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Astrid Wallmann

18.06.2024 Sitzungen 21/12

Vielen Dank. – Wir sind damit am Ende der Beantwortung dieser Frage angekommen. Ich rufe Frage 47 auf und darf Frau Christin Ziegler der CDU-Fraktion das Wort erteilen. Frage 47 Christin Ziegler (Schwalm-Eder) (CDU): Ich frage die Landesregierung: das Welche Maßnahmen unternimmt sie zur Unterstützung der psychischen Gesundheit der Schülerinnen und Schüler? SiPräsidentin Astrid Wallmann: Vielen Dank. – Zur Beantwortung hat Herr Staatsminister mehr Schwarz das Wort. in die Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und wir Chancen: Zahl Verehrte Frau Präsidentin, liebe Frau Abgeordnete Ziegler, die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und in Hessen ist mir und der gesamten Landesregierung eine Herzensangelegenheit; denn psychische Erkrankungen sind darauf, sowohl für den Einzelnen als auch auf gesellschaftlicher und Ebene eine große Herausforderung. Für betroffene junge mitMenschen und ihr Umfeld können psychische ErkrankunHetze gen zu einer starken Belastung werden und langfristige Folgen für die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung haben. Die Auswirkungen sind dann auch im Schulalltag spürbar. Zur Bewältigung von psychischen und psychosozialen BeFrage- lastungen helfen wir den Schülerinnen und Schülern mit einer gezielten Beratung und mit Programmen zur Förderung der psychischen Widerstandskraft und Gesundheit im Allgemeinen. Im laufenden Schuljahr hat hierzu die Koordinierungsstelle „Psychische Gesundheit in der Schule“ im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen die ihre Arbeit aufgenommen. Die Koordinierungsstelle bünIch delt sämtliche bestehenden Aktivitäten, Programme und gestellt, Kooperationen auf dem Gebiet der psychischen Gesunddarauf heit, verbessert somit Informations- und Zugangswege zu nicht den Unterstützungsangeboten und erhöht zusätzlich deren die Erreichbarkeit. Die Koordinierungsstelle begleitet den weiteren Ausbau der Angebote und gewährleistet, dass sich diese an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientieren. Ferner berät die Koordinierungsstelle Schülerinnen und Schüler, Eltern, aber auch Lehrkräfte, um im Einzelfall ein angemessenes Unterstützungsangebot zu findas den. Zudem bietet das seit 2017 bestehende Kompetenzzentrum Schulpsychologie Hessen zusammen mit den schulpsychoSilogischen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der Staatlichen Schulämter den Schulen spezifische Präventionsprogramme zur Förderung der Resilienz und der psydazu chischen Gesundheit an. sage es Als Beispiel möchte ich an dieser Stelle das Programm „Safe Place“ nennen. Es handelt sich hierbei um ein Trainingsprogramm für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 6, das den Umgang mit Stress und Belasande- tungen in den Mittelpunkt stellt und so die Resilienz, also die psychische Belastbarkeit, stärken soll. Das Unterrichtsprogramm „Psychische Gesundheit und Schule“ – kurz: IMPRES – unterstützt die Förderung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 8. Es besteht aus sechs Modulen, in denen Schülerinnen und Schüler psychische Erkrankungen als vergleichsweise verbreitete Gesundheitszustände kennenvon lernen und die Problematik der gesellschaftlichen Tabuisierung und Stigmatisierung dieser Erkrankungen erörtern. Des Weiteren gibt es mit dem Programm „Healing Classrooms“ ein Angebot der Schulpsychologie mit dem Schwerpunkt auf Migration und Flüchtlingsberatung. Dieses Programm beinhaltet Ansätze zur Implementierung von Resilienzförderung und psychosozialer Unterstützung von Schulklassen mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung des interkulturellen Kontextes. Zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler wurde die Schulpsychologie in Hessen in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. In Hessen gibt es so viele Schulpsychologinnen und Schulpsychologen wie noch nie. Für die schulpsychologische Beratung sowie die Umsetzung der Programme zur Stärkung der Widerstandskraft und psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern stehen im Schuljahr 2023/2024 an den Staatlichen Schulämtern 150 Stellen für Schulpsychologinnen und Schulpsychologen zur Verfügung. Den Schülerinnen und Schülern stehen in den Schulen zudem Beratungslehrkräfte für Suchtprävention, Beratungslehrkräfte zur Gewaltprävention und für Schutzkonzeptentwicklungen, schulische Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Falle von sexualisierter Gewalt, die Schulsozialarbeit sowie sozialpädagogische Fachkräfte bei Fragen zu Lernschwierigkeiten, zur Schullaufbahn sowie bei Lebensproblemen zur Verfügung. Sie alle tragen zur Förderung der psychischen Gesundheit bei und können die Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung unterstützen. Mein Haus unterhält zudem Kooperationen mit externen Anbietern schulischer Präventionsprogramme zur Förderung der psychischen Gesundheit und allgemeiner Lebenskompetenzen, die verstetigt – beispielsweise ausgebaut – werden. Mit dem Programm „MindMatters“ unterstützt die Unfallkasse Hessen gemeinsam mit der Krankenkasse Barmer und der Leuphana Universität Lüneburg die frühzeitige Förderung der psychischen Gesundheit und die Prävention psychischer Erkrankungen an Schulen. Das Programm steht den hessischen Schulen kostenlos zur Verfügung, und mein Haus plant in Kooperation mit den genannten Trägern einen weiteren Ausbau dieses Schulentwicklungsprogramms. Nennen möchte ich an dieser Stelle auch das Programm „Verrückt? Na und!“, das im Kern aus Schultagen zur psychischen Gesundheit, begleitet von umfangreichem Material und Medien für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte, besteht. Angeboten wird es von dem Verein Irrsinnig Menschlich e. V. Zu nennen ist ebenso die Wanderausstellung „Wie geht’s?“ des Vereins Irrsinnig Menschlich e. V., die unter anderem über die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen der Staatlichen Schulämter vermittelt wird und die die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen über das Thema psychische Gesundheit, über verschiedene Krankheitsbilder sowie über individuelle Unterstützungsmöglichkeiten informieren soll. Die Ausstellung kann in weiterführenden Schulen genutzt werden, um zum Beispiel Projekttage oder -wochen zu dem Thema psychische Gesundheit durchzuführen. Weitere schulische Präventionsprogramme, die durch die Stärkung der allgemeinen Lebenskompetenzen einen unmittelbaren Beitrag zur Erhaltung der psychischen Gesundheit leisten, stehen hessischen Schulen auch im laufenden Schuljahr zur Verfügung. Zu nennen sind das Präventionsprogramm „KIKS UP“ sowie das Programm „Klasse Klasse“, das im Primarbereich die sozialen Kompetenzen stärkt und einen Beitrag zur Bewegungsförderung und Ernährungsbildung leistet. Für die Grundschulen gibt es zudem das Programm „Klasse2000“, das die Schülerinnen und Schüler ebenfalls frühzeitig dafür sensibilisiert, wie sie mit Gefühlen angemessen umgehen, Konflikte lösen und Stress reduzieren können, und sie lernen, sich selbst und dem eigenen Können zu vertrauen. Für die Sekundarstufe I gibt es mit „Lions-Quest – Erwachsen werden“ Unterrichtsmodule zur Persönlichkeitsentwicklung, zur Entwicklung von Lebenskompetenzen und zur Förderung von Gesundheit und Resilienz. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Gibt es eigentlich eine Redezeitbegrenzung?) Ergänzend dazu gibt es mit „Lions-Quest – Erwachsen handeln“ Unterrichtsmodule für die Sekundarstufe II, die sich vertiefend mit den Themen der Entwicklung von Lebens- und Sozialkompetenzen sowie der Demokratie- und Menschenrechtsbildung auseinandersetzen. Zum Ende kommend: Darüber hinaus stehen 50 Stellen für Schulgesundheitsfachkräfte zur Verfügung, von denen allein mit dem Doppelhaushalt 2023/2024 30 Stellen eingerichtet wurden. Die Schulgesundheitsfachkräfte stehen den Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften und den Eltern in allen Fragen rund um das Thema Gesundheit beratend zur Seite und sind damit eine sinnvolle Ergänzung zu den bisher genannten Unterstützungsangeboten. Hierfür werden seitens der Landesregierung rund 3,4 Millionen Euro investiert. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wissen Sie die Frage noch?)

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