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Frank Lortz

16.05.2024 Sitzungen 21/10

Vielen Dank, Kollegin Anders. – Das Wort hat jetzt Frau Kollegin Dr. Sommer, SPD-Fraktion. Daniela, bitte. Dr. Daniela Sommer (Waldeck-Frankenberg) (SPD): Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben schon gehört: Am 12.05. war der Internationale Tag der Pflege. Deswegen möchte ich am Anfang meiner Rede nochmals alle in der Pflege Tätigen und vor allem auch den pflegenden Angehörigen ein ganz herzliches Dankeschön sagen. Sie sind alle unverzichtbar. Ihnen gelten unser Dank, unsere Anerkennung und unser Respekt. (Beifall SPD, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Freie Demokraten) Wir haben es eben schon gehört: 84 % aller zu Pflegenden werden zu Hause umsorgt. Aber pflegende Angehörige fühlen sich ganz oft in dem Pflegedschungel überfordert und alleingelassen. Sie wünschen sich mehr Beratung und Begleitung. Das hat zuletzt die VdK-Umfrage in Hessen gezeigt. Als Hessen-Koalition wollen wir pflegende Angehörige endlich besser und ausreichend unterstützen und entlasten. Deswegen ist es wichtig, dass wir diese Pflegestützpunkte haben, dass wir sie weiterentwickeln, insbesondere durch das Case- und Care-Management, um Betroffene durch diesen Pflege- und Versorgungsdschungel zu lotsen. Daher wollen wir die Pflegestützpunkte weiter zu Pflegekompetenzzentren ausbauen und diese langfristig – wir haben gerade von fünf Modellprojekten gehört – flächendeckend ausrollen. Dabei sollen alle, die an der Pflege beteiligt sind, zentral koordiniert werden, um Pflegebedürftige optimal und individuell zu unterstützen und zu beraten. Mit so einer Koordination der Leistungen und der Angebote kommen die bedarfsgerechten Hilfen zu den Menschen, und Pflege-Settings können so adäquat gemanagt werden. Zum anderen lassen sich durch die passgenaue Versorgung vermehrte Arzt-Patienten-Kontakte, Krankenhausaufenthalte, Überforderung und Überlastung von pflegenden Angehörigen vermeiden. Aber Pflegebedürftigkeit kann damit auch partiell durch mobilisierende Pflege reduziert werden. Das heißt, eine gute Koordination im System der Versorgung mit Beratungs- und Betreuungsleistungen auf kurzen Wegen, ein Lotsen durch den Dschungel der Versorgung macht möglich, dass auch im Alltag eine hohe Lebensqualität sichergestellt werden kann. Meine Damen und Herren, das ist der Hessen-Koalition ein wichtiges Anliegen und zeigt: Es macht einen Unterschied, wer regiert. (Beifall SPD und CDU) Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich kann mich an viele Ausschusssitzungen im Sozialausschuss erinnern. Da waren das Case-Management und Care-Management eben nicht immer so im Fokus. (Zuruf Yanki Pürsün (Freie Demokraten)) Deswegen finde ich es gut, dass wir diesen Weg gehen. Neben den Pflegekompetenzzentren braucht es aber natürlich auch eine zweite Säule: ein stabiles Netzwerk aus Leistungserbringern, zum Beispiel Pflegediensten, Ärztinnen und Ärzten, Apothekerinnen und Apothekern, mehr Entlastungs- und Unterstützungsleistungen, mehr Kurzzeit-, Tages- und Verhinderungspflege, wo man natürlich mit dem Case-Management überleiten kann. Auch hier will die Landesregierung mit dem Landespflegeplan bzw. dem Konzept, das wir als Opposition hier immer wieder eingefordert haben, diese wichtigen Versorgungsleistungen stringent umsetzen und damit Sorge tragen, die Versorgungslücke zukünftig passgenau zu schließen. Zusammenfassend möchte ich am Schluss noch einmal betonen: Der Ausbau der Pflegestützpunkte zu Pflegekompetenzzentren mit umfassenden Beratungs- und Begleitungsmöglichkeiten ist unabdingbar in einer älter werdenden Gesellschaft. Das flächendeckende ambulante Care-Management unterstützt die Angehörigen und die Menschen mit Hilfebedarf. Sie werden gestärkt, gefördert und nicht länger im Stich gelassen. Das, was ich hier schon so oft gesagt habe, gilt nach wie vor: Pflegebedürftige Menschen haben eine gute Versorgung verdient. Es gibt viel Handlungsbedarf. Die Koalition in Hessen „Eine für Alle“ macht keine leeren Versprechungen. Sie packt das an. Wir halten unsere Versprechungen. Wir nehmen die Sorgen und die Nöte der Hessinnen und Hessen ernst. Wir handeln, damit sich die Menschen, die sich in Hessen in häuslicher Pflege befinden, nicht länger alleingelassen und ohnmächtig fühlen. – Herzlichen Dank. (Beifall SPD und CDU)

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