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Pascal Schleich

AfD 19.06.2024 Sitzungen 21/13

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Zunächst möchte ich betonen, dass die Mitglieder der AfD-Fraktion den vorliegenden Entschließungsantrag der Fraktionen der CDU und der SPD grundsätzlich begrüßen. Die Europameisterschaft der UEFA ist im Jahr 2024 zweifellos eine bedeutende Veranstaltung, die Millionen Menschen weltweit begeistert und zahlreiche positive Effekte für den Sport in Hessen und darüber hinaus mit sich bringen kann. Insbesondere die Förderung des Breitensports sowie die Betonung des Fair Plays sind Elemente, die im Sport selbstverständlich sein sollten und die wir uneingeschränkt unterstützen. (Beifall AfD) Bevor ich auf den Entschließungsantrag der Fraktionen der CDU und der SPD zu sprechen komme, möchte ich auf den Fraktionsvorsitzenden der Freien Demokraten, Herrn Dr. Naas, zu sprechen kommen. Er wird in der „Bild“-Zeitung folgendermaßen zitiert: „Bei der WM 2006 hieß es noch: ‚Die Welt zu Gast bei Freunden – jetzt ist Europa zu Gast bei Dealern und Junkies. Die Fanszene landet dank der Frankfurter GRÜNEN erst mal in der Crack-Szene statt beim Fußballfest.“ Was die Kritik an den GRÜNEN angeht, bin ich bei Ihnen. Das ist doch die Partei der Ökosozialisten, die jedwede wirksame Maßnahme zur Bekämpfung der Probleme im Frankfurter Bahnhofsviertel verhindert. (Beifall AfD) Was den Teil „zu Gast bei Dealern und Junkies“ angeht, möchte ich Ihnen vehement widersprechen. Wir sind trotz der schlechten Politik auf Bundes- und Landesebene und der indiskutablen Zustände um den Frankfurter Hauptbahnhof herum grundsätzlich immer noch ein stolzes Land und ein stolzer Gastgeber dieses wichtigen Turniers. (Beifall AfD) Lassen Sie uns nun einen kritischen Blick auf einige Aspekte werfen, die in diesem Entschließungsantrag nicht ausreichend berücksichtigt wurden. In Ihrem Entschließungsantrag betonen Sie die Bedeutung des Fair Plays sowie die Ablehnung von Gewalt und Diskriminierung. Das ist richtig und wichtig. Jedes Wochenende spielen Zehntausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihren geliebten Fußball. Der großen Mehrheit muss man die Bedeutung des Fair Plays nicht immer und immer wieder erklären. Sie leben das Woche für Woche auf und neben dem Platz. Aber wie so oft sind es die Ausnahmen, die für negative Szenen sorgen. Leider treten diese Ausnahmen immer häufiger auf. Bei dem Spiel Dörnigheimer SV gegen die Spielvereinigung Hüttengesäß wurde ein 19-jähriger von einem 27-jährigen mit einem gezielten Schlag gegen den Kopf bewusstlos geschlagen. Beim Spiel JFC Berlin gegen FC Metz kam es in Frankfurt zu einem besonders tragischen Fall, der Ihnen bekannt sein dürfte. Vergangenes Jahr schlug ein 16-jähriger Marokkaner vom FC Metz dem 15-jährigen Paul von hinten auf den Kopf. Kurze Zeit später wurde der Junge für hirntot erklärt. Die größte Schande daran ist: Der Täter bekam lediglich zwei Jahre auf Bewährung. Wir müssen die folgende Realität anerkennen: Es gibt Gruppen, die immer wieder negativ auffallen und für Unruhe sorgen. Die jahrzehntelang gelebte Praxis war es, nach dem Abpfiff die Differenzen auf dem Platz zu lassen und gemeinsam noch ein Bier oder eine Cola zu trinken. Genauso wie bei der generell steigenden Kriminalität sind auch hier bestimmte Tätergruppen wieder stark überrepräsentiert. (Beifall AfD) Da muss die Politik klare Kante zeigen und durchgreifen, anstatt nur wohlklingende Worte zu formulieren. Reden Sie einmal mit Schiedsrichtern darüber, welche Mannschaften die meisten Probleme verursachen. Die Antwort wird Ihnen höchstwahrscheinlich nicht gefallen. Sie wird schon gar nicht in Ihr Weltbild passen. (Beifall AfD) Ich möchte einen weiteren Aspekt ansprechen. Dabei geht es um die Rolle der Politik im Sport. Im Entschließungsantrag der Fraktionen der CDU und der SPD steht etwas hinsichtlich der Bedeutung des Demokratieverständnisses, der Toleranz und der Integration im Zusammenhang mit der Europameisterschaft der UEFA im Jahr 2024. Natürlich sind das wichtige Werte, die wir alle teilen sollten. Jedoch bin ich der Meinung, dass der Sport nicht als Plattform für politische Botschaften missbraucht werden darf. (Beifall AfD) Der Sport sollte in erster Linie Sport bleiben. Es sollten die Leistungen, der Teamgeist und die Fairness im Vordergrund stehen. Die Politik muss darauf achten, dass der Sport nicht zur Bühne für politische Symbolik wird. Lassen Sie uns die Gäste willkommen heißen und ihnen die bestmögliche Gastfreundschaft bieten. Dabei dürfen wir aber die eigentlichen sportlichen Ziele nicht aus den Augen verlieren. Wohin zu viel Politik und zu viel Haltung-Zeigen führen können, haben wir in der Vergangenheit anhand unserer Nationalmannschaft sehen können. Diese kämpfte in den letzten Jahren leider mit sinkendem Interesse. Das Binden-Chaos in Katar, die Mund-zu-Geste in Katar und das Zeichensetzen gegen Ungarn, all das ist den Fans gut in Erinnerung geblieben. (Beifall AfD) Wie Sie sich alle erinnern, hatte der Deutsche FußballBund mit anderen nationalen Fußballverbänden bei der Weltmeisterschaft in Katar angekündigt, mit der sogenannten „One Love“-Binde ein Zeichen zu setzen. Nach der Androhung der FIFA, Strafzahlungen zu verhängen, wurde dieses Projekt schnell wieder eingestellt. Da zeigt sich übrigens, wie schnell sich die Haltung ändern kann, wenn es ums Geld geht. (Beifall AfD) Die Mund-zu-Geste, die dann zu Beginn des Spiels gegen Japan gezeigt wurde, konnte auch nur durch Druck des Deutschen Fußball-Bundes auf die Spieler erreicht werden. All das hat im Sport nichts verloren. Das lenkt ab, wie Ergebnisse der letzten Turniere zeigen. (Beifall AfD – Zuruf) – Ich glaube, ich habe Ihnen beim letzten Mal schon klärt, wie das mit der Wortmeldung funktioniert. Ich das jetzt nicht noch einmal. (Vereinzelte Heiterkeit und Beifall AfD) Ich möchte noch schnell auf eine Geste der Frau rin Stolz zu sprechen kommen. Frau Ministerin Stolz, finde es schön, dass Ihnen die Bratwurst im Stadion besten schmeckt. Das konnte man in der „Frankfurt meinen Zeitung“ lesen. Sie haben 500 Tickets in einer Topkategorie mit bis 200 Euro Kosten gekauft und damit dem Steuerzahler rund 90.000 Euro zusätzliche Kosten aufgebürdet. merkt, das geschah in einem Jahr, in dem der bereits 2,8 Milliarden Euro mehr Schulden aufweist. zeigt, dass Sie das Prinzip der Sparsamkeit nicht verinnerlicht haben. (Beifall AfD) Wir freuen uns natürlich für die Mitglieder der Sportvereine und für die Familien, die jetzt dieses Fußballfest ßen können. Wir sagen aber auch klar und deutlich, dieses Geld in wichtigere Projekte hätte investiert müssen. (Beifall AfD) Mit Prestigeprojekten wie dem Kauf der 500 Tickets sicher nicht getan. Abschließend möchte ich diese Gelegenheit nutzen, Dank an die vielen Ehrenamtlichen zu richten, die für Woche uns und unseren Kindern ein schönes ermöglichen. Das bereichert uns oft ein Leben lang. Engagement ist unverzichtbar und verdient höchste kennung. Genau deshalb müssen wir sicherstellen, dass diese schen nicht nur gelobt, sondern auch aktiv unterstützt vor allem geschützt werden. Besonders gilt das für Angriffe und Bedrohungen, denen sie immer häufiger gesetzt sind. Ich fasse zusammen: Die Mitglieder der AfD-Fraktion terstützen die positiven Ansätze dieses Entschließungsantrags. Wir sehen aber auch die Notwendigkeit, Themen offen anzusprechen und die Politik aus dem herauszuhalten. (Beifall AfD) Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die meisterschaft der UEFA im Jahr 2024 ein sportliches wird, bei dem die Freude am Spiel im Mittelpunkt steht. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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