Heike Hofmann
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Die bisherige Debatte zeigt, dass die Ziele der im Jahr 2020 erhöhten Mindeststandards richtig sind und dass wir weiter daran festhalten und weiter entschlossen daran arbeiten. Die Richtung ist klar: Wir wollen die Qualität unserer Kindestageseinrichtungen weiter erhöhen, und wir arbeiten stringent durch verschiedene Bausteine und Maßnahmen daran. Aber, das hat auch diese neue Landesregierung versprochen, wir machen eine pragmatische, realitätsnahe Politik in Hessen. Dazu gehört, dass fast zwei Drittel der Einrichtungen die entsprechenden Mindeststandards schon erreicht haben; aber dieses Ziel ist eben noch nicht flächendeckend erreicht. Da haben wir dieses richtige Ziel noch nicht erreicht, an dem wir weiter stringent arbeiten. Deshalb bin ich den regierungstragenden Fraktionen sehr dankbar, dass sie jetzt aufgrund von Rückmeldungen der Träger und Kommunen sagen: Ja, diese Übergangsfrist verlängern wir noch einmal um weitere zwei Jahre – und zwar aus pragmatischen und vernünftigen Erwägungen. Aber nicht etwa, weil wir die Qualität minimieren wollen; im Gegenteil, die Kleinsten sind die wichtigsten Personen in unserer Gesellschaft, sie sind die Zukunft unseres Landes. Ein anderer Autor hat einmal gesagt: „Kinder sind die Hoffnung unseres Lebens.“ Ich bedanke mich auch bei Ihnen, Herr Martin, und beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, dass Sie die Courage, aber auch das Rückgrat haben, hier mit in die Verantwortungsübernahme zu gehen und zu sagen: Ja, wir stimmen diesem Gesetzentwurf zu. – Das ist Größe. (Beifall CDU, SPD und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Herr Rock, Sie haben gesagt, man bräuchte fast keine pädagogischen Kenntnisse, um mit den wichtigsten Persönlichkeiten, den Kleinsten, in unserem Land zu arbeiten. Das ist grundfalsch. Richtig ist, dass in der jüngeren Vergangenheit der Fachkräftekatalog behutsam, und zwar auf wissenschaftlich evaluierter Basis, geöffnet worden ist. Frühkindliche Bildung ist ein Schwerpunkt dieser Landesregierung – aus gutem Grund. Deshalb werden wir auch nach einer Evaluierung des HKJGB einen weiteren Vorschlag machen, wie wir – unter großer Fachlichkeit, aber natürlich auch den Realitäten angepasst – die multiprofessionellen Teams weiter stärken können, aber selbstverständlich im Lichte der bestmöglichen frühkindlichen Bildung für unsere Kleinsten. Meine Damen und Herren, das ist der richtige Weg. (Beifall CDU und SPD) Weil die frühkindliche Bildung ein Schwerpunkt dieser Landesregierung ist, gibt es auch weiterhin das Landesprogramm „Starke Teams, starke Kitas“, die Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher, die Aufstockung der PivA-Plätze, ein Maßnahmenbündel, an dem wir weiter dran sind, und eine Werbekampagne, um mehr Erzieherinnen und Erzieher und mehr Fachkräfte für diesen wertvollen Beruf zu gewinnen. So werden wir auch weiter nahmen knüpfen und entwickeln, wie wir des FachArbeitskräftemangels genau in diesem wichtigen feld weiter Herr werden. Deshalb lassen wir nicht nach, sondern wir werden im Gegenteil weiter anstrengen, um die bestmögliche kindliche Bildung zu gewährleisten. Die Kinder sind Zukunft unseres Landes. Wir brauchen dafür alle schaftlich relevanten Akteure. Das ist ein Maßnahmenbündel, eine Anstrengung von Kommunen und freien Auch wir haben uns dafür eingesetzt – aus gutem und jetzt auch mit Erfolg; Frau Koebe hat es angesprochen –, dass der Bund bei der Finanzierung nicht nachlässt. Da haben wir natürlich über die Länder und auch über Landesregierung darauf eingewirkt, dass der Bund bei sem wichtigen Themenkomplex bei der Finanzierung nachlässt. Deshalb: Richtig, dass der Bund hier weiter im Boot bleibt. (Beifall CDU und SPD) Insofern bedanke ich mich nochmals bei den regierungstragenden Fraktionen und all denjenigen hier im Hause, mittragen, dass wir eine pragmatische Übergangsregelung schaffen, aber weiter dranbleiben für die beste und die beste frühkindliche Bildung für die Kleinsten unserem Lande. (Beifall CDU und SPD)
