hessischer-landtag.de ↗

Johannes Marxen

AfD 11.09.2024 Sitzungen 21/19

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr verehrte Mitstreiter! (Zuruf AfD: Mitstreiter? Na ja!) Wir haben ein – – (Zuruf SPD: Wir sind keine Mitstreiter!) – Wenn Sie keine Mitstreiter sein wollen, können Sie rausgehen. (Lara Klaes (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), an die Sitzungsleitung gewandt: Das geht nicht!) Wir haben ein heißes Thema; das ist den meisten vielleicht nicht bewusst. Der Wolf ist das Gespräch, und wir von der AfD-Fraktion können sagen: Wir stimmen diesem Antrag vollumfänglich zu. (Beifall AfD) Ich komme ein bisschen zur Erklärung und dazu, wie es weitergehen soll. Dieser Schritt ist ein erster ganz kleiner Schritt, der die Weidetierhalter – dazu gehöre ich auch; ich glaube, ich bin wohl der einzige Weidetierhalter hier im Raum – schützen soll. Unser Minister hat es auch bei mehreren Veranstaltungen schön veranschaulicht. Ich weiß nicht, ob ich es so genau und so schön hinbekomme, aber er hat gesagt: Wir werden jetzt innerhalb weniger Jahre einen ganz starken Anstieg des Wolfsbestandes in Hessen haben. Dann wird ein Sättigungsgrad erreicht werden. – Wenn dieser Sättigungsgrad erreicht ist, dann wird kein Weidetierhalter mehr mit seinen Tieren geschützt sein, weil der Wolf – letzte Woche ist das auch passiert – einen 2 Meter hohen Zaun ganz einfach überwindet und seinen Schaden anrichtet. Das kann es einfach nicht sein. (Beifall AfD) Wir sollten aus der Vergangenheit lernen. Unsere Vorfahren waren auch nicht ganz von Hintertupfingen. Die haben den Wolf bekämpft. Man kann auch sagen, sie haben ihn ausgerottet. So muss es jetzt auch wieder kommen. Der Wolf gehört eingezäunt. Die Weidetiere haben freien Zugang. So muss das in der Zukunft kommen. Darauf arbeiten wir hin. (Beifall AfD) Noch ein Punkt zu der Entschädigung, die immer herausgestellt wird. Das kann ich alles nicht nachvollziehen. Wenn ein Wolf oder mehrere Wölfe bei einer Herde einbrechen – das haben wir auch erst vor Kurzem gehabt –, dann werden die Rinder oder Pferde – das sind Fluchttiere, ganz einfach – in den seltensten Fällen gerissen. Schafe werden gerissen, aber Pferde oder Rinder nicht. Die brechen durch den Zaun und rennen dann eventuell – ich würde es einmal so beschreiben, etwas krass – in ein Auto einer Familie mit fünf Kindern herein, und es gibt Tote. Wollen Sie das unterschreiben, dass das so geht? Ist der Wolf da wertvoller? (Holger Bellino (CDU): Was ist denn das für ein Beispiel? Mann!) Das kann nicht sein. Das kann ganz einfach nicht sein. Ich möchte es noch einmal unterstreichen: Der Wolf gehört eingezäunt. Die Weidetierhalter müssen unterstützt werden. – Schönen Dank. (Beifall AfD)

Alle Reden von Johannes Marxen Protokoll ↗