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Frank Lortz

12.09.2024 Sitzungen 21/20

Vielen Dank, Kollege Pürsün. – Das Wort hat der Abgerichtigen ordnete Jörg Michael Müller, CDU-Fraktion. J. Michael Müller (Lahn-Dill) (CDU): Herr Präsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Es ist immer unfassbar schön, wenn man hinter dem Zug steht, anzuschauen, was vor ihm war. Das ist so eine typische verbrei- Handlungsweise, die Sie an den Tag legen. Der Kollege Pürsün hat Sie ja zitiert. Ich könnte jetzt noch Alice Weidel dazunehmen, die die Bundesregierung damals – freundlich formuliert – angemacht hat, sie solle endlich massiv handeln, um die Gefährdung für die Bevölkerung abzuweisen. Sachsen Aber das alles bringt uns nichts. (Beifall CDU und SPD – Zurufe AfD) oder geIhre Anmaßung – das meine ich todernst –, man möge sich für politisches Verhalten entschuldigen, ist für mich kaum noch erträglich; das sage ich ehrlich. Wir müssen uns bitte noch einmal die Bilder vor Augen führen: Erinnern Sie sich an Italien? (Zuruf: Ja!) dies Erinnern Sie sich an die Menschen, die in Krankenhäusern lagen, keine Luft bekamen und starben? Erinnern Sie sich an Indien, wo die Sauerstoffflaschen über die Straßen gePart- rollt wurden, um Menschen mit Sauerstoff zu versorgen, die Atemnot hatten? (Vereinzelter Beifall CDU) Erinnern Sie sich an New York, wo Kühllaster zu Dutzenden aufgefahren worden und Menschen sozusagen in Leichensäcken zwischengelagert worden sind, bis man sie beerdigen konnte? Weltweit war nahezu jedes Land dieser Erde dieser Pandemie ausgesetzt und hat nahezu identische Maßnahmen ergriffen, mit Abstufungen, aber nahezu identische Maßnahmen – von extrem massiv bis – – (Robert Lambrou (AfD): Schweden! Taiwan!) – Dazu komme ich noch. – Denken Sie an Neuseeland, an Australien, weit weg. Jetzt kommen wir zu Taiwan: Völlige Abschottung des Landes und massivste Maßnahmen bei jedem, der erkrankt war. Die wurden gar nicht gefragt, ob sie irgendwohin wollten, die wurden sofort massiv isoliert. Aber denken Sie einmal an unsere Alten- und Pflegeheime: Ein Viertel der Menschen ist in dieser Pandemie verstorben. Und was waren die Kommentare, erinnern Sie sich noch? Die wären ja sowieso bald gestorben. – Das waren so Zitate, die mir bei dieser Anmaßung einfallen, die uns hier heute zugemutet wird. Denken Sie daran: Die ECMO-Maschine. Kein Mensch wusste vorher, was das ist, um es freundlich zu formulieren. Ich habe mit Schwestern und Ärzten gesprochen, die heulend vor mir standen und gesagt haben: Wenn wir einen an die ECMO legen und mit ihm darüber reden, wissen wir, dass 80 % derjenigen nicht mehr zurückkommen. – Die Wehrlosigkeit vor diesem Virus, und Sie sagen, das habe man alles wissen können? Das hätte man alles ändern können? Nein, das hat man nicht. Politik muss für die Bürgerinnen und Bürger vorsorglich und fürsorglich handeln. Dabei werden Fehler gemacht – darüber müssen wir uns nicht unterhalten –, weil wir nicht wissen, was hinter dem Zug ist. Wir alle reagieren miteinander so, dass wir meinen, den richtigen Weg zu gehen. Jens Spahn hat damals gesagt: Wir werden uns irgendwann viel verzeihen müssen. – Die Lage war völlig unsicher. Wir wussten nicht: Bringt dieses Virus weitere Probleme mit sich? Ich finde, Sie können über das Impfen schimpfen, wie Sie wollen; das Impfen war keine falsche Reaktion. Im Gegenteil, es hat Hunderttausende Menschen gerettet. (Beifall CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt Freie Demokraten) Kolleginnen und Kollegen, ich sage, wie es mir am Herzen liegt: Das Geschwafel von einem experimentellen Impfstoff – –

Alle Reden von Frank Lortz Protokoll ↗