Frank Lortz
Vielen Dank, Herr Kaffenberger. – Jetzt hat Frau Hildegard Förster-Heldmann das Wort, BÜNDNIS GRÜNEN. Bitte sehr. Hildegard Förster-Heldmann (BÜNDNIS 90/DIE NEN): Sehr geehrter Herr Präsident, geschätzte Kolleginnen Kollegen! Ja, der Film „In Liebe, Eure Hilde“ war auch ein trauriger Film. Ich hätte mir etwas anderes wünscht, aber er war stark, und er war wirklich fantastisch. Gut, dass ich eine Namensvetterin habe, ist etwas anderes. Ich will meine Rede mit einer Pressemeldung von hessischen Film- und Medienakademie vom April beginnen, die lautet: „Mehr Geld und mehr Zeit für vielfältigere schichten, ein erweitertes Förderspektrum und Abbau bürokratischer Hürden: Die Hessen Film Medien GmbH stellt sich unter anderem mit neuen Förderrichtlinie neu auf. Dazu gehören xiblere Förderstrukturen, ein Fokus auf den wuchs und auf die Strukturen am Standort. dem 1. Januar sind Produktionen zudem verpflichtet, ökologische Mindeststandards zu erfüllen.“ Das ist eine Presseerklärung, und an der kann man lich schon erkennen, wo das Problem bei der AfD ist. haben irgendwie Schiss vor Vielfalt. Das ist das was ich hier – – (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf bert Lambrou (AfD)) Weiterhin wird die damalige Ministerin Angela Dorn tiert, die daraufhin sagt, diese zukunftsweisende derung solle auch ein Beispiel für den Bundestag und die Bundesfilmförderung geben. Das hat auch einige kungen gezeigt. Leider steht das alles jetzt durch den alitionsbruch auf der Kippe, aber unter anderem war die Neuaufstellung des Fördersystems mit einer Investitionsverpflichtung für Sender und Streamingdienste Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, das ist also ganz wichtige Sache. Für was steht jetzt eigentlich die AfD? Ich habe das mal zusammengefasst, um ganz werteneutral zu sagen: steht dafür, dass die „Filmförderung frei von [scheinbar] ideologischen Einflüssen bleibt“ – „scheinbar“ habe jetzt hinzugefügt. Die hessische Filmförderung soll auf Nachhaltigkeitsziele wie „Grüner Film“ eingeengt den – wobei die Interpretation auch eine von der ist und nichts mit der Förderung zu tun hat. „Diversität“ auf ist ein ganz schwieriges Wort, und „Geschlechtergerechtigkeit“ – das sehen wir an der Fraktion – hat natürlich auch keinen Hintergrund bei der AfD. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf Heietwas ko Scholz (AfD)) ist gilt Was sie noch will, ist: Die Filmförderung soll auch „große Vielen und bundesweit erfolgreiche Filme fördern, die auch im Verhältnis zur eingesetzten Fördersumme vor Ort in Hessen gedreht werden“ sollen. Der Hessische Landtag soll GRÜfeststellen – da geht es jetzt weiter –, dass „vermehrt ausländische Konflikte“ thematisiert werden, wodurch „existierende Polarisierung“ in der hessischen Bevölkerung weiter vorangetrieben werde. Das sind die Kernpunkte des Antrags. Wir müssen also auf den Antrag nicht weiter einKollegin gehen; denn, ich meine, er disqualifiziert sich selbst. 90/DIE (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Tanja Hartdegen (SPD)) Wir sollten ein bisschen darauf eingehen, was die neue GRÜFilmförderung, die beispielgebend sein soll – auch für den Bund –, eigentlich bedeutet. Die Finanzierung wurde und auf echte Haushaltsmittel des Landes umgestellt und wird leider nicht mehr von der WIBank freigegeben. Mit der Förderer- struktur kommt auch die Stoffermittlung einher – die ist also in die Förderung impliziert. Was bedeutet das? Auch Autorinnen und Autoren werden quasi in die Förderung hineingenommen. Dafür gibt es extra eine Jury, die sozusader gen wie bei Start-ups in der Mitte des Prozesses beurteilt, ob es sich lohnt, weiterzumachen. Das ist, wie ich finde, ein ganz wichtiger Punkt. Natürlich kommt die Stärkung Ge- des Nachwuchses hinzu, und dass Fördertöpfe in kleinen der Produktionsfirmen für mehrere Projekte parallel beantragt & werden können. Das bedeutet natürlich, dass die kleinen einer Produktionsfirmen auch die Chance haben, sich endlich fle- wie ein Start-up zu entwickeln, und sich irgendwann im Nach- Markt der Unternehmen behaupten können. Seit Zwei getrennte Fördertöpfe wurden zusammengefasst. Das bedeutet natürlich auch den Abbau bürokratischer Hürden. Das haben wir tagein, tagaus hier im Parlament. Also muss eigentes Ihre große Zustimmung bekommen. Natürlich wollen Die wir keine Kleinstaaterei. Deswegen ist die Trennung der Einzige, Förderung vom Drehort auch wichtig. Aber es ist auch wichtig, dass man unnötige Umzüge vermeidet; deswegen auch die grüne Filmförderung oder der Begriff „der grüne RoFilm“. Kinos im ländlichen Raum werden gefördert. Das sollte ziauch einigen Abgeordneten wichtig sein. Und natürlich der Filmförganz wichtige Satz: Die Vielfalt beginnt hinter der Kamera. für Verehrte Kolleginnen und Kollegen, wir sollten uns immer Wirdeutlich machen, dass wir auch die Diversität fördern müsKosen, damit wir weltoffen bleiben, damit wir einen Blick für auch alles haben. Ich meine, es ist nicht ideologisch; denn, ich glaube, die einzige Ideologie, dabei. eine (Robert Lambrou (AfD): Aber Sie führen lauter ideologische Ziele auf!) eindie wir hier heute vertreten bekommen haben, war doch Sie die Ideologie von Ihnen. ich (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Tanja nicht Hartdegen (SPD) – Robert Lambrou (AfD): Sie fühwer- ren Ihre Ideologie auf! Wie machen Sie die FilmförAfD derung? Sie machen genau das, was Sie uns vorwerfen!)
