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Dirk Bamberger

CDU 10.10.2024 Sitzungen 21/23

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Eine wunderbare Gelegenheit, heute über die internationalen musikalischen Aushängeschilder unseres Landes zu sprechen: über das hr-Sinfonieorchester, das nächste Woche übrigens auf große Japan-Tournee geht und dort wieder Werbung für unser wunderschönes Bundesland Hessen macht, und die hr-Bigband, die wegweisend ist in der Branche, wenn Sie so wollen. Es ist gut, dass die FDP das Thema heute anspricht. Es ist nicht neu. Über die Klangkörper des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird immer wieder, häufig und viel gesprochen – auch in der Vergangenheit hier in Hessen. Es hat natürlich auch seine Hintergründe. Bevor ich aber darauf eingehe, möchte ich doch vielleicht ganz kurz auf den Vorredner der AfD zurückkommen. Ich bin schon etwas überrascht, Herr Kollege von der AfD. Gerade Sie, gerade Ihre Fraktion, berufen sich immer wieder auf Deutschland als das Land der Dichter und Denker und der Hochkultur. Wo aber setzen Sie in sämtlichen Debatten immer zuerst den Rotstift an? (Zuruf AfD: Bei der GEZ!) Wo wollen Sie als Erstes mit der Motorsense durchgehen? Durch die Kultur. Das ist doch verlogen. Das ist heuchlerisch. Das passt doch gar nicht. (Beifall CDU, SPD, Freie Demokraten und zelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das passt doch gar nicht zu Ihren Äußerungen und Ihrem Verständnis von Deutschland und der großen schen Kultur. Ausgerechnet da setzen Sie als Erstes Rotstift an. Was Sie vorhin geäußert haben, hätten Sie nicht geäußert, hätten Sie sich einmal mit der Arbeit der Klangkörper Hessischen Rundfunks beschäftigt. Kultur kann es nie viel geben. Es kann auch nie zu viel Musik geben. (Beifall CDU, SPD und vereinzelt Freie Demokraten) Die hr-Bigband und das hr-Sinfonieorchester wirken vielen Bereichen weit ins Land hinein, weit in die chen Räume hinein. Viele Kooperationsprojekte gemeinsam mit den hessischen Schulen bestritten. Aktivitäten sorgen dafür, dass Schülerinnen und in unserem Land, dass Jugendliche und Kinder an herangeführt werden, dass sie auch an Richard herangeführt werden. (Zuruf Andreas Lichert (AfD)) An dieser Stelle berufe ich mich auf Stefanie Klee HMV, die diese Zusammenarbeit mit diesen professionellen Orchestern zu schätzen weiß. Das ist unheimlich tig für unser Land. Warum wird das hier nicht erwähnt? Vermutlich, weil es Ihnen nicht recht ist. (Beifall CDU, vereinzelt SPD und Freie Demokraten) Meine sehr verehrten Damen und Herren, über die der Klangkörper des Hessischen Rundfunks ist viel ges und Gutes gesagt worden. Diese müssen wir Gerade in schwierigen Zeiten dürfen wir diese nicht ge stellen. Die vielfältigen Aktivitäten werden nicht Tag live im dritten Programm des Hessischen Rundfunks ausgestrahlt. Sie können das aber auch in der Mediathek und auf YouTube verfolgen. Sie können unheimlich veröffentlichte Beiträge verfolgen, die nicht nur von sinnen und Hessen gesehen werden, nicht nur von den schauerinnen und Zuschauern des Hessischen Rundfunks, sondern die weltweit gesehen werden. Die Zugriffszahlen zeigen, dass dieses hr-Sinfonieorchester und diese band einen unheimlich guten und starken Ruf haben eine sehr gute Arbeit machen. Deswegen setzen wir dafür ein, dass sie erhalten bleiben. (Vereinzelter Beifall CDU) Ja, es braucht eine Lösung dafür, wie wir die dieser Ensembles sichern. Da sind wir ganz bei der Wir müssen nach einer Lösung suchen. In der Vergangenheit haben wir über verschiedene Modelle gesprochen. Stiftungsmodell mag eine mögliche Lösung sein. Es aber noch andere. Der Hessische Rundfunk, Florian Hager allen voran, det sich derzeit in einem Struktur- und Reformprozess, wichtig ist. Genau in diesen Prozess fällt diese Diskussion. Ich glaube, dass man die Diskussion um die Klangkörper in diesem Kontext betrachten muss, aber nicht losgelöst einzelner Antrag hier im Parlament. Natürlich ist das der Themen, die wir diskutieren müssen. Aber wir müssen doch das auch im Gesamtkontext betrachten. Deswegen ist es richtig, sich im Ausschuss gemeinsam verein- Gedanken darüber zu machen, wie wir die Zukunft dieser Ensembles sichern können, die für Hessen so unglaublich wichtig sind. zu deut- Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte es den noch einmal in aller Deutlichkeit sagen. Wir führen hier ja auch ein Stück weit eine Kulturdebatte. Die Abschaffung der Klangkörper des Hessischen Rundfunks ist überhaupt nicht geplant. Es klang vorhin so, als stünden diese Klangdes körper zur Disposition. In Diskussionen kommt das natürzu lich immer wieder einmal hoch. Für uns als regierungstragende Fraktion stehen die Klangkörper des Hessischen Rundfunks nicht zur Disposition. Den Wortbeiträgen der GRÜNEN und der FDP habe ich entnommen, dass sie das genauso sehen. Darüber freue ich mich. Der AfD ist die in Kultur möglicherweise ein Dorn im Auge; denn sie ist ländliaufklärend, vermittelnd und liberal. werden (Zuruf AfD) Viele Schüler Das passt nicht ganz in Ihr Weltbild. Umso wichtiger ist Musik es, dass wir diesen wichtigen Teil der hessischen Kultur Wagner erhalten und zukunftsfest machen. – Vielen Dank. (Beifall CDU, SPD, vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Freie Demokraten) vom wich- Vizepräsident Frank Lortz: Vielen Dank, Kollege Bamberger. – Das Wort hat Herr Staatssekretär Kuhn.

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