Dominik Leyh
Ich mache einen gleitenden Übergang. Ich bedanke mich ganz herzlich. – Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Bei dieser Angelegenheit kommen wir heute endlich zum Ende. Als Erstes will ich sagen: Die Berichterstattung erfolgte wie aus dem Bilderbuch. Das funktioniert jetzt ganz gut. Mein parlamentarischer Geschäftsführer hält den Daumen hoch. Wir haben das gelernt. Ich nehme die Kurzfassung. Der Wolf ist zurück. Das wird natürlich mit Sorgen und Ängsten begleitet. Wir nehmen die Menschen ernst. Das kann man heute ganz klar dokumentieren. Wir grüßen von dieser Stelle aus alle Weidetierhalter, unsere Jäger, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger, die uns diesen Auftrag erteilt und mitgegeben haben. Wir können heute vermelden: Auftrag erfüllt, versprochen und gehalten. (Beifall CDU und SPD) Der besondere Dank gilt Herrn Minister Jung und dem gesamten Ministerium und unseren Fraktionsmitarbeitern. Mein besonderer Dank gilt aber auch meinem Kollegen von der SPD-Fraktion, Herrn Ziegler, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei dieser Thematik. Wir haben die Trendwende hinsichtlich des Wolfs besonders hervorgehoben. Das stand in unserem Sofort-Programm „11+1 für Hessen“. Unser heutiger Beschluss in dritter Lesung wird ein starkes und entschiedenes Signal an sämtliche Weidetierhalter und vor allem an unsere Bürgerinnen und Bürger sein. Aber ich möchte auch noch einer anderen Gruppierung danken. Das ist die Fraktion der GRÜNEN. Durch den Antrag auf die dritte Lesung können wir heute noch einmal ganz klar dokumentieren, dass wir zuhören und dass wir handeln. Das ist eine ganz klare Geschichte. Es wurde angemerkt, es gebe noch ganz viele Fragen und offene Punkte. Dann haben wir uns in einer Ausschusssitzung getroffen. Die ganz vielen Fragen und Anmerkungen wurden zwischen 10:02 Uhr und 10:08 Uhr behandelt. Dann waren sie alle erschöpfend abgeschlossen, sodass wir zügig auseinandergehen konnten. Das war mehr oder minder ein Stürmchen im Schnapsglas, wenn man das so sagen will. Sehr erfreut hat mich wirklich die 180-Grad-Wende der Bundesumweltministerin. Auch das ist in der Zwischenzeit noch geschehen. Auch deswegen bin ich dankbar, dass wir die dritte Lesung haben. Dadurch können wir auch darauf noch einmal eingehen. Das hat mich früh am Morgen so erfreut, dass mir glatt die Lockenwickler aus den Haaren geflogen sind, als die Bundesumweltministerin ihre radikale Abwehr hinsichtlich Veränderungen beim Thema Wolf einfach einmal eingestampft hat. Sie hat vor einer Verteufelung des Wolfs gewarnt. Sie hat uns einiges vorgeworfen. Man könne das jetzt schon alles per Schnellschuss usw. machen. Dann erfolgte plötzlich die 180-Grad-Wende. Je nachdem, wer zuhört, kann das auch eine 360-Grad-Wende sein. Wir standen da, und plötzlich machte es einen Ruck. Es wurde ständig behauptet, das würde gar nicht an Deutschland liegen, und das würde sich schon irgendwie finden, es gebe eigentlich Lösungen. Plötzlich schaltet Berlin auf Grün. Danach geht ein Ruck durch Brüssel. Wir nehmen hinsichtlich dieser Thematik wirklich einmal Geschwindigkeit auf. Das heißt, auch diese Behauptung war schlicht und ergreifend nur eine Scheinbehauptung. Der Druck der Länder hat also gewirkt. Da möchte ich noch einmal meinen Dank an unseren Herrn Staatsminister Jung richten, der in den notwendigen Gremien für Druck gesorgt hat. Der letzte Punkt betrifft das Biosphärenreservat. Das will ich nur kurz ansprechen. Herr Kollege Sebastian Müller hat dazu alles gesagt. Die UNESCO verlangt da eine rechtsverbindliche Festlegung der Flächenkulisse der Biosphärenreservate. In Bayern wird das seit 2014 gemacht, also seit zehn Jahren. Da geht das mit einer Allgemeinverfügung. Das werden wir ab jetzt auch so machen. Wir heilen damit ein Problem, das es schon lange gibt. Wir räumen damit ein Stück weit auf. Zum Schluss möchte ich drei Punkte nennen: Erstens. Wir sind Wolfserwartungsland. Die Anzahl der Wölfe und der Rudel wird aller Erwartung nach steigen. Aber ab heute sind wir vor der Welle. Ab heute sind auf der Zielgeraden für ein aktives Wolfsmanagement. Zweitens. Versprochen – gehalten. Schwarz-Rot liefert. Drittens. Die Trendwende hinsichtlich des Wolfs ist Damit ist auch die Realpolitik wieder da. – Vielen Dank. (Beifall CDU und SPD)
