Frank Lortz
Herr Minister, herzlichen Dank. – Frau Kollegin Wiebke Knell hat das Wort. Drei Minuten hast du. Wiebke Knell (Freie Demokraten): Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Drei Minuten brauche ich nicht. Ich möchte nur noch ein paar kurze Anmerkungen machen. Zum einen: Mit dieser Hin- und Herschieberei und dem Fingerzeig auf andere politische Ebenen haben nicht wir als FDP angefangen, sondern das kam immer hier aus dem Hause: Der Bund muss es regeln. – Als ihr im Bund zuständig wart, waren es die Länder und Europa. Also sorry, das ist einfach nur peinlich und falsch, was da gemacht wird. (Beifall Freie Demokraten und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das Problem Wolf ist nicht erst zur Ampelzeit entstanden, (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Der Ampelwolf!) sondern in Niedersachsen und anderen Bundesländer ist das Problem Wolf schon ururalt. Da hat die CDU nie irgendetwas getan, nie, auf keiner politischen Ebene. Deswegen lasse ich mir auch nicht vorwerfen, dass die FDP diejenigen seien, die alles irgendwo regeln müssten. Wir haben das getan. Wir haben dafür gesorgt, dass der Wolf im Bund überhaupt in den Koalitionsvertrag gekommen ist, was vorher offensichtlich bei euch nicht möglich war. Das haben wir geschafft. (Beifall Freie Demokraten) Da hilft auch kein Antrag, den man einmal im Bundestag gestellt hat – 2022, wuhu, super neu. Also, das ärgert mich tierisch. Das ärgert mich wirklich tierisch, weil dann immer nur auf andere Ebenen gezeigt wird. Wir haben übrigens, glaube ich, auf allen politischen Ebenen über viele Jahre hinweg eine ganz klare Haltung gehabt. Wir haben auch in den anderen Bundesländern dafür gesorgt, dass der Wolf Thema ist und es dort zur Lösung kommt. Deswegen ist der Wolf auch in anderen Ländern schon im Jagdrecht. In Hessen kommt das jetzt erst. Ich finde das gut, aber wir erzählen das seit sechs Jahren. Auch die Beweislastumkehr ist super, aber das hilft nicht dabei, dass irgendein Schaf überlebt. Das ist keine Prävention. Deswegen finde ich es falsch, dass die CDU den Eindruck vermittelt, als könnten irgendwelche Schafe gerettet werden. Das ist nicht der Fall. Es ist schön, dass die Beweislastumkehr jetzt kommt – – abgeschafft wird – – Nein, kommt, sorry. Ich bin aufgeregt bei diesem Thema. (Andreas Lichert (AfD): Aber hallo! Es geht ja auch um den Wolf!) Es hilft aber nicht dabei, die Schafe zu schützen. Das wir brauchen zusätzlich natürlich Präventionsmaßnahmen. Zu meinen Erfahrungen übrigens: Vor sechs Jahren ich, glaube ich, den ersten Termin zum Thema Wolf Odenwald. Seitdem habe ich mit, ich weiß nicht, wie len Menschen zum Thema Wolf gesprochen. Jeder tierhalter sagt doch: Es kommt mir nicht aufs Geld sondern es geht mir darum, dass ich nachts ruhig kann, weil ich mir keine Sorgen machen möchte, meine Tiere gerissen werden. Ich will auch nicht auf Weide kommen, aufgerissene Schafen finden, 40 ne Lämmer, eine traumatisierte Herde haben usw. Das die eigentlichen Probleme. Dafür ist das natürlich jetzt ein erster richtiger Ich kündige auch meine Unterstützung an. Ich glaube, ist auch bekannt, dass wir hier konstruktiv mitarbeiten. Ich möchte aber nicht, dass hier ein falscher Eindruck vermittelt wird. Wie gesagt, mit dem Fingerzeig wir aufhören, sondern jeder muss auf den verschiedenen politischen Ebenen etwas tun. Wir tun das im Bund. (Ingo Schon (CDU): Wer zeigt denn mit dem ger?) Woran liegt es denn im Bund? Es liegt doch daran, Frau Lemke es nicht hinbekommt, es einmal in Europa machen. (Lena Arnoldt (CDU): Da war der Fingerzeig! Heiterkeit CDU – Unruhe – Glockenzeichen) – Gut, okay, dann nehme ich das zurück. Denkt euch selbst etwas aus. (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wer mit dem Finger auf andere zeigt!) Ich weiß, dass die FDP sich im Bund, im Land und Europa gegen den Wolf einsetzt. (J. Michael Müller (Lahn-Dill) (CDU): Was wir chen, machen wir gut!) Das haben wir uns jetzt nicht letzte Woche oder in einem Wahlkampf ausgedacht, sondern wir verfolgen Thema schon seit vielen Jahren konsequent und tisch. (Beifall Freie Demokraten)
