Ingmar Jung
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Das mit der Zuständigkeit ist so eine Sache. – Herr Müller hat tatsächlich vieles von dem gesagt, was mir auch durch den Kopf gegangen ist. Die letzte dieser Fahrten, die ich gemacht habe, habe ich gemeinsam mit Ihnen gemacht. Da hat es jedenfalls funktioniert. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Nehmt doch mal die Frau Knell mit!) – Frau Knell kann beim nächsten Mal gern mitkommen. Das ist jetzt aber gar nicht das Thema. Offen gestanden, finde ich es etwas schade, dass wir der ersten Debatte über den Weinbau mit dem Titel date für die hessische Weinkultur“ am Ende nur über Thema sprechen, das zumindest nicht das ist, auf das ständig von Weinbauverbänden und Winzern angesprochen werde. (Beifall CDU und SPD) Wir haben uns den Erlass natürlich gemeinsam mit Kollegen Mansoori angeschaut. Wir werden auch ob wir das eine oder andere vielleicht noch klarer können. Nach unserer ersten Analyse ist es aber ein klarer Erlass, der alles regelt, was geregelt werden Wenn Sie mir eine E-Mail geschrieben hätten mit der sich das anzuschauen, dann hätte ich diese E-Mail an Wirtschaftsministerium weitergeleitet. Dieser klare, und unbürokratische Erlass – ein herzliches Lob an Tarek Al-Wazir – ist aus dem Jahr 2022. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und zelt CDU) Wir schauen, ob man an dieser Stelle vielleicht noch konkretisieren kann. Jetzt ganz ehrlich: Bei Ingo Schons Rede habe ich überlegt, ob ihm irgendjemand zuvor meinen Stichwortzettel gegeben hat; denn ich hatte all diese Punkte selbst dem Zettel und wollte sie ansprechen. Das mag daher men, dass wir beide aus dem oberen Rheingau und dort aufgewachsen sind und wir die Probleme tatsächlich kennen. Wir haben tatsächlich eine Absatzkrise auf dem deutschen Markt, insbesondere auf dem Offenweinmarkt. Wir das Problem, dass wir hier zu wenig konsumieren. nicht zu wenig konsumieren, sondern zu wenig deutschen Wein konsumieren. (Heiterkeit und Beifall) – Ich habe es doch gar nicht so gemeint. – Im gehört schon dazu, dass die Anbaufläche insgesamt oben geht, während der Konsum zurückgeht. Sie sich das aber einmal an. Ingo Schon hat die genannt. 41 % der in Deutschland konsumierten sind aus Deutschland. Das ist insbesondere für ein wie Hessen bedeutsam. Da sind wir uns doch hoffentlich alle einig. Wir haben 100 Millionen Euro Umsatz. haben 900 Betriebe, die mit ihren Familien davon die Wertschöpfungsketten erhalten, die Kulturlandschaft erhalten. Wir haben als Land Hessen das größte Deutschlands mit ausgezeichneten Weinen. Wir haben der Hochschule Geisenheim einen Schatz, wie ihn fast mand sonst in Europa hat. Es gibt vielleicht noch weitere vergleichbare Anstalt. Uns gelingt es leider noch nicht genug, zu zeigen, was wir alles haben und auf wir stolz sein können. (Beifall CDU und SPD) Sie kennen das doch auch, meine Damen und Sie gehen zu Veranstaltungen, und jemand erzählt Wir machen heute Abend ein ganz besonderes Buffet. haben ganz tolle Produkte. – Dann wird immer Alles ist regional. Wir haben Fleisch vom Nachbarort. Eier sind vom Nachbarn auf der anderen Straßenseite. Nudeln haben wir aus dem nächsten Ort geholt. Alles regional. – Und dann steht da der französische Wein dem Tisch. Das passiert uns leider immer wieder. Da bei sen wir das Bewusstsein schärfen. Wir müssen zeigen, was „Up- wir in Hessen haben. Außerdem müssen wir offener und ein klarer dafür eintreten. ich (Beifall CDU, SPD und Wiebke Knell (Freie Demokraten)) Wir haben die Absatzförderung für beide Weinbauverbände für die Jahre 2024 und 2025 erhöht. Wir haben die dem Pheromonförderung erhalten. Wir verdoppeln die Steillaschauen, genförderung zumindest ab 40 Grad Hangneigung. Wir fassen sind im intensiven Austausch mit den Weinbauverbänden, kurzer, und wir arbeiten alle daran. Lassen Sie uns doch gemeinmuss. sam über die Fragen diskutieren, die die Winzerinnen und Bitte, Winzer wirklich beschäftigen. das Frau Knell, Sie sagen zu Recht, dass in Hessen wenikurze ger Weinbergsfahrten stattfinden. Wie ist es aber mit der übrigens Marktwirtschaft und mit der Kultur? Sie sprechen von der Kultur. Diese Weinbergsfahrten haben bei uns einfach eine verein- geringere Tradition. Diese Funzelfahrten finden traditionell in Rheinhessen statt, und das ist auch gut so. Das ist doch schön. Dann kann man hinüberfahren und das dort einmal etwas wahrnehmen. (Vereinzelter Beifall CDU und SPD) kurz Unsere hessischen Winzerinnen und Winzer haben eben auf andere Konzepte entwickelt. Wenn ich denen jetzt erzähle, kom- dass das das Problem sein soll, nehmen sie das nicht ernst. Wir sind mitten in der Weinlese. Mein Heimatort ist einer kommen dort der letzten, in dem in diesem Jahr die Weinlese stattfindet. Wir sind mitten in der Rieslinglese. Da kann man jetzt keine Funzelfahrten machen. Unterstützen Sie die Winzer, fahren Sie einmal raus und schauen sich an, was die mahaben chen. Nein, Ich freue mich, wenn wir die Debatte erweitern können. Wir können ja gerne im Ausschuss schauen, ob wir den Antrag um einige Dinge anreichern. (Hans-Jürgen Müller (Witzenhausen) (BÜNDNIS Ergebnis 90/DIE GRÜNEN): Oder eine Weinbergsfahrt!) nach Wir können noch über ein paar andere Dinge sprechen. Schauen Zahl Das würde mich jedenfalls freuen. Weine (Unruhe) Land – Meine Damen und Herren, jetzt wird es so laut, dass ich Wir besser aufhöre. – Im Ergebnis freue ich mich sehr, dass leben, wir heute Abend die Gelegenheit hatten, zum ersten Mal über den Weinbau zu sprechen. Sollte uns die Präsidentin Weingut jetzt gleich entlassen, was ich hoffe, wünsche ich Ihnen mit allen einen wunderschönen Feierabend, wenn Sie wollen, nie- vielleicht bei einem guten Glas hessischem Wein. – Herzlieine chen Dank. immer (Beifall CDU, SPD, vereinzelt AfD und BÜNDNIS wor90/DIE GRÜNEN)
