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Astrid Wallmann

16.05.2024 Sitzungen 21/10

Vielen Dank. – Als Nächster hat der Abgeordnete Hofmann von der SPD-Fraktion das Wort. (Der Redner fährt das Rednerpult nach oben. – Wiebke Knell (Freie Demokraten): Wir sollten hier nach Größe reden! – Vereinzelte Heiterkeit – Weitere Zurufe) Alexander Hofmann (Wiesbaden) (SPD): Ja, es gibt einen kleinen Höhenunterschied. Aber ich habe es gleich, und ich habe es dem Sebastian dann schon einmal einfacher gemacht. Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Hessen ist das waldreichste Bundesland in Deutschland. Wir sind mit 42 % Waldanteil an der Landesfläche vor dem Komma gleichauf mit unseren Nachbarn von der „ebsch Seit“ – wie wir hier in Wiesbaden sagen –, also mit den Rheinland-Pfälzern. Aber wie ich jüngst erst wieder bei einem Vortrag erfahren habe, liegen wir im Nachkommabereich deutlich vor unseren linksrheinischen Nachbarn. Das soll und das wird, wenn es nach uns geht, auch so bleiben. Von den fast 900.000 Hektar Waldfläche sind 40 % Staatswald. Der Zustand unseres Staatswaldes, wie ganz allgemein unseres Waldes, wird zunehmend schlechter. Großkalamitätsereignisse, wie Dürre, Stürme und Käferbefall, haben ihn stark beschädigt. Nur noch jeder fünfte Baum in Deutschland ist vollständig gesund; das hat dieser Tage erst wieder Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir verkündet. Die Wiederbewaldung infolge dieser Schäden wird also zu einer der zentralsten Aufgaben dieser Legislaturperiode werden. Wir stehen vor großen Herausforderungen; das ist uns allen bekannt. Unser Ziel ist es daher, einen Wald zu bewahren, aber auch zu entwickeln, der den kommenden Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist und der nicht nur den Bedürfnissen der heutigen Generation gerecht wird, sondern auch den kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt und ein lebenswertes Umfeld bietet. Ich hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Termine im Wald, vor gut drei Wochen hier in Wiesbaden und erst vergangene Woche in Nordhessen. Ich habe nachgefragt, wie man zu FSC steht. Unterschiedlicher hätten die Reaktionen gar nicht sein können. Die einen sagen, dass sie gerne auf FSC verzichten würden, und die anderen sagen, dass FSC keine Probleme bereitet. Das ist einmal mehr dieses Dilemma, dass zwei Seiten kaum weiter auseinanderliegen könnten. Der Landesrechnungshof hat uns Denkanstöße gegeben – Frau Kollegin Knell hat darauf hingewiesen –: die wirtschaftlichen Einbußen durch die FSC-Zertifizierung, der nicht klar erkennbare ökologische Nutzen, ein Akzeptanzproblem, wenig Einfluss des Landes, die Einschränkung bei der Auswahl von Bäumen für den Waldumbau und nicht zuletzt die fehlenden weltweit gültigen Standards, zumindest keine einheitlichen hier in Europa. Hinzu kommt selbstverständlich auch noch der jüngst erfolgte Austritt der IG BAU und der RAL Gütegemeinschaft aus der Sozialkammer. Diese Denkanstöße und auch die Bestrebungen vom Landesbetrieb Hessen-Forst haben in der Vergangenheit nicht dazu geführt, dass sich etwas geändert hätte. Die Freien Demokraten wollen mit dem sofortigen Ausstieg nun einen Schlussstrich unter FSC setzen, doch die Koalition von CDU und SPD wird den Weg „Sorgfalt vor Schnellschuss“ gehen. (Beifall SPD und CDU) Angesichts der Probleme sowie anderer geltender lungen und Zertifizierungen wie eben zum Beispiel ist es wichtig, einmal eine sorgfältige und unaufgeregte Beurteilung des aktuellen FSC-Standards und der wirkungen durchzuführen; denn – das werden die schutzverbände wahrscheinlich genauso sehen – wir auch ohne Zertifizierung einen sehr hohen Standard hessischen Staatswald, dank unseres Waldgesetzes, der Naturschutzleitlinie und eben auch der Richtlinie Bewirtschaftung des Staatswaldes. Diese werden wir weiterhin beibehalten. (Beifall SPD und Ines Claus (CDU))

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