Maximilian Bathon
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen, liebe Kollegen! Die Pflege älterer und hilfsbedürftiger Menschen stellt für unsere solidarische Gesellschaft zentrale Aufgabe dar. Wir nehmen diese Aufgabe als pflichtung an, aus einer christlichen Überzeugung und einem humanitären Menschenbild. In unserem Koalitionsvertrag nehmen daher der Ausbau und die Weiterentwicklung von Pflege und Pflegeangeboten sowie die Unterstützung für die Menschen, die in der Pflege tätig sind, breiten Raum ein. (Beifall CDU und SPD) Aktuell stellen Fachkräftemangel, die alternde Gesellschaft und der damit in den kommenden Jahren stark zunehmende Bedarf an Einrichtungen, Personal und Management die Gesellschaft sowie uns Politiker vor große Herausforderungen. Vor wenigen Tagen erst war der Tag der und genau diese Pflege – jetzt aufpassen; denn es ist große Zahl – wird zu 84 % von Angehörigen zu geleistet. Es sind genau jene, die die Liebsten im der Familie beherbergen, pflegen und unterstützen. Menschen möchte ich an dieser Stelle meine Anerkennung und größten Dank aussprechen. (Beifall CDU und SPD) Angehörige aber stehen bei Betreuung und Unterstützung ihrer hilfebedürftigen Nächsten schnell vor Problemen. Vielerorts gibt es kaum ausreichend Pflegedienste und terstützung. Und es stellen sich die großen Fragen: zahlt das eigentlich? Wer steht an meiner Seite der ganzen bürokratischen Abläufe? Wer hilft mir da? In Hessen etablierte Pflegestützpunkte in Zusammenarbeit mit den Pflegekassen leisten schon heute hervorragende Arbeit. Sie beraten Pflegebedürftige und deren Angehörige; und sie koordinieren örtliche und regionale Leistungsangebote für diese Rat und Hilfe suchenden Menschen. Angesichts des Bedarfs und der vor uns liegenden be wollen wir deren Konzept aber prüfen und weiterentwickeln. Die Hessische Landesregierung wird deshalb Pflegestützpunkte zu Pflegekompetenzzentren ausbauen. Schon lokalen Modellversuche des Case- und Care-Managements, zum Beispiel im Rheingau-Taunus-Kreis, wie eine individuelle Beratung und Unterstützung bei den Menschen vor Ort gut ankommt. Es sind stellen für pflegende Angehörige, Interessierte und für Personal in Pflegeberufen. Angehörige erfahren dort terstützung, um Anträge zu stellen und sich über kirchliche und andere Träger am Heimatort zu informieren, insbesondere bei den oft wichtigen finanziellen Fragen. ist Die Kompetenzzentren arbeiten zielgerichtet mit den Akteuren vor Ort zusammen. Dort können sie auch in den Stadtteilen zur Quartiersentwicklung beitragen, indem geholfen wird, Menschen in ihrer vertrauten Umgebung zu belassen. Es sind vor allem Orte, an denen Angehörige und passPflegende zusammenkommen und sich gegenseitig unterAngestützen können. Sie helfen der Politik mit ihrer Erfahrung, um Modelle in der Pflege praktisch fortzuentwickeln, etwa bei der Frage, wie und wo wir digitale Lösungen in der Pflege ansetzen können. Wir sind sicher, die Kompetenzsehr, zentren werden Angehörige in der häuslichen Pflegearbeit, die tatsächlich harte körperliche wie auch seelische Arbeit bedeutet, direkt unterstützen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Pflege älterer hilfebedürftiger Menschen ist eine zentrale Aufgabe; und wir nehmen diese Verpflichtung ernst. Für die Hessische Landesregierung stellen die Kompetenzzentren nur einen eine Teil der übergreifenden, verantwortungsbewussten PflegeVerkonzepte für Hessen dar. Ich erinnere unter anderen an aus das Pflegequalifizierungszentrum in Marburg, das Förderprogramm „Pflegeheim – Mitten im Leben“, das Pflegeheime in den sozialen Raum öffnet und Teilhabe durch die Kooperation mit Vereinen und Gesellschaft fördert. Wir einen werden konstant mit allen Akteuren des Pflegebereichs in Hessen in Kontakt bleiben und deren Praxiserfahrung berücksichtigen und gemeinsame Lösungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige entwickeln. Zum Abschluss möchte ich eines ganz klar mit auf den Weg geben: Pflege ist kein Thema für Jung oder Alt, Pflege geht uns alle an. – Danke schön. Pflege, (Beifall CDU und SPD) eine Hause Kreis
