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Astrid Wallmann

10.10.2024 Sitzungen 21/23

Herren. Ihnen: Vielen Dank. Wir Nach dieser lebhaften Debatte überweisen wir diesen Anerklärt: trag an den Landwirtschaftsausschuss. Die Die Die Appelle aufgreifend, die vorhin bereits genannt worist den sind, wünsche ich Ihnen zwei schöne Herbstferienwoauf chen. Genießen Sie sie. Trinken Sie vielleicht ein Glas müs- deutschen Wein. Machen Sie eine Weinbergsfahrt oder auch etwas anderes. Kommen Sie auf jeden Fall gesund wieder. Die Sitzung ist geschlossen. (Schluss: 19:46 Uhr) Anlage 1 (zu Tagesordnungspunkt 13) Nach § 109 Absatz 2 GOHLT zu Punkt 13 Tagesordnung, Drucks. 21/1075, zu Protokoll gebene Stellungnahme Oliver Stirböck (Freie Demokraten): Sehr geehrte Damen und Herren, stellen Sie sich vor, wären ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin hätten die Fähigkeit, in die Zukunft zu blicken. Sie sehen, wie sich Ihre Stadt entwickelt, welche Auswirkungen Ihre Entscheidungen haben, und sogar Probleme lösen, vor sie schwierig werden. Klingt das wie Science-Fiction? – Digitale Zwillinge machen das möglich. Digitale Zwillinge sind das digitale Abbild einer Stadt. mer mehr Kommunen und Versorgungsunternehmen die damit verbundenen Chancen. Ich will das gerne konkreten Beispielen beschreiben: In Hannover wurde ein digitaler Zwilling entwickelt, die Sonneneinstrahlung auf Dächer und Wände simuliert. Dabei wird sogar der Einfluss des Baumbestands sichtigt. Dieses Modell ermöglicht eine präzise von Solaranlagen und unterstützt so direkt die Energiewende in der Stadt. Stuttgart nutzt einen digitalen Zwilling zur Modellierung von Luftschadstoffbelastungen. Durch die Verknüpfung Verkehrsdaten, Windsimulationen und 3-D-Stadtmodellen können Prognosen zur Luftqualität erstellt werden mit Ziel, die Luftqualität zu verbessern. In Hamburg wurde ein „Cockpit für Städtische Infrastrukturen“, CoSI, entwickelt. Dieses Tool integriert statistische Informationen mit Fachdaten verschiedener Disziplinen und ermöglicht so eine interdisziplinäre nung städtischer Infrastrukturen. Das 3-D-Stadtmodell Hamburg mit seinen 380.000 Gebäuden wird in der ten Stadtplanung eingesetzt. In Hamburg können aber auch Privatpersonen von Daten profitieren. Das virtuelle Stadtmodell steht als Data im Transparenzportal des Landesbetriebs Geoinformation zur Verfügung. Hier zeigt sich, wie wichtig umfassende Open-Data-Strategie ist. Aber auch hessische Kommunen und Versorger nutzen Konzept digitaler Zwillinge: Die Mainova, Hessens größter Energieversorger, hat nen digitalen Zwilling der Stadt Frankfurt erstellt, um kommunale Wärmeplanung umzusetzen. Hier werden Leitungen, Straßen, Gebäude usw. digital erfasst, um Fernwärmeversorgung effektiv zu planen. Auch kleinere Gemeinden wie Hofbieber im Landkreis da sehen darin Chancen. Die Gemeinde Hofbieber bis 2030 klimaneutral zu werden, indem sie einen Zwilling zur Umweltmodellierung nutzt. Dieser nutzt weltdaten und 3-D-Simulationen, um die realen Bedingungen nachzubilden. Dies reicht von CO -Emissionen bis zur Wärmeausbreitung und zu Überschwemmungsrisiken. Diese Beispiele zeigen: Digitale Zwillinge sind keine kunftsmusik, sondern schon heute ein wertvolles Werkzeug für innovative Stadtplanung und -verwaltung. der Sehr geehrte Frau Ministerin, ja, wir wissen auch, dass ge- das Land schon vereinzelt solche Projekte fördert, beispielsweise die Stadt Wiesbaden aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“. Da geht es um Verkehrsplanung. Nur, liebe Landesregierung: Das ist alles viel zu langsam, wenig zielgenau und schwerfällig. Unsere Fraktion war letzte Woche in Tallinn, der estniSie schen Hauptstadt. Wer noch nicht dort war: Ich kann Ihnen und einen Besuch nur empfehlen. Da kommen Sie aus dem könnten Staunen nicht mehr raus. Wir sind dagegen ein digitalpolitisches Entwicklungsland. beWas Sie, Frau Ministerin, als große Errungenschaft feiern, das gibt es dort schon zehn oder 20 Jahre. Der Vertrag für den Autokauf oder die Unterzeichnung des Mietvertrages Imfür die Wohnung: selbstverständlich digital, weil die diginutzen tale Signatur sicherer ist als ein Blatt Papier. Die Anmelan dung eines Unternehmens? Zehn Minuten online. Wählen? Über 50 % der Menschen stimmen digital ab, künftig sogar mit dem Handy. der Deshalb unser Appell: Lehnen Sie sich nicht zurück. Feiberück- ern Sie sich nicht für Dinge, die im Rest Europas längst Planung selbstverständlich sind. Geben Sie endlich Gas, indem Sie unseren Antrag unterstützen und eine Strategie für eine flächendeckende Nutzung von Tools wie digitalen Stadtmodellen vorlegen. von dem sozialPlavon gesamdiesen Open eine das eidie alle die Fulplant, digitalen Umhin Zu-Anlage 2 (zu Tagesordnungspunkt 13) Nach § 109 Absatz 2 GOHLT zu Punkt 13 der Tagesordnung, Drucks. 21/1075, zu Protokoll gegebene Stellungnahme Sebastian Sommer (Hochtaunus) (CDU): Bevor ich auf den Antrag der FDP eingehe, möchte ich kurz erläutern, was ein digitaler Zwilling ist und welches Potenzial er bietet. Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Modell, das ein reales Objekt möglichst präzise nachbildet. Nehmen wir beispielsweise eine Brücke: Diese wird mit Sensoren ausgestattet, die verschiedene Funktionsbereiche überwachen, wie die Auslastung durch Fahrzeuge, Temperatur, Wetterbedingungen und Schwingungen. Die gesammelten Daten werden anschließend in ein Verarbeitungssystem übertragen und auf den digitalen Zwilling angewendet. Mit diesen Daten versorgt, kann der digitale Zwilling genutzt werden, um Simulationen durchzuführen, Leistungsprobleme zu analysieren und vor allem Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren. Diese Verbesserungen lassen sich dann auf das reale Objekt übertragen. Dank moderner Technik und Digitalisierung sind solche Fortschritte möglich. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass wir als Land die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und die Kommunen darin unterstützen, die Vorteile eines digitalen Zwillings zu nutzen. Dies spiegelt sich auch in den neun Punkten des FDP-Antrags wider, auch wenn dieser handwerklich nicht ganz sauber ist. Antrag und Begründung sind teils redundant und gehen ineinander über. Darüber hinaus werden einige Punkte nur vage angeschnitten, obwohl sie durchaus vernünftig und diskussionswürdig sind. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz von Landesmitteln für Pilotprojekte, die Auswirkungen auf die Wirtschaft, Schulungsangebote für kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder die Idee von Technologiepartnerschaften. Ich freue mich auf eine tiefer gehende Diskussion im Ausschuss. Wir sollten auch Informationen aus dem Digitalministerium einbeziehen, um bestehende Strukturen und Ideen aus dem Antrag zu verknüpfen. Die Möglichkeiten, die digitale Zwillinge bieten, sind vielfältig. Sie schaffen Mehrwerte für die Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürger sowie für die Kommunen. Dies wird im Antrag der FDP mit viel Prosa beschrieben. Der Auftrag, digitale Zwillinge zu einem nützlichen Werkzeug für unsere Kommunen zu machen, ist richtig und wichtig. So können Planungen, insbesondere im Bereich der Infrastruktur, wie bei der eingangs erwähnten Brücke, erheblich verbessert werden. Unser Ziel muss es sein, digitale Zwillinge zu ermöglichen, um reale Verbesserungen zu schaffen und Infrastrukturen effizienter instand zu halten. Ich freue mich auf die weitere Diskussion und die Bearbeitung im Digitalausschuss. Anlage 3 (zu Tagesordnungspunkt 13) Nach § 109 Absatz 2 GOHLT zu Punkt 13 Tagesordnung, Drucks. 21/1075, zu Protokoll gebene Stellungnahme

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