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Sabine Bächle-Scholz

CDU 10.12.2024 Sitzungen 21/27

Vielen Dank, Frau Landtagspräsidentin. – Ich frage die Landesregierung: Was unternimmt sie, um die Eltern von Schülerinnen und UmSchülern bei der Medienbildung ihrer Kinder zu unterstützen? über TierseuPräsidentin Astrid Wallmann: und Vielen Dank. – Das Wort hat der Minister für Kultus, Bilreden dung und Chancen, Herr Schwarz. Bitte schön. ordnen. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Kosten bei Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Abgeordwir nete Bächle-Scholz! Das Thema Medienbildung ist in Zeiten von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, Social Media, Fake News und Deepfake ein Megathema, gesamtgesellschaftlich, aber selbstverständlich auch im schulischen Kontext. Insofern bin ich Ihnen sehr dankbar, dass Sie dieses Thema aufrufen. Die Medienbildung und kritische Medienerziehung der Schülerinnen und Schüler ist eine ganz zentrale Aufgabe der Schulen. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, nicht nur die Lehrkräfte bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen, sondern selbstverständlich auch die Mütter, Väter und Erziehungsberechtigten. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Medienkonsums ist es wichtig, Kinder und Jugendliche vor übermäßigem Medienkonsum zu schützen. Gleichzeitig ist es die Aufgabe von Schule und Eltern, Kinder und Jugendliche für ein verantwortungsbewusstes wertebasiertes Agieren in den sozialen Netzwerken, in Messengerdiensten sowie auf Foto- und Videoplattformen zu sensibilisieren. Weil gerade junge Menschen soziale Medien als Informationsquelle nutzen, ist die schulische Medienbildung eng mit der politischen Bildung und der Wertevermittlung verknüpft. Als Kultusminister ist es mir besonders wichtig, der zunehmenden Verbreitung von Fake News, Hatespeech und Deepfake, die unser politisches System zu gefährden drohen, etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen. Deshalb befähigen die Schulen die Schülerinnen und Schüler, sich kritisch und informiert im digitalen Raum zu bewegen und sich respektvoll, tolerant und wertschätzend im Austausch mit anderen zu äußern. So vermitteln sie die gemeinsamen Werte unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Das ist, glaube ich, von zentraler Bedeutung, gerade in Zeiten wie diesen. Da sich zudem die Eltern um den Medienkonsum ihrer Kinder sorgen müssen und sie einen erheblichen Einfluss auf die Mediennutzung ihrer Kinder haben, unterstützt das Land auch sie bei der Medienerziehung ihrer Kinder durch vielfältige Maßnahmen. Besonders erwähnen möchte ich die zu Beginn des Schuljahrs 2022/2023 von Landesseite eingerichtete Beratungsstelle Jugend und Medien Hessen. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal bei Fragen rund um das Thema Mediennutzung. Über die Internetseite der Beratungsstelle erhalten Eltern umfassende Hilfestellungen und Beratungsangebote zum kindgerechten Umgang mit Medien, wie zum Beispiel zum geeigneten Einstiegsalter für die Nutzung digitaler Medien, zu technischen Einstellungsmöglichkeiten für eine sichere Handynutzung, zu altersgemäßen Mediennutzungszeiten oder zur sinnvollen Nutzung von sozialen Medien. Die Informations- und Beratungsangebote werden im Übrigen fortlaufend aktualisiert; das ist eine Selbstverständlichkeit in meinem Haus. Beispielsweise finden sich die in der Vorweihnachtszeit aktuellen Hinweise zum sicheren Onlineshopping und Beachtenswertes zu digitalen Weihnachtsgeschenken für Kinder. Darüber hinaus können sich Eltern auch bei konkreten Anliegen an das Beratungstelefon oder über ein Kontaktformular an die Beratungsstelle wenden, wenn ihr Kind zum Beispiel von Hatespeech oder Cybermobbing betroffen ist oder Anzeichen einer Mediensucht erkennbar sind. Ergänzend stellen Kooperationspartner des Landes wie die Medienanstalt Hessen hilfreiche Angebote für die Elternarbeit zur Verfügung. Vorbildliche Beispiele sind die beiden durch das Land geförderten medienpädagogischen Kooperationsprojekte an Schulen, Internet-ABC-Schule für Grund- und Förderschulen und Webklicker für die Sekundarstufe I. In beiden Projekten werden an den Schulen Elternabende zur Sensibilisierung und Unterstützung der Medienerziehung im Elternhaus durchgeführt. Das Netzwerk gegen Gewalt bietet ebenfalls Onlineveranstaltungen für Eltern zu einschlägigen Themen an, wie aktuell zum Beispiel die Veranstaltung „Handy unterm Weihnachtsbaum. Was sollten Eltern dabei beachten?“ Auch im Mentorenprogramm der Digitalen Helden gGmbH ist ein Elternabend vorgesehen. Auf der Seite der Beratungsstelle sind außerdem Hinweise auf Webinare der Digitalen Helden speziell für Eltern enthalten. Die genannten Beratungs- und Unterstützungsangebote für Eltern zeigen: Die Landesregierung ist hier sehr breit aufgestellt, und wir werden dieser Aufgabe vollends gerecht. – Vielen Dank.

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