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Nina Heidt-Sommer

SPD 20.11.2024 Sitzungen 21/25

Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Motivierte und gut ausgebildete Lehrkräfte sind das Rückgrat unserer Schulen. Ohne sie läuft nichts. Ausreichende Versorgung mit gut ausgebildeten Lehrkräften ist die Grundvoraussetzung für Chancengleichheit für unsere hessischen Schülerinnen und Schüler. (Beifall SPD und CDU) Wir haben aber in Hessen, wie in allen anderen Bundesländern auch, einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften. Um diesen Bedarf zu decken, ist uns als Regierungskoalition klar: Wir müssen neue Wege gehen, und das tun wir auch. Wir sind mit diesem Gesetzentwurf bundesweit Vorreiter. (Beifall SPD und CDU) Meine Damen und Herren, wir bieten künftig Menschen mit einem akademisch studierten Fach auf Master-, Magister- oder Diplomniveau die Möglichkeit zum Quereinstieg ins Referendariat. Wir als SPD haben das schon lange gefordert, und jetzt setzen wir es in dieser Koalition gemeinsam um. Wir handeln beim Lehrkräftebedarf und nehmen diese Herausforderung an. (Beifall SPD und CDU) Die Stellungnahmen der Sachverständigen haben uns allen deutlich gezeigt, wenn man den klaren Text liest, dass wir mit der Möglichkeit, Lehrkräfte mit einem Fach dauerhaft in Schulen einzustellen, den richtigen Weg gehen. Alle Anzuhörenden begrüßen, dass wir auf diesem Weg qualifiziertes Personal gewinnen. Aber ein Gesetz alleine löst den Lehrkräftebedarf nicht. Das hat auch überhaupt niemand behauptet, davon sind wir auch nie ausgegangen, meine Damen und Herren. Die Möglichkeit der Einstellung von Ein-Fach-Lehrkräften ist ein Teil eines Maßnahmenpakets und baut auf bereits bestehenden Maßnahmen auf. Wir wollen mit diesem Gesetz Einstiegshürden abbauen. Das gilt für den Quereinstieg für Ein-Fach-Lehrer. Wir wollen aber auch darüber hinaus für Neueinstellungen, für zuziehende Lehrkräfte aus anderen Regionen und für die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen die Bedingungen verbessern. Kurzum: Es wird nicht bei dieser einen Maßnahme bleiben, sondern wir werden weitere Maßnahmen vorantreiben. Bei allen Maßnahmen gilt: Wir bewahren unsere hohen Maßstäbe und nutzen gleichzeitig vorhandene Kompetenzen. Denn wir wollen gut ausgebildete Lehrkräfte, die die hohen fachlichen, didaktischen und schulrechtlichen Standards erfüllen, die notwendig sind, um als Lehrkraft bestehen zu bleiben. (Beifall SPD und CDU) Ich weiß es aus meiner eigenen beruflichen Praxis, wir hören es aber auch bei unseren Schulbesuchen immer wieder und sehen es in wissenschaftlichen Erhebungen gespiegelt: Die Arbeit der Lehrkraft ist herausfordernder geworden. Deshalb brauchen wir Menschen in unseren Schulen, die dieser Komplexität und dieser Verantwortung gerecht werden können. Gleichzeitig sind wir verpflichtet, Lehrkräfte optimal vorzubereiten. In den Stellungnahmen wurde im Wesentlichen bestätigt, dass unser Gesetzentwurf diese Kriterien erfüllt. Meine Damen und Herren, wenn alle Anzuhörenden ein Gesetz prinzipiell begrüßen, dann ist das Gesetz offensichtlich gut. (Beifall SPD und CDU) Wir haben dieses neue Instrument entwickelt, um die Personalsituation an unseren Schulen zu verbessern. Die Landesregierung aus CDU und SPD zeigt damit, dass wir neue Wege gehen und dass wir gemeinsam die Situation an unseren Schulen real verbessern wollen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz ausdrücklich bei allen Anzuhörenden für die konstruktiven Stellungnahmen bedanken. Meine Damen und Herren, das vorliegende Gesetz ist gut. Das vorliegende Gesetz sorgt mit sinnvollen Maßnahmen dafür, mehr Menschen als Lehrkräfte zu gewinnen. Das vorliegende Gesetz stellt gleichzeitig sicher, dass die neuen Lehrkräfte die hohen Standards erfüllen, die wir zu Recht an unsere Lehrkräfte anlegen. Deshalb bitte ich Sie, dem Gesetzentwurf zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall SPD und CDU)

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