Astrid Wallmann
Vielen Dank. – Herr Staatsminister, Sie haben das Wort. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Verehrte Frau Präsidentin, lieber Abgeordneter Göttlicher! Die Einführung des Schulversuchs „Ukrainisch als Fremdsprache“ bietet viele Vorteile. Erstens reden wir über das ganz große Thema Bildungsgerechtigkeit. Hessen hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine rund 30.000 – das muss man sich wirklich vorstellen – geflüchtete Kinder und Jugendliche aufgenommen. Davon werden derzeit 21.000 Kinder und Jugendliche an hessischen Schulen beschult. Da für den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife eine zweite Fremdsprache belegt werden muss, eröffnen wir diesen zahlreichen ukrainischen Schülerinnen und Schülern an unseren Schulen höher qualifizierte Bildungsabschlüsse, und damit verbunden weiter gehende berufliche Perspektiven. Ich finde, das ist ein Ansatz, der gerade in dieser herausfordernden Zeit wichtig ist. Zweitens reden wir über das große Thema Fachkräftesicherung. Mit dem Schulversuch können wir gut ausgebildeten ukrainischen Lehrkräften, die in verschiedenen Fächern mit hohem Bedarf unterrichten, längerfristig eine alternative Beschäftigungsmöglichkeit bieten. Einen Standortvorteil gegenüber anderen Ländern haben wir, weil wir als erstes und einziges Bundesland Ukrainisch als zweite Fremdsprache anbieten. Drittens will ich darauf hinweisen: Mit der Erweiterung des Fremdsprachenangebotes um Ukrainisch als Schulversuch setzt die Hessische Landesregierung zudem ein ganz wichtiges Zeichen, ein ganz wichtiges Signal der Solidarität mit der Ukraine. Das noch als Info: Derzeit unterrichten nahezu 300 ukrainische Lehrkräfte an hessischen Schulen. Das ist der Stand im November 2024. Ich finde, das ist eine bemerkenswerte Zahl. – So viel meinerseits. Vielen Dank.
