Astrid Wallmann
Das Wort hat Frau Staatsministerin Stolz. Bitte schön. Diana Stolz, Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege: Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, sehr geehrte Frau Anders! Endometriose ist eine Erkrankung, die zweifelsohne öffentliche Aufmerksamkeit gebietet. Etwa zehn Millionen Frauen im gebärfähigen Alter sind von dieser Krankheit betroffen, die oft mit starken Schmerzen und Unfruchtbarkeit einhergeht, aber häufig fehldiagnostiziert wird. Oftmals wird die Krankheit erst nach Jahren diagnostiziert. Das Thema Menstruation und damit auch Endometriose ist tabubehaftet, was zu Stigmatisierung und sozialer Ausgrenzung der betroffenen Frauen führen kann. Der Landesregierung ist die Unterstützung und Entstigmatisierung ein besonderes Anliegen. Im Bereich der Forschung und Versorgung existieren in Hessen bereits qualifizierte te. Es gibt zwei zertifizierte Endometriosezentren an Unikliniken Frankfurt und Gießen, die sowohl klinische Versorgung als auch Forschung anbieten. Besonders vorzuheben ist die interdisziplinäre Arbeit in Gießen, spezialisierte chirurgische Eingriffe durchgeführt Weiterhin ist Endometriose im Medizinstudium an Universitäten in Gießen, Frankfurt und Marburg ein Bestandteil des Lehrplans sowie im Blockpraktikum näkologie und Geburtshilfe. Zudem existieren Fördermöglichkeiten, um die Forschung im Bereich der Endometriose zu unterstützen, unter anderem durch das LOEWE-Programm, das hervorragende Forschungsvorhaben fördert. Die Schulen in Hessen sind bereits mit InformationsFortbildungsmaterial zum Thema Endometriose ausgestattet worden. Dieses Material unterstützt Lehrkräfte das Thema im Unterricht zu behandeln, und bietet ein Magazin für Eltern, um das Gespräch über Endometriose mit betroffenen Töchtern zu erleichtern. Endometriose kann im Rahmen der Lehrplanthemen „Menstruation“ oder „Besuch bei Gynäkologen“ thematisiert werden. Schulen können zudem bei Bedarf mit externen Institutionen wie pro familia oder ansässigen Gynäkologinnen Gynäkologen zusammenarbeiten. Für die Aufklärung der Öffentlichkeit gibt es bereits desweite Onlineangebote, Informationsmaterial und klärungskampagnen. Hier sind beispielhaft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die vielfältigen Angebote der Endometriose-Vereinigung Deutschland zu nennen. Die Aufklärung zu spezifischen Krankheitsbildern weit zu organisieren ist zielführend und effizient. Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die Forschung, Versorgung und Aufklärung zu Endometriose auf ebene auszubauen und eine nationale Strategie hierzu erarbeiten, wurde im letzten Jahr von den Regierungsfraktionen abgelehnt. In Hessen stehen wir mit relevanten Akteuren in Austausch, um passgenaue zusätzliche Angebote zu beiten.
