Frank Lortz
das eigene Vielen Dank. – Auch das war die erste Rede. Alexander Hofmann, herzliche Gratulation dazu, mein Lieber. (Allgemeiner Beifall) Bei Das Wort hat jetzt die Kollegin Vanessa Gronemann, ist BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Fordekeine imVanessa Gronemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Immer wenn man denkt, (BÜND- absurder geht es eigentlich nicht mehr, wird man von die- (Freie ser Seite des Hauses eines Besseren belehrt. (Heiterkeit und Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜdieses NEN – Heiterkeit Alexander Hofmann (Wiesbaden) mag (SPD)) oder Wir haben dafür wirklich ein Beispiel par excellence vorDieser geführt bekommen. Denn gerade die Fraktion, die sich vor allem auch in der letzten Wahlperiode immer wieder, wenn es nur ansatzweise um Naturschutz ging, darüber verächtlich gemacht hat, wie Form (Unruhe AfD – Dr. Frank Grobe (AfD): Das neue Da- Grün ist heute Blau!) stellt sich jetzt hier als große Naturschützerin hin. Das ist schlichtweg absurd und lächerlich. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) deutzukünfIch verdeutliche das gerne anhand Ihres Antrags; denn der wir zeigt ganz genau: Sie haben sich mit dem Thema nicht einmal auseinandergesetzt. treiben (Lachen Sandra Weegels (AfD)) Sie haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, nach der Ausschusssitzung, in der wir auch ausführlich über das Thema gesprochen haben, Ihren Antrag anzupassen, obwohl es da noch zusätzliche Informationen gab. Zu Punkt 1. Es handelt sich um 13 Naturwaldflächen, nicht um neun. Das hätte man ruhig einmal anpassen können, nachdem man auch nachgefragt hat – hat Sie nicht interessiert, interessiert Sie auch grundsätzlich nicht. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Lena Arnoldt (CDU): Keine Ahnung!) Punkt 2. Die Luchse im Reinhardswald. Vielleicht schauen Sie einmal, wo der Reinhardswald liegt; das wäre ein Ansatz. (Heiterkeit Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten)) Dann könnten Sie nämlich auch wissen, dass die Nähe zu Thüringen nicht gerade unmittelbar ist, dass Niedersachsen aber in der unmittelbaren Nachbarschaft liegt und dort auch vorher Luchse waren. Das erklärt auch, wo die herkommen. Das könnte man alles wissen, wenn man sich damit auseinandergesetzt hätte. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und vereinzelt CDU) Zu Punkt 3. Die 5 %, um die es hier geht, können nicht durch die Ausweisung von Naturschutzgebieten erreicht werden. Selbst wenn diese jetzt ausgewiesen werden würden, könnten sie nicht erreicht werden. Wir sind bei 4,3 %, die restlichen 0,7 % müssten durch weitere Flächenstilllegungen gewonnen werden. Dafür gibt es auch schon Anreize, gerade für die Privatwaldbesitzenden und auch für die Kommunen. Das könnte man auch wissen, wenn man sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Das haben Sie natürlich nicht. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Punkt 5. Erneut, und das ist auch keine große Überraschung, leugnen Sie den menschengemachten Klimawandel. Ich komme aus dem Reinhardswald, und deswegen kann ich Ihnen auch ganz klar sagen, die BIs vor Ort wollen nicht von Ihnen vereinnahmt werden und auch nichts mit Ihnen zu tun haben. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Lachen Dr. Frank Grobe, Heiko Scholz und Klaus Gagel (AfD)) Was die hessischen Wälder bedroht, ist der Klimawandel. 26.000 Hektar, das ist mehr als die gesamte Fläche des Naturparks Reinhardswald, sind durch Hitze und Dürre abgestorben. Wenn Sie den Wald wirklich erhalten wollten, würden Sie sich für den Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren – sprich: Windkraft – einsetzen. Keiner nimmt Ihnen ab, dass Sie sich für den Naturschutz einsetzen. Das zeigt dieser Antrag noch einmal eindrücklich. Wer die Natur liebt, wer seine Heimat liebt, (Dr. Frank Grobe und Klaus Gagel (AfD): Wie die GRÜNEN!) will sie schützen und kann deshalb nie die AfD wählen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Unsere Kritik ist bekannt, wir haben auch im Ausschuss darüber gesprochen. Ich finde, dieser Antrag lohnt nicht, sich darüber noch einmal zu unterhalten. Denn hier geht es nicht um Naturschutz, sondern hier geht es um ein sehr instrumentelles Verhältnis und eine Inszenierung der AfD. (Heiko Scholz (AfD): Ach was!) Daran möchten wir uns nicht beteiligen, deshalb bis dahin. – Vielen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
