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Sabine Bächle-Scholz

CDU 10.07.2024 Sitzungen 21/16

Sehr geehrte Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Als ehemalige Sachbearbeiterin im Allgemeinen Dienst eines städtischen Jugendamts liegt mir dieses ma des heutigen Antrags besonders am Herzen. Ich habe die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die psychischer Belastung und pädagogischen Anforderungen einhergeht, in den stationären Einrichtungen sehr gelernt. Sie werden täglich mit Kindern aus prekären kindeswohlgefährdenden Settings konfrontiert und damit umgehen. Das ist nur ein Grund, warum wir Antrag auf den Weg bringen, damit mit mehr Personal Chancen für die Zukunft unserer Jugendlichen gesichert sind. Zunächst möchte ich die Worte meiner Kollegin von SPD unterstreichen, die bereits die grundlegende tung dieses Antrags für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in unseren Jugendhilfeeinrichtungen betont hat. hat einen Lebenslauf geschildert. (Vereinzelter Beifall SPD) Oftmals werden auch Geschwisterkinder untergebracht. den letzten Jahren gab es in Hessen immer über 3.000 obhutnahmen pro Jahr. Es ist eine große Herausforderung für die ASD-Mitarbeiter und für die Mitarbeiterinnen Jugendamts, eine passgenaue Einrichtung zu finden. Aspekt ist von hoher Relevanz; denn es geht um das und die Zukunft unserer Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen auf die Unterstützung unserer Gesellschaft angewiesen sind. Von den Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich mengearbeitet habe, habe ich auch hautnah erfahren, engagierte Fachkräfte tagtäglich ihr Bestes geben, um Jugendlichen eine sichere und förderliche Umgebung schaffen. er- (Beifall CDU und SPD) fasse Dazu gehört auch die nicht zu vernachlässigende Arbeit mit der Herkunftsfamilie. Diese Arbeit ist oft herausfordernd, erfordert ein hohes Maß an Fachkompetenz, Empathie, Stringenz und Engagement. In der Jugendhilfe schauen Sie nicht auf die Uhr, Überstunden sind an der Tagesordnung. Die Tätigkeit in der Jugendhilfe legen Sie nicht Setzeinfach, wenn Sie nach Hause gehen, an der Garderobe ab. nun Kurzum: Wir können froh sein, dass sich Menschen in den CDU Dienst der stationären Jugendhilfe stellen. Hierfür gebührt zu ihnen ein großer Dank. Plätze (Beifall CDU und SPD) Kitas Die Erweiterung der finanziellen Förderung auf die stationäre Kinder- und Jugendhilfe ist seitens der Träger gefordert und wird nun erstmals umgesetzt. Es ist ein beispielhaftes Zeichen dafür, wie die neue Hessen-Koalition dafür konsequent auf die Bedürfnisse der Gesellschaft reagiert und Anliegen in die Tat umsetzt. Es ist ein Schritt der Zeit, dass wir als politische Kraft in der Lage sind, unsere DeVerantwortung gegenüber den jungen Menschen in Hessen wahrzunehmen und ihre Chancen für die Zukunft zu verbessern. Mit dieser Finanzierungsoffensive in der stationären Jugendhilfe ist Hessen eines der ersten Bundesländer, welches dieses fördert. Wir gehen beispielhaft voran und übernehmen eine Vorreiterrolle. (Beifall CDU und SPD) Aber die Qualität der Betreuung steht und fällt mit dem Engagement und mit der Qualifikation der Fachkräfte. DaSozialen her müssen wir sicherstellen, dass nicht nur ausreichend Thegeeignete Fachkräfte ausgebildet, unterstützt und angeworben werden, sondern diese vollumfänglich auch den hohen Ansprüchen in der stationären Jugendhilfe gerecht werden. mit Unser Antrag auf Ausbildungsvergütung trägt zur Verbesschätzen serung der Personalsituation und auch zum Ausbildungsund willen in der stationären Jugendhilfe bei und verbessert so müssen auch die Rahmenbedingungen für diese wertvolle Arbeit. diesen Die Attraktivität einer Einrichtung als Ausbildungsort wird die somit gesteigert. Wir haben aber auch schon vieles auf den Weg gebracht. Es wurde jetzt oftmals schon zitiert, und, was gut ist, der kann man immer wieder unterstreichen: Bereits im Jahr Bedeu2020 wurde unter der CDU-geführten Landesregierung die Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher auf den Sie Weg gebracht, (Lara Klaes (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Aha!) die dem stetig steigenden Bedarf an Fachkräften unter anIn derem mit der Förderung der PivA-Stellen Rechnung trägt. In- Das jetzige Vorhaben ist eine Übertragung des erfolgreichen Programms auf die Jugendhilfe. des Zur Orientierung: Im Rahmen des Landesprogramms werDieser den bislang über 2.650 Plätze in vier AusbildungsjahrWohl gängen gefördert. Im Jahr 2024 werden Mittel für die Förderung von bis zu 1.000 weiteren PivA-Studierenden bereitgestellt. Damit hat die neue Landesregierung das Programm um 600 Plätze aufgestockt. Die Flexibilität, die zusam- schnelle Reaktion und die aktuellen Bedarfe unterstreichen wie die Priorität, die wir dieser Ausbildung einräumen. Die den Maßnahme zeigt, dass wir als Regierung bereit sind, drinzu gend benötigte Ressourcen dort bereitzustellen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Der vorliegende Antrag sieht aber nicht nur die finanzielle Unterstützung vor, sondern auch Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Stärkung der Fachkräfte. Hierbei denke ich besonders an Weiterbildungsmaßnahmen, Supervision, Anleitung und auch Schaffung einer angemessenen Personalausstattung. Der jetzige Antrag kommt auch Quereinsteigern zugute. Wer sich nach einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung umorientieren möchte, erhält eine Ausbildungsvergütung. Denn oftmals ist eine rein schulische Ausbildung dann nicht mehr möglich, weil die Familienplanung schon fortgeschritten ist. Sie sehen also: Wir handeln; und die Landesregierung handelt schnell. Denn sie plant die Umsetzung dieses Antrags noch vor den Sommerferien, sodass eine Vergütung bereits zu Beginn des kommenden Jahres ausgezahlt werden kann. Das ist Realpolitik, die Herausforderungen anpackt und spürbare Verbesserungen bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen lässt. Dass die Schwarzmalerei der Opposition nicht greift, sieht man allein schon daran, dass sie, um überhaupt Kritik üben zu können, auf die Ampel zurückgreifen muss. (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Schwarzmalerei?) Eine Ampel, die in Berlin ein reines Chaos darstellt. (Widerspruch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Sie müssen ihren Haushalt loben. Ich kann nur sagen, Sie haben gestern in der Haushaltsdebatte nicht zugehört, (Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Oh, oh, oh!) sonst hätten Sie gesehen, wie verantwortungsvoll wir hier in Hessen (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Sie kürzen um 25 Millionen Euro! Minus 25 Millionen!) mit den Finanzen – auch im Sozialbereich – umgehen. (Beifall CDU und SPD – Zuruf Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten) – Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Verantwortungsvolles Kürzen nennt sich das! – Heiterkeit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Verantwortungsvolles Finanzhandeln, damit wir eine Zukunft haben, das ist unsere Politik. Aber nicht unnötiges Ausgeben und Verschwenden von Ressourcen, (Unruhe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sodass wir nur noch eine schwarze Zukunft haben. (Anhaltende Unruhe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Glockenzeichen) Insofern bitte ich Sie, unserem Antrag zuzustimmen, damit wir ein starkes Signal für die Jugendhilfe in unserem Land setzen, damit mehr Menschen in der stationären Jugendhilfe arbeiten und sich diesen Herausforderungen stellen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Jugendlichen die Unterstützung erhalten, die sie verdienen, und dass die Arbeit der Fachkräfte angemessen gewürdigt und unterstützt wird. – Vielen Dank. (Beifall CDU und SPD)

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