Timon Gremmels
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Dr. Grobe, ich möchte anmerken, dass die Publikationsdaten hessischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in aller Regel öffentlich frei zugänglich sind und Interessierte sich sowohl auf den Webseiten unserer Hochschulen als auch in Publikationsdatenbanken selbstständig informieren können. Das gilt übrigens auch für Landtagsabgeordnete und ihre Mitarbeitenden. Die Frauen- und Geschlechterforschung ist ein breites und interdisziplinäres akademisches Feld, das sich inhaltlich mit Fragen des Geschlechts und der Geschlechterverhältnisse in prinzipiell allen Fächern, Kontexten und gesellschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt. Der Bereich Gender, nach dem Sie fragen, betrifft also grundsätzlich alle Wissenschaftsdisziplinen, von den Geisteswissenschaften bis hin zur Medizin. Die hessischen Hochschulen verfügen zudem mit dem Cornelia Goethe Centrum für Geschlechterforschung der Universität Frankfurt und dem Zentrum für Gender Studies der Universität Marburg über anerkannte interdisziplinäre Forschungszentren der Frauen- und Geschlechterforschung, die Forschungen und Expertisen in diesem Bereich bündeln. Ich kann Ihnen exemplarisch folgende Beispiele für Studien im Bereich Gender nennen, die in den letzten Jahren in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden – aufgeführt in alphabetischer Reihenfolge nach Nachnamen der Autorinnen und Autoren –: Die Autorinnen und Autoren Katharina Ackermann, Gerhard Büttner, Anka Bernhard, Anne Martinelli, Christine M. Freitag, und Christina Schwenk haben im Jahr 2018 den Aufsatz „Freundschaftsqualitäten und unterschiedliche Formen aggressiven Verhaltens bei Jungen und Mädchen im späten Kindes- und Jugendalter“ in der Fachzeitschrift „Kindheit und Entwicklung“ veröffentlicht. Die Autorinnen und Autoren Sonny Gennaro Annunziata, Jasmin Epple, Thomas Schmitz-Rixen, Dittmar Boeckler, Reinhart T. Grundmann veröffentlichten im Jahr 2024 den Aufsatz „Geschlechtsspezifische Langzeitergebnisse nach elektiver endovaskulärer Versorgung abdomineller Aortenaneurysmen bei Verwendung von Stentgrafts mit und ohne Fenestrierung oder Seitenarm“ in der Fachzeitschrift „Gefäßchirurgie“. Die Autorinnen und Autoren Michael H. K. Bendels, Ruth Mueller, Doerte Brueggmann und David A. Groneberg haben im Jahr 2018 „Gender disparities in high-quality research revealed by Nature Index journals“ in der Fachzeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht. Die Autorinnen und Autoren Alexander Bick, Brüggemann, Nicola Fuchs-Schündeln und Hannah Paludkiewicz haben im Jahr 2019 den Aufsatz „Long-term Changes in Married Couples’ Labor Supply and Evidence from the US and Europe since the 1980s“ der Fachzeitschrift „Journal of International Economics“ veröffentlicht. Die Autorinnen Annette Henninger und Angelika Wahl haben im Jahr 2019 den Aufsatz „This Train Left the Station: The German Gender Equality Regime Course Towards a Social Democratic Model (2013-2017)“ in der Fachzeitschrift „German Politics“ veröffentlicht. Die Autorin Annette Henninger hat im Jahr 2022 den satz „Same-sex marriage in Germany: Conservative malization Instead of Successful Anti-Gender Mobilisation“ in der Sonderausgabe „Leading from Behind? Equality in Germany During the Merkel Era“ des „German Politics“ veröffentlicht. Die Autorin Daniela Grunow und der Autor Ansgar haben in diesem Jahr den Artikel „Why do partners prefer the same political parties? Evidence from couples Germany“ in der Fachzeitschrift „Social Forces“ veröffentlicht. Darüber hinaus hat auch die Autorin Angela Standhartinger im Jahr 2018 den Aufsatz „Frauen in die Geschichte einschreiben. Zum liturgischen Ort der Einsetzungsworte“ in der Fachzeitschrift „Early Christianity“ veröffentlicht. Bereits aus dieser kurzen und keinesfalls vollständigen Aufzählung wird bereits deutlich, dass hessische senschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Studien Kontext der Frauen- und Geschlechterforschung in schiedlichsten Disziplinen durchführen und selbstverständlich auch in renommierten Fachzeitschriften veröffentlichen. (Beifall CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE NEN)
