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Dr. Daniela Sommer

20.06.2024 Sitzungen 21/14

Nun bitte ich den Abgeordneten Promny von den Demokraten ans Rednerpult. Bitte sehr. Moritz Promny (Freie Demokraten): Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und In der Werbekampagne des Jahres 2023 sollten laut ministerium Lehrkräfte in Hessen andere auf den Traumberuf vorbereiten: „Andere auf den Traumberuf vorbereiten – ein echter Traumberuf“. Ein „Zukunftsbus“ tourte Hessen. Der damalige Kultusminister äußerte, es gehe das langfristige Sicherstellen der personellen Versorgung unserer Schulen. Im Jahr 2024 sollen junge Lehrkräfte in Hessen als encer“ für ihren Beruf werben. Die Jugendlichen in Schulklassen werden nach der Vorstellung des Ministeriums zu „Followern“ oder zur „Audience“, das Unterrichten zum „Influencen“, und dieser Logik folgend werden tretungsstunden dann zum „Take-over“. (Heiterkeit Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE NEN)) Meine Damen und Herren, ich stelle mir schon die Frage, ob man durch – Frau Präsidentin, mit – ein derartiges „Anbiedern“ an die junge Generation sächlich den erwünschten und so dringend benötigten folg in diesem Bereich erzielt. Die Realität ist leider eine andere: Auch die letzte pagne konnte nicht verhindern, dass an Hessens Lehrkräfte für neue Jobs den Dienst quittierten. Teilweise gehen sie dafür aus der Verbeamtung heraus. Ein Traumberuf hat sich für nicht wenige somit zum Albtraum ckelt. Meine Damen und Herren, das ist die Realität im rerberuf, und man sollte sich davor hüten, die vermeintlich geringe Zahl der aus dem Schuldienst ausscheidenden Lehrkräfte schönzureden oder sie, wie es das Kultusministerium macht, als unproblematisch zu bezeichnen. Die gende Tendenz muss uns Sorgen bereiten. Eine der ursachen liegt wohl darin, dass es eine sehr hohe belastung gibt. Die GEW Hessen kommt in einer chung zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Lehrkräfte im Durchschnitt mehr als 48 Stunden pro Woche arbeitet. Redezeit Dabei entfallen rund 40 % der Arbeitszeit – und das finde ich bemerkenswert – auf zusätzliche Arbeiten neben dem Unterricht. Die Tendenz ist sogar steigend. Auch bei den Folgen aus der Überlastung benennt die GEW den Lehrkräftemangel sehr deutlich. Die Qualität des Bildungsangemit bots sinkt, und dieser Trend muss gestoppt werden. (Beifall Freie Demokraten) Schluss: Da reicht es bei Weitem nicht aus, jährlich neue Werbekampagnen aus dem Boden zu stampfen. Denn der Negativtrend macht letzten Endes auch vor den Privatschulen zur nicht halt. Eines ist doch klar: Die Privatschulen sind aufgerupfte wir grund ihres besonderen Profils als Treiber pädagogischer Innovationen mehr als ein wichtiger Bestandteil des Schulrecht systems. Sie sind eine Bereicherung. Deshalb sollte es unter anderem selbstverständlich sein, dass entsprechende Privatschulen vom Land auch auskömmlich finanziert werden. (Beifall Freie Demokraten) Freien Auch letztes Jahr haben wir uns gemeinsam mit den Privatschulen darüber gefreut, dass das Land Hessen Maßnahmen verhandelt hat und dann wohl auch umsetzen wollte, sodass es hier eine bessere finanzielle Ausstattung gibt. Das sollte den Privatschulen ermöglichen, Gehälter zu zahlen, die mit der Inflation und der Gehaltsentwicklung an Herren! öffentlichen Schulen mithalten können. Der Kultusminister Kultusrühmte sich damals noch damit, die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend geändert zu haben, um da eine Flexibilität zu schaffen. durch Wer sich dann öffentlich so äußert, der sollte eigentlich um auch sein Handeln danach ausrichten. Wenn man jetzt einen Blick in den Nachtragshaushalt wirft, erkennt man, da verstecken sich Einsparungen bei den Ersatzschulen. Erst „Influ- auf Nachfrage wird offenbar, was zuvor schon als Gerücht den kursierte: 20 Millionen Euro soll diese Einsparung schwer sein. (Zuruf Freie Demokraten: Was?) Ver20 Millionen Euro sollen hier gespart werden. Meine Damen und Herren, so kann man jedenfalls nicht mit einem GRÜfür die Bildungslandschaft wichtigen Partner umgehen – nicht, wenn man es wirklich ernst meinen würde mit der Verbesserung der Lehrkräftesituation in Hessen. ernsthaft Verlaub Halten wir fest, lieber Herr Kultusminister Schwarz: tatSelbstverständlich wünschen wir der Werbung um neue ErLehrkräfte viel Erfolg. Das ist doch klar. Aber – das sagen wir auch sehr deutlich – ruhen Sie sich nicht auf der Werbekampagne allein aus. Sorgen Sie insbesondere für eine KamSchulen umgehende Entlastung der Lehrkräfte von zu viel Bürokratie und zu vielen Bestimmungen und Dokumentationspflichten, und sorgen Sie insgesamt für bessere Arbeitsbeentwi- dingungen für die Lehrkräfte hier in Hessen, damit dieser Beruf auch wieder zu einem Traumberuf werden kann. – Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Leh- (Beifall Freie Demokraten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) steiVizepräsidentin Dr. Daniela Sommer: HauptArbeits- Die nächste Wortmeldung kommt von Nina Heidt-Sommer Untersu- von der SPD. Bitte sehr.

Protokoll ↗