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Heike Hofmann

10.07.2024 Sitzungen 21/16

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Antoine de Saint-Exupéry hat einmal gesagt: „Alle großen Leute waren einmal Kinder, aber nur wenige erinnern sich daran.“ Wie sieht es mit Ihren Erinnerungen an die Kindheit aus? Ich hoffe, Sie haben positive, wertvolle und prägende Erinnerungen und Erfahrungen aus Ihrer Kindheit. Denn eine gute Kindheit ist so bedeutend und zentral für das spätere Erwachsensein und das spätere Leben; sie ist das Fundament für gelungene Biografien. Deshalb ist das Wichtigste, was wir auch als Land Hessen tun können, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche in unserem Land behütet und bestmöglich aufwachsen, meine Damen und Herren. (Beifall CDU und SPD) Natürlich ist das nicht nur die Aufgabe des Staates und seines Handelns, sondern auch der Eltern, die wir bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder unterstützen. Wir als Staat konzentrieren uns bei der Erfüllung dieser zentralen Aufgabe auf zwei Säulen: die Kindertageseinrichtungen sowie die Kinder- und Jungendhilfe. Angesprochen wurde, dass auch die Kinder- und Jugendhilfe vor enormen Herausforderungen steht und es insbesondere auch dort einen hohen Fach- und Arbeitskräftebedarf gibt. Die Landesregierung stellt sich dieser Herausforderung bereits seit vielen Jahren. Ich sage Ihnen deutlich, dass wir an diesem Thema, insgesamt bei den sozialen Berufen, aber auch gerade in diesem Feld, dranbleiben müssen – und zwar beharrlich und kontinuierlich mit verschiedenen Bausteinen. Das tun wir auch mit der Maßnahme, die wir Ihnen heute präsentieren. (Beifall CDU und SPD) Die Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher ist schon angesprochen worden und ist eines der erfolgreichsten Landesprogramme. Mit rund 200 Millionen Euro fördern wir Erzieherinnen und Erzieher und dementsprechend auch deren Ausbildung. Das wird fortgeführt, das ist unser Wille, und da bleiben wir auch dran. Aber es ist nicht nur der Bereich der Kindertagesstätten. Ich finde es ausdrücklich richtig, dass die regierungstragenden Fraktionen gesagt haben – dafür bedanke ich mich –: Wir nehmen jetzt auch ganz konzentriert die Kinder- und Jugendhilfe mit ihren Bedarfen in den Blick. – Das ist eine Forderung, die schon lange zu Recht von den Trägern erhoben worden ist. Ich sage Ihnen, dass wir sehr viel positiven Zuspruch von den Trägern bekommen haben. Die haben gesagt: Endlich haben Sie jetzt auch die PivA-Plätze für die Kinder- und Jugendhilfe geöffnet, vielen Dank dafür. (Beifall CDU und SPD – Zuruf Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Ich werfe an dieser Stelle auch noch einen ganz klaren Blick auf die Kinder- und Jugendhilfe in der aktuellen Zeit. Sie steht vor großen Herausforderungen – Frau Gersberg hat es schon angesprochen. Die Bedarfe sind in den Jahren massiv angestiegen, ebenso wie übrigens auch Beschäftigtenzahlen. Sie sind in den letzten beiden den um 80 % gestiegen, und mehr als 1,1 Millionen schen sind heute bundesweit in diesem Bereich beschäftigt. Das entspricht ungefähr der Größe der Automobilbranche. (Zuruf Lara Klaes (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Ich danke an dieser Stelle allen Beschäftigten, die sich Arbeit mit Kindern und Jugendlichen widmen und die dafür geben, gerade auch für Jugendliche in stationären Einrichtungen, die es besonders schwer haben. Jüngst te ich ein Gespräch mit Jugendlichen, die es nicht haben. Vielen Dank an alle Bediensteten, die diese Aufgabe Tag für Tag für die Kinder und Jugendlichen unserem Land bewältigen. (Beifall CDU und SPD) Meine Damen und Herren, entsprechend haben sich auch seit dem Jahr 2001 die staatlichen Ausgaben in sem Bereich verdreifacht. Die Kinder- und Jugendhilfe in einer dynamischen Entwicklung Spiegelbild der schaft. Wir haben im Bereich der Inobhutnahmen, auch der Erziehungshilfe Fälle, in denen wir mehr und Jugendliche teilstationär, aber auch stationär unterstützen müssen. Wir müssen ihnen Schutz und Obhut sie aber auch während ihres Aufwachsens begleiten – das machen wir auch; das liegt in unserer Verantwortung. In den kommenden zehn Jahren werden Menschen mehrt altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden, auch in diesem Bereich, und in den Ruhestand gehen. werden auf drei Personen, die aus Altergründen ausscheiden, lediglich zwei neue Arbeitskräfte folgen. Deshalb es wichtig und richtig, sich dieser Aufgabe mit Maßnahmenbündel zu stellen, was wir auch tun, indem die Kommunen und Träger bei der Gewinnung von und Arbeitskräften weiter unterstützen. Ich will einige Zahlen dazu erwähnen, wie wir in letzten Jahren bereits die PivA-Stellen gefördert Das waren zwischen 2020 und 2023 über 2.650 PivA-Studierende. Das ist wirklich ein Erfolgsmodell, das ist bundesweit wegweisend. (Beifall CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE NEN – Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS GRÜNEN): Ja!) Damit Sie das auch noch einmal erneut hören; denn derholungen führen ja manchmal dazu, dass man nisgewinne hat: (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ach nee!) Wir haben die Zahl der Plätze um 600 auf 1.000 und haben über 22 Millionen Euro jetzt im Nachtrag in Hand genommen, um das zu finanzieren. Nehmen Sie bitte einmal zur Kenntnis. (Beifall CDU und SPD) Das sind weitere Schritte. Wir haben sehr sorgsam ob wir den Schritt jetzt angesichts der Antragslage können, ob wir jetzt den weiteren überfälligen Schritt hen können, dieses Erfolgsprogramm für die KinderJugendhilfe zu öffnen. Wir haben fachlicherseits Angesichts der Erhöhung bei der Antragslage und der gemeinen Entwicklung können wir diesen Schritt tun. Es letzten ist ein guter Schritt für die Kinder- und Jugendhilfe und die die Kinder in unserem Land. Deka- (Beifall CDU und SPD) MenMeine Damen und Herren, deshalb ist es Unfug, wenn Sie sagen, wir würden kürzen. Wir machen genau das Gegenteil. (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): der Sie kürzen!) alles Wir investieren in die frühkindliche Bildung und in die hat- Kinder- und Jugendhilfe unseres Landes. leicht (Beifall CDU und SPD – Zuruf BÜNDNIS 90/DIE große GRÜNEN: Nein, Sie kürzen!) in

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