Angela Dorn
Zu einer Kurzintervention hat sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten gemeldet. Herr Abgeordneter Dr. Naas, bitte. Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber Kollege Dr. Grobe, ich bin Jurist. Ich habe zwei Staatsexamen. Vielleicht darf ich deswegen auch zu diesem Thema sprechen. Ich wollte eigentlich nicht zu unserem Gesetzentwurf sprechen, weil Kollegin Schardt-Sauer schon alles gesagt hat. Aber zu diesen Ungerechtigkeiten, die Sie da verbreiten, muss man einfach etwas sagen. Deswegen bin ich noch einmal nach vorne gegangen. Wenn Sie studieren, dann studieren Sie jahrelang auf ein erstes Staatsexamen hin. Sie machen in gewisser Weise Prüfungen. Sie machen große und kleine Scheine, wie auch immer die Studienordnung heute aussieht. Sie legen diese Leistungen dar. Diese sind objektiv nachvollziehbar. Das sind auch echte Leistungen. Wenn Sie dann im Staatsexamen einmal oder zweimal durchfallen, dann stellt sich die Frage, ob Sie vor dem Nichts stehen oder Ihnen diese Leistungen anerkannt werden. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. (Beifall Freie Demokraten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Robert Lambrou (AfD): Da stellt sich die Frage der Leistungsgesellschaft!) „Alles oder nichts“ ist keine Alternative; denn es Menschen abschrecken, dieses Studium aufzunehmen. wollen Sie von der AfD, weil Sie es elitär halten Wir wollen es nicht. Wir wollen es gerecht halten. (Robert Lambrou (AfD): Nein, es geht um Leistung, nicht um Eliten!) Deswegen müssen die Zwischennoten anerkannt wie es auch in anderen Studiengängen, zum Beispiel den Bachelorstudiengängen, der Fall ist. Deshalb ist ein guter Gesetzentwurf der Freien Demokraten, und würde mich freuen, wenn wir auch mit der Regierung gemeinsame Lösung finden würden. Hinsichtlich des sind wir uns nämlich einig. (Beifall Freie Demokraten, vereinzelt CDU SPD)
