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Dr. Daniela Sommer

16.05.2024 Sitzungen 21/10

Herr Dr. Büger, einen Moment. – Ich möchte auch die Landesregierung bitten, dem Redner zuzuhören. Danke schön. Dr. Matthias Büger (Freie Demokraten): Herzlichen Dank, Frau Präsidentin. – Ich sage auch an der Stelle: Das ist überhaupt kein Widerspruch zur Freiheit der Kunst. Wir achten und wir schützen als Freie Demokraten – wie sicherlich viele andere hier im Saal – die Freiheit der Kunst. Antisemitismus ist aber – wie im Übrigen jede andere gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – eine Form von Gewalt. Allen, die einen Code of Conduct für eine künstlerische Leitung als einen zu großen Eingriff empfinden, möchte ich mit den Worten von Stanislaw Jerzy Lec – ein Mann mit jüdischen Wurzeln, der in der Zeit des Stalinismus im künstlerischen Bereich aktiv war – sagen: „Man kann das ‚Lied der Freiheit‘ nicht auf dem Instrument der Gewalt spielen.“ (Beifall Freie Demokraten und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Weil das so ist, braucht die documenta Reformen; denn die Kunst darf keinen Raum für Menschenverachtung bieten. (Beifall Freie Demokraten und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Protokoll ↗