Stromkunden, sondern auch unsere Landschaft, die wir ebenfalls im Blick haben sollten. Bemerkenswert ist der Sinneswandel der Landesregierung in der Frage Erdkabel versus Freileitungen. Noch im Frühdiedie jahr hat die Landesregierung auf unsere Kleine Anfrage geantwortet, der Erdkabelvorrang solle bleiben. Jetzt dieser auch Schwenk: Freileitungen sollen es auch sein dürfen. – Wir ist – begrüßen diese Einsicht, auch wenn sie spät kommt; denn Freileitungen sind nicht nur um 80 % günstiger, sondern mitunter auch landschaftsschonender als ein breiter Erdkabelkorridor. (Beifall Freie Demokraten) Der vorliegende Antrag greift viele dieser Aspekte auf. Die vorgeschlagene Prüfung einer alternativen Trassenführung Abgeentlang der Autobahnen A 3 und A 67 ist auch vernünftig, und die besondere Rücksichtnahme auf Weinbau und Kulturlandschaft entspricht der Position der Freien Demokraten. Schließlich wollen wir auch nicht, dass das traditionsreiche Kulturgut Wein durch rücksichtslosen Netzausbau vordann den Bach runtergeht. auf, liegt, Nur wenn wir uns jetzt Zeit nehmen, die beste und kostenInteres- günstigste Lösung zu finden, ersparen wir den Bürgern später auch doppelte Kosten. Deswegen wird die FDPStromFraktion diesem Antrag zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall Freie Demokraten und André Stolz (CDU)) Freie
