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Timon Gremmels

10.07.2024 Sitzungen 21/16

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Abgeordnete! Der Hessischen Landesregierung und insbesondere mir als Wissenschaftsminister sind gute Arbeitsbedingungen in der Hochschule, in der Lehre und im Studium immens wichtig. Das haben wir zu einem der Schwerpunktthemen dieser Wahlperiode gemacht. Ich freue mich, dass bei dieser Frage mittlerweile alle Fraktionen im Hessischen Landtag unsere Auffassung teilen, (Yanki Pürsün (Freie Demokraten): Andersherum!) dass wir hier handeln müssen, dass wir eine bessere Bezahlung auf den Weg bringen müssen. (Beifall CDU und SPD) Das Praktische Jahr ist der letzte und vielleicht wichtigste Abschnitt in einem Medizinstudium. Es dient der Vertiefung und vor allem der praktischen Anwendung der Kenntnisse, die sich die Studierenden angeeignet haben. Das Praktische Jahr ist deshalb von besonderer Bedeutung für einen gelungenen Start in das Berufsleben eines Arztes oder einer Ärztin. Insofern sind wir in Gesprächen mit den Universitäten und den Fachbereichen der Medizin. Klar ist aber auch, Grundlage ist die ärztliche Approbationsordnung des Bundes. Deswegen sind wir da auch in Verhandlungen und in Gesprächen mit Berlin. Sie wissen, dass sich die Approbationsordnung dort im Gesetzgebungsverfahren befindet. Wir werden die heute zugrunde liegenden Anträge nutzen, um den Dialog mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach anzugehen und mit der Unterstützung des Hessischen Landtags im Rücken die einen oder anderen überzeugenden Argumente nachzuliefern. Insofern ist das hilfreich für die Unterstützung der Landesregierung. Dafür herzlichen Dank. (Beifall CDU und SPD) Für eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung spricht, dass junge Ärztinnen und Ärzte im Praktischen Jahr bereits hoch qualifizierte Beschäftigte sind, die einen wichtigen Beitrag in den Kliniken und in den Praxen leisten. Das soll auch anerkannt werden. Ich glaube, wir müssen auch vor dem Hintergrund des Fachärztemangels und des Ärztemangels im ländlichen Raum zusehen, dass der Arztberuf attraktiv bleibt. Das hat auch mit den Ausbildungsbedingungen zu tun. Deswegen müssen wir auch im eigenen Interesse möglichst viele Ärztinnen und Ärzte gewinnen. Insofern müssen wir dafür sorgen, dass attraktive Ausbildungsbedingungen geschaffen werden. Dazu gehört auch eine ordentliche Bezahlung. (Beifall CDU und SPD) Insofern bin ich sehr zuversichtlich, dass wir mit den Anträgen, die hier gerade zur Diskussion stehen, im Rücken in die Gespräche mit der Bundesregierung zur neuen Approbationsordnung gehen werden und dabei sicherlich noch viel Gutes erreichen werden. Herr Pürsün, natürlich beantwortet mein Haus Schreiben, die wir bekommen. Das haben wir Mitte Juni getan. Wenn Sie ein wirkliches Interesse daran gehabt hätten, dann hätten Sie die Zeit genutzt, dann hätten Sie mich gestern oder heute gefragt. Ich hätte Ihnen sofort eine Antwort geben können. Ihnen war es aber wichtiger, einen Vorwurf in den Raum zu stellen, als uns direkt zu fragen. (Oliver Stirböck (Freie Demokraten): Das ist eine Unterstellung!) Wir haben Mitte Juni der Bundesvertretung der Medizinstudierenden geantwortet. So gehört sich das auch. Wer uns anschreibt, bekommt eine Antwort. Insofern alles gut, und beim nächsten Mal fragen Sie direkt. – Vielen Dank Glück auf. (Beifall CDU und SPD)

Protokoll ↗