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Astrid Wallmann

14.05.2024 Sitzungen 21/8

Das Wort zur Beantwortung hat Frau Staatsministerin Stolz. Bitte schön. Diana Stolz, Ministerin für Familie, Senioren, Gesundheit und Pflege: Familien werden zu Recht als Keimzelle der Gesellschaft bezeichnet. In Familien wird füreinander Verantwortung übernommen, das ganze Leben lang und über Generationen hinweg. Familien sind Zukunftsorte, in denen und Enkelkinder groß werden und die wesentlich das ben jedes Einzelnen prägen. Dabei ist jede Familiensituation unterschiedlich und wird von den Menschen flusst, die sie miteinander gestalten. Aufgabe der Politik ist es, gute Rahmenbedingungen schaffen und verlässliche Infrastruktur bereitzustellen, mit Familien ihr Leben individuell gestalten können dabei die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. en und Kinder stehen deshalb im Zentrum der Politik Landesregierung. Eine kinder- und familienfreundliche Politik ist eine schnittsaufgabe, die in allen gesellschaftlichen Bereichen und auch in allen Ministerien eine wichtige Rolle Mit einem eigenständigen Familienministerium haben dieser besonderen Bedeutung zusätzlich Rechnung gen und setzen damit einen politischen Schwerpunkt ein kinder- und familienfreundliches Hessen. Unter Federführung des Familienministeriums werden eine Vielzahl an Maßnahmen umsetzen. Aufgrund erklärte knappen Zeit möchte ich an dieser Stelle nur einige Maßnahmen beispielhaft hervorheben. Familienpolitik beginnt bereits vor der Familiengründung. Er- Deshalb unterstützt die Landesregierung weiterhin Kinderwunschbehandlungen, hier den sogenannten vierten Vereinen such, und finanziert Beratungsangebote in der Schwangernoch schaft. Damit Schwangere vor, während und nach der Geburt erfülqualifiziert betreut werden, wollen wir die Hebammenverfehlen. sorgung in Hessen stärken. Die Maßnahmen des runden für Tischs Hebammen werden wir dazu weiterverfolgen und zu beispielsweise hebammengeleitete Kreißsäle fördern. Mit sieht einem neuen Förderprogramm unterstützen wir künftig den auch die Niederlassung von Hebammen in Hessen mit einer Anschubfinanzierung. Mit einem Aktionsplan „Kindermedizin“ wollen wir eine erstklassige und flächendeckende medizinische Versorgung von Kindern in Hessen unterstützen. Derzeit fördern wir hessenweit 227 Familienzentren als zentrale Anlaufstellen für Familien und Menschen aller Generationen, egal, ob in der Stadt oder auf dem Land. In den Familienzentren sind beispielsweise Kurse für Schwangere und junge Mütter, Kitas, Nachmittagsangebote für ältere Menschen, Großelternpaten oder Hausaufgabenhilfen unter einem Dach angesiedelt. Die Familienzentren unterstützen nicht nur im praktischen Leben, sondern sind vor allem auch Orte der Gemeinschaft und gegen Einsamkeit. Den flächendeckenden Ausbau dieser Zentren Heswollen wir deshalb weiter vorantreiben. vorne Ein weiteres attraktives Angebot für Familien in Hessen ist die FamilienApp, die digitale Umsetzung der Familienkarte. Die App ist kostenlos und einkommensunabhängig und richtet sich an alle Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und Hauptwohnsitz in Hessen. Sie bietet unter anderem einen Unfallversicherungsschutz, zahlreiche Vergünstigungen bei Partnerunternehmen sowie einen Elternratgeber. Derzeit nutzen etwa 137.000 Familien das Sport, Angebot. Wir wollen die FamilienApp ausweiten und vor allem bekannter machen, damit mehr Familien in Hessen von diesem Angebot profitieren können. Ein weiterer Schwerpunkt der Familienpolitik ist der Kinderschutz als dauerhafte gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Kinder Den Landesaktionsplan zum Schutz von Kindern und JuLe- gendlichen vor sexualisierter Gewalt werden wir umsetzen. Darüber hinaus werden wir vor allem den präventiven Kinbeeinderschutz stärker in den Fokus nehmen. Wir werden flächendeckende Hilfsstrukturen und Unterstützungsnetzwerke für von Gewalt, sexualisierter Gewalt oder Vernachläszu sigung betroffene Kinder und Jugendliche weiter ausbauen. daBei allen Maßnahmen steht das Wohl des Kindes im Found kus. Familider Die Inbetriebnahme des ersten hessischen ChildhoodHauses in Frankfurt am Main in Umsetzung des Aktionsplans ist ein wichtiger Schritt, an den wir nahtlos anknüpQuerfen werden. Im Rahmen einer interministeriellen Arbeitsgruppe unter der Federführung des HMFG soll am Standspielt. ort Frankfurt ein spezifisches multiprofessionelles Fortbilwir dungsangebot entwickelt und für die hessischen Strukturen getrabereitgestellt werden. Perspektivisch werden wir ein hesfür sisches Kinderschutz-Kompetenzzentrum etablieren, welches sowohl die Ebene der Fachkräfte aller beteiligten wir Professionen adressieren als auch eine Implementierung in der einschlägige Hochschulausbildungen beinhalten soll. Darüber hinaus prüfen wir die weitere Entwicklung des Konzeptes Childhood-Haus in den hessischen Strukturen. Wir werden vor allem den präventiven Kinderschutz stärker in den Fokus nehmen. Familie ist aber nicht auf Kinder beschränkt, sondern umfasst alle Generationen. Mir ist es daher ein besonderes Anliegen, Familienpolitik generationsübergreifend zu denken und dabei auch die Synergien innerhalb des Ministeriums zu nutzen. Hierzu gehört beispielsweise die Teilhabe von Seniorinnen und Senioren, für die gezielte Angebote unter anderem in den Familienzentren gefördert werden. Diese Zielgruppe, die nun erstmals auch im Titel eines Ministeriums genannt wird, werden wir stärker in den Blick nehmen. Durch den demografischen Wandel wird auch die Pflege ein immer wichtigeres Thema in der Familienpolitik. Pflegende Angehörige benötigen hier individuelle Unterstützungsangebote, die wir ausbauen werden. Aktuell läuft beispielsweise ein Förderaufruf, mit dem wir Modellprojekte in der Kurzzeit- und Tagespflege sowie in ambulant betreuten Wohnformen fördern, um pflegende Angehörige besser im Alltag zu entlasten. Daneben nehmen wir auch die stationäre Pflege in den Blick und wollen diese stärker in den Sozialraum öffnen. Unter dem Titel „Pflegeheim – Mitten im Leben“ fördern wir modellhaft Koordinierungsstellen in Pflegeeinrichtungen, die Verbindungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem Gemeinwesen und der Vereinsarbeit vor Ort unterstützen. So können Menschen in Pflegeeinrichtungen wieder mehr am Leben teilhaben. Dies zeigt auch ein weiteres wichtiges generationenübergreifendes Thema auf: die Bekämpfung von Einsamkeit. Einsamkeit kennt kein Alter und kann alle Menschen treffen. Gerade durch die Pandemie ist dies ein größeres Phänomen auch bei Kindern und Jugendlichen geworden. Wir schaffen daher einen Aktionsplan gegen Einsamkeit, der die verschiedenen Facetten von Einsamkeit in unterschiedlichen Altersgruppen und sozialen Strukturen näher in den Blick nimmt und zielgerichtete Unterstützungsmaßnahmen vorsieht. Diese kurzen Schlaglichter zeigen, wie vielseitig und themenübergreifend wir Familienpolitik denken und gestalten. Dies sind aber nur einige Beispiele, wie wir dazu beitragen, Hessen kinder- und familienfreundlicher zu machen. Darüber hinaus laufen bereits viele gute Projekte, die wir fortsetzen werden. Wir haben viele weitere Ideen, die wir im Laufe der Legislaturperiode zielgerichtet angehen werden. – Vielen Dank. (Beifall Ines Claus (CDU))

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