Frank Lortz
Vielen Dank. – Das Wort hat Staatssekretär Lösel. Dr. Manuel Lösel, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen: Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren! Das Gesetz schafft neue Möglichkeiten zur Gewinnung von Lehrkräften. Sie sind qualifiziert. Wir brauchen die neuen Kolleginnen und Kollegen. Sie werden unsere Schulen bereichern. Und die Schulen freuen sich auf sie. (Beifall CDU und SPD) Die beiden großen Maßnahmen des Gesetzes sind zum einen der Quereinstieg ins Referendariat mit nur einem Fach und zum anderen der Quereinstieg in den Schuldienst von Personen mit einem pädagogischen Studium, die bereits Praxiserfahrungen gesammelt haben. Beide Maßnahmen erhalten von allen Seiten positives Feedback. Warum ist das so? Weil es in einer Zeit, in der alle Länder der Republik einen besonderen Lehrkräftebedarf haben, besser ist, neue Möglichkeiten des Erwerbs eines Lehramts zu schaffen, als überhaupt nichts zu tun. Wir machen an unseren Schulen ein neues Angebot, und damit können diejenigen, die die Hauptverantwortung in Schulen tragen, die Schulleiterinnen und Schulleiter, entscheiden, ob sie eine Person aus dieser neuen Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern an ihre Schule binden möchten oder ob sie das nicht möchten. Das ist gut, und dafür sind die Schulen dankbar. Wenn das HLbG jetzt in einem Rekordtempo verabschiedet wird, sollten wir uns eigentlich alle darüber freuen; (Beifall CDU und SPD) denn unser gemeinsames Ziel muss es doch sein, dass die Kolleginnen und Kollegen so schnell wie irgend möglich auf den Arbeitsmarkt kommen. Die Ein-Fach-Lehrkraft beispielsweise kann, wenn Sie das Gesetz heute verabschieden, im Januar zugelassen werden; sie kann direkt im Mai ins Referendariat gehen. Das ist eine wunderbare Nachricht für diese Menschen, die wir brauchen, und es ist eine wunderbare Nachricht für die Schulen, meine Damen und Herren. Einige Sätze noch zu Ihrem Änderungsantrag, meine Damen und Herren der AfD: Die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen zu zwingen, sich in einem zweiten Fach nachzuqualifizieren, ist weder sinnvoll, noch ist es notwendig. Wir werden Ein-Fach-Lehrkräfte in den Fächern ausbilden, in denen ein hoher Bedarf besteht. Das ist doch gerade der Sinn der Maßnahme. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) Die Lehrerinnen und Lehrer werden in diesem Fach voll zum Einsatz kommen. Wenn eine Schulleitung nicht sicher ist, ob sie diesen Bedarf langfristig hat, wird sie auch keine Einstellung vornehmen.
