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Stefanie Klee

CDU 12.09.2024 Sitzungen 21/20

Für haSehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! „Ein Volk, das seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine In Zukunft.“ Dieser Satz zeigt den deutlichen Unterschied nicht zwischen einer christlich-sozialen Koalition und der AfD. Es ist ein Antrag von einer Partei, die dafür bekannt ist, noch. dass sie die deutsche Vergangenheit verehrt und nichts daraus gelernt hat. gesagt. (Beifall CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) WetzDazu Sie schreiben im ersten Satz: „Der Landtag erkennt die besondere Bedeutung von Denkmalschutz und Denkmalpflege … uneingeschränkt an.“ Ja, das tun wir auch, aber auf einer ganz anderen Grundlage. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen. Wir haben in Bad Hersfeld die zwei Konrads. Diese stehen vor der Stiftsruine. Der eine Konrad ist Konrad Duden, der 29 Jahre lang Schuldirektor in Bad Hersfeld gewesen ist. Er hat dort im Jahr 1888 den Vorgänger des Duden geschrieben. Daneben Konrad Zuse, der Erfinder des ersten elektrischen voll programmierbaren Digitalcomputers, verstorben im Jahr 1995. Seine Firma wurde in Bad Hersfeld gegründet. Zwei Männer, die Deutschland geprägt haben und die immer noch Einfluss auf die heutige Zeit haben, zwei Statuen, die nicht dafür da sind, vor ihnen auf die Knie zu fallen oder sie zu verehren, sondern um voller Stolz sagen zu können: Das sind welche von uns. Die haben bei uns gelebt. Das finden wir klasse. Das sind Vorbilder für uns. Sie haben Deutschland ein Stück besser gemacht. Dahinter die Stiftsruine Hersfeld, größte romanische Kirchenruine nördlich der Alpen. Theoretisch einfach nur ein Gemäuer, das mitten in der Stadt steht, das aber mit Leben gefüllt wird durch den Verein Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine. Wir können viele Gemäuer fördern, doch mit Leben gefüllt werden sie nur durch die Menschen, die sich darum kümmern. Deswegen ist es uns auch so wichtig und steht auch im Koalitionsvertrag, dass wir die privaten Initiativen und ehrenamtlichen Vereine unterstützen und weiter ausbauen werden. Im Koalitionsvertrag steht aber auch, dass wir das Denkmalschutzgesetz novellieren werden. Es muss kommunalund bürgerfreundlicher werden. Ja, die Behörden müssen noch besser zusammenarbeiten und sich noch mehr verzahnen. Ein weiteres Denkmal in meinem Wahlkreis ist Point Alpha. Vor 35 Jahren fiel die Mauer. 60.000 Besucher waren im Jahr 2023 dort, 500 gebuchte Führungen für Schulklassen. Ein Ort, an dem unsere junge Geschichte nahbar gemacht wird, ein Ort, an dem man mit Zeitzeugen in direkten Kontakt kommen kann, die ganz klar sagen: Wir durften uns früher weder einfach einen Beruf aussuchen, noch durften wir unsere Meinung frei äußern. Point Alpha ist ein Ort, an dem man nicht die Vergangenheit verehrt, sondern aus dem man lernt. Leider haben nicht alle daraus gelernt. Ich erinnere mich an den Wahlkampf in diesem Sommer von Uwe Krell, der mit einem blauen Trabbi durch den Wahlkreis gefahren ist, ganz nach dem Motto: „Ein Volk, das seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft.“ Ich sage es noch einmal ganz deutlich: Das ist der verkehrte Ansatz, um mit unserer Vergangenheit umzugehen. In dem Wort Denkmal steht es doch drin: denk mal. Wir müssen uns mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen. Wir müssen darüber nachdenken, und wir müssen daraus lernen. Wir dürfen Menschen, die in Deutschland gelebt und gewirkt haben, unseren Dichtern und Denkern, unseren Erfindern zu Ehren ein Denkmal setzen, aber nicht, um vor ihnen auf die Knie zu fallen, sondern als Ansporn, um aufgrund ihrer Taten selbst besser zu werden. (Beifall CDU und SPD) Ich bin stolz darauf, in einem Land zu leben, das den Mut hat, selbst die dunkelsten Zeiten unseres Volkes, all die verabscheuungswürdigen Taten nicht zu vertuschen und nicht zu verschweigen, sondern durch Gedenkstätten und Mahnstätten immer wieder zu thematisieren. (Beifall CDU, SPD und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Wir haben den Anspruch, dass Wahrzeichen Zeichen der Wahrheit sind und keine Fake News, dass Denkmäler zum „Denk mal!“ auffordern, dass unsere Vergangenheit nicht einfach nur geehrt wird, sondern dass wir daraus lernen. – Danke. (Beifall CDU und SPD)

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