Heike Hofmann
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Ich danke den die Regierung tragenden Fraktionen von CDU und SPD für die Einbringungen dieses Dringlichen Gesetzentwurfs und sage Ihnen, dass die Landesregierung diesen Entwurf nachdrücklich unterstützt. Dabei will ich noch einmal klarstellen, dass die qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung für uns von zentraler Bedeutung ist. Hier werden die Bildungsgrundlagen und die besten Startchancen für jedes einzelne Kind gelegt. Deshalb ist das eine so zentrale Frage und Herausforderung, der wir uns mit größtem Engagement stellen. Kinder müssen frühzeitig in die Lage versetzt werden, sich Kompetenzen in dieser sich rasch wandelnden, kulturell vielfältig geprägten Welt, ihrer Lebenswelt, anzueignen, damit sie mündige, gute und kluge Bürgerinnen und Bürger unseres Landes werden. Die Kindertagesbetreuung verbessert Bildungschancen, Teilhabe und Integration und unterstützt die Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag. Zugleich soll es die Kindertagesbetreuung Frauen und Männern durch ein ausreichendes und gutes Angebot ermöglichen, Familie und Beruf bestmöglich miteinander zu verbinden. Die Frage des Fachkräfteschlüssels, die Frage, wer mit den Kindern arbeitet, ist die zentrale Frage. Wir wissen, wie groß diese Aufgabe ist. Deshalb bedanke ich mich bei allen Fraktionen, die jetzt ihre Unterstützung für die Verlängerung der Übergangsregelung zugesagt haben. Aber, das sage ich jetzt einmal in Richtung der FDP, wir brauchen auch weitere gute Ideen. (Yanki Pürsün (Freie Demokraten): Die haben wir!) Uns allen geht uns nämlich um die bestmögliche Förderung unserer Kinder. Ich denke, in dieser Frage sind wir geeint. Ich fordere Sie auf, sich gemeinsam mit uns anzustrengen und daran mitzuwirken, dass wir weitere gute Möglichkeiten entwickeln können. Dazu lade ich Sie ausdrücklich ein. (Beifall SPD und vereinzelt CDU – Zurufe Freie Demokraten) Und ja, wir arbeiten weiter hart an unseren Zielen und machen dafür auch schon eine ganze Menge. Das Land fördert die Kommunen und die Träger mit Mitteln in Höhe von mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr, damit die Qualität in den Kitas gesichert und ausgebaut wird. Wir initiieren und fördern darüber hinaus Modellprojekte, wir implementieren den hessischen Bildungs- und Erziehungsplan, wir unterstützen Fach- und Lehrkräfte durch ein umfassendes kostenloses Fortbildungsangebot, und – es ist schon angesprochen worden – mit dem Landesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“, das wir seit einiger Zeit haben, unterstützen wir die entsprechenden Nachwuchskräfte sowie die Träger und die Kommunen. Im Rahmen des Landesprogramms PivA sind bis dato über 2.650 Plätze in vier Ausbildungslehrgängen geschaffen worden. Daran haben wir angeknüpft – Frau Ravensburg, vielen Dank, dass Sie das noch einmal hervorgehoben haben –, indem wir die Zahl dieser Plätze jetzt auf 1.000 erhöht haben. Das ist ein weiterer wichtiger Baustein bei der Fachkräftesicherung und -gewinnung. (Beifall CDU und SPD) Ich will an die moderate Öffnung des Fachkräftekatalogs in § 25b HKJGB erinnern, die auch dazu geführt hat, dass wir mehr Fachkräfte gewinnen, die Träger entsprechend unterstützen und mehr Auswahl an geeigneten Persönlichkeiten haben, denen wir – das hat jetzt etwas mit Wertschätzung zu tun – die Ausübung dieses wunderbaren Berufs, die Arbeit mit Kindern, ermöglichen. Wir arbeiten weiter daran, dass möglichst viele Personen diese wunderbare Aufgabe erfüllen. Ich bedanke mich bei allen Erzieherinnen und Erziehern und Fachkräften, die mit den Kindern in unseren Einrichtungen arbeiten. Vielen Dank für diese hervorragende Arbeit. (Beifall CDU und SPD) Frau Ravensburg hat es erwähnt: Mit dem Landesförderprogramm „Starke Teams, starke Kitas“ mit einem Fördervolumen von mehr als 100 Millionen Euro unterstützen wir die Kitas vor Ort bei der Bildung von multiprofessionellen Teams; auch Beratung, Begleitung und Unterstützung gehören dazu. Ich darf auch erwähnen: In den hessischen Kitas arbeiten im Durchschnitt erheblich mehr Fachkräfte, als es die personellen Mindeststandards verlangen. Wir werden auch weiter an diesen Standards arbeiten; denn es geht hier wirklich um unsere Kleinsten, um die Zukunft unserer Kinder. Daran werden wir weiter hart arbeiten. Ich bitte Sie, diesem Gesetzentwurf von CDU und SPD zuzustimmen. (Beifall CDU und SPD)
