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Turgut Yüksel

SPD 10.10.2024 Sitzungen 21/23

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Es wurde mir gesagt: „Turgut tut gut“, deswegen bin ich hier. (Beifall SPD) Meine liebe Kolleginnen und Kollegen, Tausende von Menschen müssen täglich ihr vertrautes Leben hinter sich lassen. Weltweit sind derzeit über 120 Millionen Menschen Opfer von Vertreibung und auf der Flucht. Das ist die traurige Realität. Das sind noch einmal doppelt so viele Menschen wie 2014, als die Zahl der Betroffenen von Flucht und Vertreibung infolge des Zweiten Weltkriegs erstmals übertroffen wurde. Es geschah damals, und es geschieht heute. Das Thema Vertreibung und Flucht stellt uns vor Herausforderungen. Doch gilt nach wie vor: Niemand verlässt seine Heimat ohne Grund. Wir wollen heute all jene in ihrem Tun bestärken, die und an den Beitrag der 1,8 Millionen Heimatvertriebenen und Aussiedler erinnern, die damals in Hessen eine Heimat gefunden haben. (Beifall SPD und CDU) Wir müssen mit Respekt anerkennen, was diese Menschen, die keine andere Wahl hatten, als ihre Heimat notgedrungen zu verlassen, hier in Hessen geschaffen haben. Es klar, dass Migration auch heute ein integraler Bestandteil unserer Welt und unserer Gesellschaft ist. Für uns gilt heute: Hesse ist, wer Hesse sein will. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zelt CDU und Moritz Promny (Freie Demokraten)) Eine lebendige Erinnerungskultur zu pflegen, gehört de heute zu unseren Pflichten und Aufgaben. Wir uns für die Förderung von Bildungs- und Forschungsinitiativen für die hochkomplexen Themen Flucht und bung ein. Daher sehe ich in der Kooperation der Liebig-Universität in Gießen und des Herder-Instituts Marburg einen großen Gewinn. Ich freue mich auf die künftigen Ergebnisse dieser Zusammenarbeit. Diese nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs. Sie schärft das gesellschaftliche Bewusstsein für die Erfahrungen Vertriebenen. Neben der Forschung sind aber schulische Bildung gerade frühe Bildung unverzichtbar für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. müssen die Erinnerung leben und weiterhin vermitteln können – besonders an junge Generationen, welche nur indirekt oder gar nicht mit dem Thema Vertreibung und Flucht in Berührung gekommen sind. Schulbesuche Gedenkstätten und Museen, die das menschliche Schicksal und das kulturelle Erbe der Vertriebenen altersgerecht lehrreich aufbereiten, sowie die konsequente Einbeziehung von Zeitzeugen in den Bildungsprozess sind dabei von sonderer Bedeutung. Es ist unsere Aufgabe, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Wandel immer wieder zusammenzuführen. An dieser Stelle möchte ich die vorbildliche Arbeit Landesverbandes des Bundes der Vertriebenen hervorheben. (Beifall SPD, CDU und vereinzelt BÜNDNIS DIE GRÜNEN) Der BdV hat die Entwicklung digitaler Bildungsformate maßgeblich vorangetrieben, insbesondere mit Projekten wie dem Digitalportal „Flucht und Vertreibung im schen Kontext“. In diesem Zusammenhang möchte ich sonders die Arbeit von Frau Margarete Ziegler-Raschdorf würdigen, die zuvor als Landesbeauftragte tätig war. (Beifall SPD und CDU) Herrn Andreas Hofmeister, der seit März im Amt ist, sche ich weiterhin viel Erfolg bei seiner wichtigen als Landesbeauftragter, um neue Impulse für Heimatvertriebene und Spätaussiedler in Hessen zu setzen. (Beifall SPD, CDU und vereinzelt BÜNDNIS DIE GRÜNEN) Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Pflege einer lebendialle gen Erinnerungskultur ist heute mehr denn je unsere Verantwortung. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. daran (Beifall SPD und CDU) neue

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