Pascal Schleich
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! „Hessen l(i)ebt Ehrenamt“ – dieser Titel trifft es grundsätzlich. Nur weil ein Titel gut klingt, heißt es aber nicht, dass der Antrag auch zustimmungswürdig ist. Die rot-schwarze Koalition stellt seit Monaten immer wieder Anträge, die das Papier nicht wert sind, auf denen diese stehen. Ohne das Ehrenamt würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Ehrenamtliche Tätigkeit ist der unsichtbare Kitt – Frau Knell sagte es bereits –, der unser Miteinander zusammenhält. Doch ich möchte betonen: Ehrenamt bedeutet weit mehr als helfen. Es ist ein Ausdruck von Solidarität, Mitmenschlichkeit und Verantwortung. (Beifall AfD) Es zeigt uns, dass es Menschen gibt, die ihre Zeit und ihre Kraft in den Dienst anderer stellen, und zwar freiwillig, ohne die Erwartung von Gegenleistungen, oft mit einem hohen persönlichen Einsatz. Ich selbst kenne das Ehrenamt aus erster Hand als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Ich weiß, was es bedeutet, mitten in der Nacht aus dem Bett gerissen zu werden, wenn ein Alarm kommt. Ich weiß, wie viel Zeit und Kraft es kostest, immer bereit zu sein. Ich weiß aber auch, wie erfüllend es ist, einen Beitrag zur Gemeinschaft zu Diese Erfahrung teilen viele Tausende in ganz Hessen. (Beifall AfD) Doch lassen Sie uns ehrlich sein: Die Ausübung eines renamts ist keine Selbstverständlichkeit mehr – wenn es denn überhaupt einmal war. Immer weniger Menschen sind bereit, sich unentgeltlich zu engagieren. Es wird nehmend schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen, und Organisationen kämpfen mit der Frage, wie sie ihre turen aufrechterhalten können. Diese Entwicklung sollte uns alarmieren. Denn wenn renämter nicht mehr ausgeübt werden, kollabiert Gemeinwesen, ob im Sportverein, ob in sozialen tungen, beim Technischen Hilfswerk, beim Roten oder bei der Feuerwehr. Ohne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer steht alles still. Wir müssen uns fragen: Wie können wir dem entgegenwirken? Wie können wir das Ehrenamt wieder attraktiver machen? Hier gibt es zwei zentrale Ansätze: Anerkennung und Werbung. Die Menschen müssen wissen, wie ihre Arbeit ist. Sie müssen erleben, dass ihre Leistungen geschätzt werden, nicht nur in Worten ausgedrückt, dern durch sichtbare Unterstützung. Zugleich müssen wir das Ehrenamt stärker in den rücken. Wir müssen junge Menschen dafür begeistern ihnen zeigen, wie bereichernd es ist, sich für die schaft einzusetzen. Besonders in Krisenzeiten zeigt der unschätzbare Wert des Ehrenamtes. Denken Sie die Katastrophen der letzten Jahre. Es waren Ehrenamtliche, die Menschen in Not geholfen haben, die Sandsäcke geschleppt und Häuser gesichert haben. Das waren die Politiker, die nur deswegen an eine Einsatzstelle ren, um Fotos zu machen und etwas Aufmerksamkeit bekommen. (Beifall AfD) Erinnern wir uns an die Corona-Zeit, in der Freiwillige die Einkäufe für vermeintliche Risikogruppen erledigt ben. Denken wir an die Einsätze der Feuerwehr, des nischen Hilfswerks und anderer Organisationen, die Bränden, Unfällen oder Naturkatastrophen zur Stelle Diese Menschen sind die Helden des Alltags. Sie nen unseren Respekt, unseren Dank und unsere Unterstützung. (Beifall AfD) Doch wie sieht diese Unterstützung konkret aus? verständlich spielt die finanzielle Förderung eine aber Geld allein löst nicht alle Probleme. Viel wichtiger ist es, eine Kultur der Wertschätzung zu schaffen. amtlich Tätige brauchen eine sichtbare Anerkennung ihre Leistungen. Sie brauchen unkomplizierte Rahmenbedingungen, um ihrer Tätigkeit nachzugehen. Sie brauchen die Gewissheit, dass ihre Arbeit einen Unterschied macht. (Beifall AfD) Liebe Kollegen, vor wenigen Wochen haben viele von nen in diesem Plenarsaal den Ehrenamtlichen ihren ten Respekt ausgesprochen. Sie haben gesagt, wie stolz auf ihre Leistungen sind und wie wichtig ihre Arbeit Doch Worte allein reichen nicht aus. Mit den Anträgen, Sie hier immer wieder stellen, um sich selbst zu räuchern, helfen Sie niemandem. leisten. (Beifall AfD) Abschließend möchte ich mich an die Ehrenamtlichen wenden. Vielen Dank für Ihre aufopferungsvolle Arbeit. Sie sind der Beweis dafür, dass Solidarität und Gemeinsinn Ehin unserer Gesellschaft noch lebendig sind. Behalten Sie sie diese Werte bei, und, wenn Sie können, geben Sie diese an die nächste Generation weiter; denn das Ehrenamt ist nicht zunur ein Beitrag für heute, sondern eine Investition in die viele Zukunft. Struk- (Beifall AfD) Ehunser
