Dirk Bamberger
Sehr geehrter Herr Kollege Enners, das möchte ich direkt ein Stück weit aufgreifen. Wenn es um Musik geht, ergreife ich gerne noch einmal das Wort. Ihre Ausführungen waren gar nicht anders zu verstehen als so, wie ich es hier wiedergegeben habe. (Beifall CDU und SPD) Sie haben vom ersten Satz an betont, wie viele Orchester, wie viele Klangkörper es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Es war nicht irgendein Unterton, der da zu vernehmen war, sondern es war extrem deutlich zu vernehmen, dass Ihnen das schlicht und ergreifend zu viel ist. Noch einmal: Überall dort, wo wir Kulturdebatten führen, ist es immer die AfD, der das Thema Kultur nicht passt. Der AfD ist das Thema Kultur immer und immer wieder ein willkommener Anlass, Grundsatzdebatten zu führen, Debatten darüber zu führen, ob das Geld nicht viel besser an anderen Stellen verwendet werden sollte. Im Kontext des öffentlich-rechtlichen Rundfunks war daher gar anderes zu erwarten, als dass Sie hier eine Position treten, die die Klangkörper des Hessischen Rundfunks sächlich infrage stellt. Das sage ich in aller Deutlichkeit und in aller Klarheit. (Zurufe AfD) – Herr Enners, von mir aus können Sie es noch wiederholen. Sie haben es aber in Ihrer Eingangsrede lig anders dargestellt. Es war völlig anders zu verstehen. Deshalb bleibe ich dabei: Wir als regierungstragende tion bekennen uns ganz klar zu den Klangkörpern Hessischen Rundfunks. Uns ist deren Erhalt wichtig, ist deren Zukunftssicherung wichtig, und wir werden Trägerschaften und Trägermodelle sprechen. Das tun sehr gerne. Die Intention, Gespräche zu führen und die Zukunft der Klangkörper zu sprechen, ist aber neu, sondern schon relativ alt, und es sind schon Gespräche geführt worden. Diese Diskussion führen gerne weiter, und zwar vor allem gemeinsam mit den troffenen, mit denen, die es angeht, und nicht über Köpfe hinweg. (Beifall CDU und SPD)
