Heiko Scholz
Verehrte Frau Vorsitzende, meine Damen und Herren! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil; denn: Sie scheinen unseren Antrag nicht richtig gelesen zu haben, zumindest haben Sie ihn nicht verstanden. Niemand stellt den bekenntnisorientierten Islamunterricht infrage und somit auch nicht das verbriefte Recht muslimischer Kinder auf einen entsprechenden Islamunterricht. (Beifall AfD) Wir haben in Punkt 4 nur gesagt, und das wurde, Entschuldigung, falsch dargestellt, dass man, wenn man nur den Ethikunterricht als rein informationellen Unterricht hat – so, wie ich das auch an meiner Schule gehandhabt habe –, gerade an Schulen mit einem Migrationsanteil von 90 % oder noch mehr, ganz klare Vorteile hat; denn unter den durch ihren Migrationshintergrund geprägten Kindern kommt es hinsichtlich der vielen verschiedenen Ausrichtungen des Islams mitunter zu verheerenden soziokulturellen Spannungen. (Beifall AfD) In Richtung der GRÜNEN sei gesagt: Die Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor hat sich ganz klar gegen den Einsatz von DITIB gewandt. Ich darf das zitieren: „Die Verantwortung eines eigenen Religionsunterrichtes setzt eine Staatsunabhängigkeit voraus, um vertrauensvoll miteinander arbeiten zu können. Diese sehe ich bei dem hessischen Dachverband der DITIB an vielen Stellen nicht zufriedenstellend währleistet.“ Das sagt eine grüne Bundestagsabgeordnete, meine und Herren. (Beifall AfD) Übrigens, lieber Herr Staatsminister, was meine betrifft: Ich habe es zitiert, das kommt noch von Prof. Lorz. Hier steht es eindeutig, ich darf es noch zitieren.
