Christian Wendel
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die weitere Stärkung der dualen Ausbildung durch vielfältige Angebote der beruflichen Orientierung in allen Schulformen und Bildungsgängen ist für die Koalition von Union und SPD eine zentrale Aufgabe. Deshalb setzen wir uns mit ganzer Kraft für dieses wichtige Anliegen ein. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) Wir möchten mit dem Entschließungsantrag ein klares Zeichen dafür setzen, dass uns die Zukunft junger Menschen am Herzen liegt, dass wir dem Fachkräftebedarf wirksam begegnen wollen und dass die duale Ausbildung ein gleichwertiger und zentraler Teil unserer hessischen Bildungslandschaft ist. Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ist für uns eine Leitmaxime in der Bildungspolitik für Hessen. Das ist im Koalitionsvertrag unmissverständlich festgehalten, und genau so wird dieser Anspruch von der Hessischen Landesregierung und den Koalitionsfraktionen in die Praxis umgesetzt. Ein ganz konkretes Beispiel: Wenn der Master kostenfrei ist, (Sascha Meier (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ist er doch gar nicht!) muss auch der Meister kostenfrei sein. Versprechen gehalten: Genau so ist es in Hessen. (Beifall CDU und SPD) Eine qualifizierte berufliche Ausbildung ist weit mehr als ein Schritt in den Arbeitsmarkt. Sie schafft die Grundlage für eine stabile und existenzsichernde Erwerbsbiografie. In der dualen Ausbildung werden nicht nur theoretische Kenntnisse vermittelt, sondern auch praktische Fertigkeiten, die für den Arbeitsalltag unerlässlich sind. Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Kombination aus Theorie und Praxis ist ein herausragendes Merkmal unseres Bildungssystems und ein Grund für die hohe Qualität unserer Fachkräfte. Unser System der dualen Ausbildung ist ein Erfolgsgarant – in der ganzen Welt anerkannt und vielfach übernommen. Das gilt es weiter zu stärken, um den Fachkräftebedarf und den Wohlstand für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Hessen auch in der Zukunft zu sichern. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) Wir setzen auf Vielfalt in der Bildung; denn nur so können wir den unterschiedlichen Talenten, Interessen und Stärken der Schülerinnen und Schüler gerecht werden. Unser Bildungssystem ist nicht nur für akademische Karrierewege geeignet, sondern eben auch für praxisorientierte Laufbahnen. Diesen Weg werden wir weitergehen. Dieser Weg ist Ausdruck der Gleichwertigkeit von dualer und akademischer Ausbildung in Hessen. Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, ein zentraler Punkt unseres Entschließungsantrags ist die Stärkung der beruflichen Orientierung in allen Schulformen und Bildungsstufen, um den Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Übergang in die berufliche Zukunft zu ermöglichen. Dazu braucht es eine berufliche Orientierung, die bereits in der Grundschule beginnt, sich wie ein roter Faden durch die gesamte Schullaufbahn zieht, und die durch umfassende Ausbildungs- und Berufsberatungsangebote ergänzt ist. So ermöglicht sie es, dass Kinder und Jugendlichen ihre Stärken und Interessen kennen, weiterentwickeln und so eine fundierte Entscheidung für ihre berufliche Zukunft treffen können. (Beifall CDU und SPD) Hier setzen wir als Koalition auf ganz konkrete Maßnahmen. Wir werden die Berufsorientierung gerade in Mittelstufe stärken und die Anzahl der Praktika Hier geht es nicht nur um die Dauer, sondern vor auch darum, mehrere Berufsbilder kennenzulernen. Schulen sollen Orte der Berufsfindung und ‑vorbereitung sein, damit die Schülerinnen und Schüler ihren Weg bewusst und gut informiert gehen können. Eine berufliche Orientierung, die in der Praxis verankert ist, ist von zu überschätzender Bedeutung. Mit unserem Entschließungsantrag betonen wir daher drücklich, dass es die Möglichkeit freiwilliger Zusatzpraktika gibt, die es den Jugendlichen ermöglichen, verschiedene Berufe kennenzulernen. Ziel aller Praktika muss sein, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst Berufsbilder und Ausbildungswege bereits während Schulzeit kennenlernen. Praktische Erfahrungen Klarheit über die verschiedenen Möglichkeiten zu gen. Sie steigern das Selbstbewusstsein und die Sicherheit. So können sie eine souveräne Entscheidung hinsichtlich ihrer eigenen beruflichen Zukunft treffen. Ich bin unserem Hessischen Staatsminister für Bildung und Chancen ausdrücklich für diese wichtige itiative dankbar, bereits die Grundschulen mit den lichen Schulen, den Unternehmen und den Handwerksbetrieben in eine Vernetzung und Kooperation zu Den Grundschülerinnen und Grundschülern wird die Möglichkeit gegeben, handwerkliche Fähigkeiten erproben und handwerkliche Berufe kennenzulernen. wollen auch, dass Elemente des Werkens und Gestaltens ganz selbstverständlich Teil des Unterrichtes an Grundschulen sind. (Beifall CDU und SPD) Die Einführung eines Tags des Handwerks an den meinbildenden Schulen wird einen wichtigen Beitrag leisten, dass das Interesse der Schülerinnen und am Handwerk wieder gestärkt oder geweckt wird. das Sehen und Erleben schaffen wir die Grundlage dass sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung Handwerk entscheiden. Das ist für die jungen Menschen gut, weil sie ihre Fähigkeiten und Talente entdecken das zu ihrem Beruf machen. Das stärkt nicht nur das werk in Hessen. Vielmehr stärkt das den Wirtschaftsstandort Hessen insgesamt. Dieses Ziel werden wir weiterhin konsequent verfolgen. (Beifall CDU und SPD) Auch bei der beruflichen Orientierung und der Ausbildung setzen wir auf digitale Angebote. Ein hervorragendes spiel hierfür ist die geplante Entwicklung einer Praktikumsbörse, die es den Schülerinnen und ermöglichen wird, schnell und unkompliziert Praktikumsplätze in der eigenen Region zu finden. Im Übrigen waren die erstmals im Sommer dieses durchgeführten Praktikumswochen ein voller Erfolg. 5.000 Jugendliche und rund 1.400 Unternehmen haben Hessen daran teilgenommen. Liebe Kolleginnen und legen, das sind beeindruckende Zahlen, die zeigen, die wir mit unseren Maßnahmen wirksam sind und den richtier- gen Weg beschreiten. Zu den digitalen Angeboten gehört zudem die Einführung der berufswahlapp. Sie wird Schritt für Schritt den traditionellen Berufswahlpass in Papierform ersetzen. Das wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, Praktikumsberichte, Bewerbungen und ihre Stärkenprofile der digital zu verwalten. Diese App wird nicht nur eine Vererhöhen. waltungsplattform sein, sondern sie wird ein Instrument allem zur Orientierung sein, das die Schülerinnen und Schüler Unsere systematisch durch den Entscheidungsprozess der Berufswahl führt und begleitet. selbstEs gibt zahlreiche innovative Maßnahmen, mit denen Hesnicht sen neue Wege geht. Ein aktueller Hinweis ist: Im Übrigen wurde beim 46. Bildungsforum der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände in dieser Woche deutlich, ausdass Hessen auch Vorreiter in der ökonomischen Bildung ist. Die ökonomische Bildung ist ebenfalls ein äußerst wichtiges Feld hinsichtlich der Berufsorientierung. es viele Die duale Ausbildung ist ein bewährtes Erfolgsmodell, das der weltweit als Vorbild dient. Wenn wir dieses System weiter helfen, stärken und fördern, legen wir damit den Grundstein dafür, erlandass die Schülerinnen und Schüler von heute und morgen die Chance auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft haben werden. Wir stehen auf allen Ebenen vor der Herausforderung, den Fachkräftebedarf zu decken. Die frühzeitige beKultus, rufliche Orientierung und die Stärkung der dualen AusbilIn- dung sind zentrale Bausteine, um dieser Herausforderung zu begegnen. Wir benötigen gut ausgebildete Fachkräfte, berufum den Wohlstand und die Innovationskraft in Hessen zu bringen. erhalten und weiterzuentwickeln. somit Lassen Sie uns auf diesem Weg gemeinsam weitergehen, zu und zwar für eine Stärkung der dualen Ausbildung, für Wir eine starke Wirtschaft in Hessen, für die Schülerinnen und Schüler und für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Ich bitte unseren um Zustimmung zu unserem Entschließungsantrag und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Anhaltender Beifall CDU und SPD) allgedazu Schüler Präsidentin Astrid Wallmann: Durch Vielen Dank. – Als Nächster erhält das Wort Herr Abgedafür, ordneter Meier für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜim NEN. und
