Dr. Frank Grobe
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Lieber Herr Kollege Kaffenberger, ich zitiere die Universität: „Die Goethe-Universität verankert durch konkrete Maßnahmen die systematische Berücksichtigung von Geschlecht & Vielfalt in zehn identifizierten Handlungsfeldern“. Leider sind Sie nicht darauf eingegangen, was den Mehraufwand für die Professoren und Dozenten betrifft. Ich habe darauf hingewiesen. Warum sprechen Sie das nicht an? Liebe Frau Kollegin Herz, gut, dass die Bibel kein elftes Gebot hat. Denn, wenn das so wäre, würden die Grundentscheidungen für unser Leben möglicherweise in die Hände von Studienabbrechern gelegt werden, die uns dann zwingen könnten, uns die Früchte unserer Arbeit zu nehmen. (Felix Martin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie kommen Sie denn darauf, dass sie das Studium abgebrochen habe?) Dann zum Herrn Kollegen Schmitz. Sie fragten danach, ob es schon – – (Felix Martin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Unter der Gürtellinie und dann noch falsch! – Weitere Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Glockenzeichen) Lieber Herr Kollege Schmitz, ich komme zu Studien, die Sie angefragt haben. In den USA gibt es schon Studien. (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Kein Grund, die Unwahrheit zu sagen! – Unruhe – Glockenzeichen) Im Jahr 2020 scheinen die beiden am stärksten politisierten Disziplinen Pädagogik und Human Resources zu sein – 53,8 % zu 4,3 % im Jahr 1990 – sowie Biowissenschaften – 44 % heute zu 6 % im Jahre 1990 – und Mathematik, Physik – von 0,9 % auf 23 % –, Ingenieurwissenschaften – von 1,6 % auf 25 %. Das Gleiche passiert genauso in Deutschland. Dann dazu, was der Präsident der Goethe-Universität, Enrico Schleiff, gesagt hat. Er rudert nämlich schon längst zurück, weil die Kritik von renommierten Wissenschaftlern so enorm gewesen ist, dass er dies jetzt nur noch als Verknappung und Pointierung auslegt. Das zeigt doch im Endeffekt, woran wir sind. Es wird die Axt an die Wissenschaft gelegt – und das lassen wir uns nicht gefallen. (Beifall AfD – Zuruf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wer denn?) Herr Dr. Büger, Sie sagten am Beispiel des Medizindekans Pfeilschifter, das seien alles nur Populisten, die Kritik üben würden. (Dr. Matthias Büger (Freie Demokraten): Das habe ich nie gesagt!) – Nein, Sie haben nicht den Dekan so bezeichnet, aber Sie haben gesagt: alle, die Kritik übten. Das schließt aber den ehemaligen Medizindekan Pfeilschifter ein. Er hat sich in der „FAZ“ entsprechend geäußert. Und Sie gingen darauf ein, dass in der Medizin natürlich ganz anders geforscht wird. Das ist doch überhaupt keine Frage. Die Mediziner wissen und dokumentieren dies seit jeher. Sie wissen, was Frauen sind und was Männer sind.
