Angela Dorn
Als nächster Redner hat sich Herr Abgeordneter Müller, Fraktion der CDU, zu Wort gemeldet. J. Michael Müller (Lahn-Dill) (CDU): Frau Präsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich will das nicht unnötig in die Länge ziehen, ich will nur zwei Dinge loswerden. Es geht uns dabei darum, jungen Menschen, die ein Studium nahezu bis zum Ende durchgeführt und nicht aufgegeben haben, die Möglichkeit zu geben, eine berufliche Situation zu erreichen, die ihnen das Leben in der Zukunft erleichtert. Es geht also schlicht und einfach auch um Menschlichkeit. (Beifall CDU und SPD) Herr Kollege Grobe, Sie legen immer Wert darauf, Akademiker zu sein. Dann wollen wir das doch definieren: Ein Abbrecher ist jemand, der von seinem Studium Abstand nimmt, sich also vom Studium schlicht und einfach abwendet, und das wars. Hier geht es nicht um solche Menschen, sondern um Menschen, die durch Seminarscheine, durch entsprechende Praktika etc. pp. nachgewiesen haben, dass sie zugelassen werden können, und die dann, aus welchen Gründen auch immer, im Examen scheitern oder zum Teil auch gar nicht erst zum Examen antreten; wir haben nämlich auch ganz viele Fälle von Prüfungsangst und anderen Dingen. (Dr. Frank Grobe (AfD): Das ist doch in jedem Studiengang so!) Was disqualifiziert diese Menschen Ihrer Meinung nach? Es sind keine Abbrecher. Daher gibt es viele Studiengänge und im Übrigen auch zahlreiche Ausbildungen in praktischen Berufen, die es ermöglichen, eine „andere“ Qualifikation zu erreichen. men Sie nur die Pflege: Statt der Qualifizierung gibt die Möglichkeit, sich zum Pflegehelfer ausbilden zu Das hat man deshalb geschaffen, um Auffangmöglichkeiten für junge Menschen zu haben, die sich im Berufsleben diesem Staat zur Verfügung stellen wollen. Das ist dig; das ist gut so. Wir kümmern uns, und das werden weiterhin tun. Von Ihrer Unmenschlichkeit lassen wir nicht beeindrucken. – Vielen Dank. (Beifall CDU und SPD – Dr. Frank Grobe „Unmenschlichkeit“!)
