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Astrid Wallmann

08.10.2024 Sitzungen 21/21

In Vertretung des Staatsministers darf ich Herrn Staatssekretär Degen das Wort erteilen. Bitte schön. Christoph Degen, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur: Sehr geehrte Frau Abgeordnete Herz, im Jahr 1908 war das Gebäude am Königstor für die Polizei errichtet worden und wurde bis in die 1990er-Jahre auch von der Polizei genutzt. Die Gestapo war zwischen 1933 und 1938 in diesem Gebäude untergebracht und zog dann in das Gebäude Wilhelmshöher Allee 32, das später zerstört wurde. Die Landesregierung steht Vorschlägen, die Verbrechen des nationalsozialistischen Terrorregimes sicht- und erfahrbar zu machen, grundsätzlich offen gegenüber. Historischpolitische Bildung zum Nationalsozialismus, die die gesamte Bevölkerung adressiert, braucht authentische Orte, die sichtbar machen, wie neben einer breiten Unterstützung durch die Bevölkerung staatliche Institutionen Terror und Verfolgung organisierten und praktizierten. Staatsminister Gremmels hat sich im April zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiative „Gedenkort Polizeipräsidium Königstor“ einen Eindruck vom Gebäude verschaffen können. Mit der Initiative „Gedenkort Polizeipräsidium Königstor“ ist er dabei so verblieben, dass die Landesregierung noch erforderliche wissenschaftliche Recherchen zu diesem Erinnerungsort finanziell unterstützt.

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