Astrid Wallmann
Vielen Dank. – Als Nächster hat der Abgeordnete für die AfD-Fraktion das Wort. Gerhard Schenk (Bebra) (AfD): Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Der der FDP zu FSC geht in die richtige Richtung, bleibt doch auf halber Strecke stehen. Auch die Ankündigung eines Moratoriums haben wir positiv zur Kenntnis men. Aber wir müssen auch über PEFC reden. Das gehört diesen Kontext. Mit Recht kann man feststellen, dass nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Hessen seit 300 Jahren erfolgt. Verantwortungsvoll und im klang mit der Natur haben unsere Vorfahren angepflanzt, was sie dem Wald entnommen haben. (Beifall AfD) die Diese Waldbewirtschaftung für die Nachwelt, ohne selbst den zu ernten, das ist Nachhaltigkeit. Gab es damals bereits die PEFC- oder FSC-Zertifizierung? Natürlich nicht. Das brauchte es für eine funktionierende Waldwirtschaft auch nicht. Schon sind wir beim Kern. Regieren heißt, Verantwortung zu übernehmen und selbst zu gestalten. Mit Hessen-Forst Förster sowie den Hochschulen gibt es ausgezeichneten Sachverstand und eine leistungsfähige Forstverwaltung. Verehrte Damen und Herren, es gibt deshalb keine Notwendigkeit, sich an Organisationen zu binden, ihnen Eingriffsrechte zu übertragen ohne wirtschaftlichen Vorteil. Die Kritik des den Landesrechnungshofes besteht somit zu Recht. So- (Beifall AfD) des NachSchlechte Erfahrungen machen wir auch immer wieder bisher im Bereich der Umwelt und Landwirtschaft mit EU-Verordnungsvorschlägen – siehe Green Deal –, die kritiklos bejubelt und übernommen werden, obwohl durch sie Wirteiner schaftlichkeit und Selbstversorgung von Land- und Waldwirtschaft massiv infrage gestellt werden. FDP im Wer regiert denn hier noch alles mit? WWF, Greenpeace, vorandie Deutsche Umwelthilfe und eben FSC und PEFC – das alles sind Organisationen, die abseits der Entscheidungen der Bürger demokratische Entscheidungsprozesse unterlau- (Freie fen oder diesen geradezu zuwiderlaufen. (Beifall AfD) der für So entledigt sich die Politik ihrer Verantwortung. Das ist Kosten gewissermaßen eine Selbstentmachtung. Verehrte Damen und Herren, die Rechte der Wähler, also des Souveräns, werden so zu einer leeren Hülle. sounter Derzeit sind weltweit 325 Millionen Hektar nach PEFC die zertifiziert. Unter anderem gelten folgende Regeln: Waldarbeiter müssen ein RAL-Gütesiegel vorweisen, was die Arbeitskosten natürlich erhöht – und im Übrigen sollte das eine Aufgabe der Tarifpartner sein. Kahlschläge sind grundsätzlich zu unterlassen. Beim Einsatz von Maschinen tägliche ist der Boden besonders zu schonen. Auf die geschützten Biotope und Schutzgebiete sowie die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ist besondere Rücksicht zu nehmen. Das sind dort also die Bedingungen. Das ist alles richtig, und das alles ist auch eine Binsenweisheit, die jedoch durch den Bau von Industrieanlagen in unseren hessischen Wäldern unterlaufen wird: Bodenverdichtung durch breite Schotterwege, Einsatz von Schwerlasttiefladern, riesigen Schenk Baggern und Kränen, Schreddern von vielen auch bedrohten Vogelarten, Fledermäusen und Insekten. Von Rücksicht auf die Tierwelt keine Spur. (Beifall AfD) Antrag Naturverträgliche Bewirtschaftung ist mit Windenergieanje- lagen in Wäldern sicher nicht vereinbar. Kein Wort dazu von den Herrschaften von FSC und PEFC. Steuergeldvergenom- schwendung durch ideologiegetriebene Politik, die grüne Institute in überflüssige Arbeit bringt. Man fabuliert vom Klimawandel und betoniert die Waldböden. Nein, das mit in brauchen wir nicht. eine bereits (Beifall AfD – Zuruf CDU) EinWenn großflächiges Roden und das Betonieren des Waldbodens für diese Industrieanlagen beendet werden, ist dem Wald mehr gedient als mit allen verfügbaren Zertifikaten zusammen. Nicht plausibel ist, warum das Land Hessen nicht in der Lage sein sollte, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung selbst zu organisieren. – Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall AfD)
