Frömmrich
Für uns beide!) Als eine Auswirkung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine werden aktuell 20.000 Schutz suchende ukrainische Kinder und Jugendliche in hessischen Schulen in Intensiv-Sprachfördermaßnahmen und Regelklassen beschult. Zusammengenommen mit den zugewanderten und geflüchteten Seiteneinsteigern aus anderen Herkunftsländern werden zum Stichtag 1. Januar 2024 rund 36.000 Kinder und Jugendliche in Intensivmaßnahmen unterrichtet, was einen historischen Höchststand darstellt. Trotz der sehr hohen Zahl der Zugewanderten ohne Deutschkenntnisse und der damit verbundenen Herausforderungen für alle Beteiligten ist es in Hessen bisher gelungen, diese Kinder und Jugendlichen in der Regel geordnet und zeitnah in den Schulen aufzunehmen und sie gezielt zu fördern. Das ist aufgrund der Masse im Übrigen nicht in allen Ländern der Fall. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch den Schulträgern danken, mit denen wir uns verständigen, die vor allem durch die Bereitstellung der notwendigen Unterrichtsräume stark gefordert sind, was vor Ort teilweise auch die Möglichkeiten zur Einrichtung von Intensivklassen einschränken kann. Mit dem schulischen Gesamtsprachförderkonzept und seinen einzelnen Bausteinen sowie gezielten Maßnahmen in allen Bildungsetappen ermöglicht die Hessische Landesregierung eine intensive Deutschförderung, um gerade Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger beim Übergang in die Regelklasse erfolgreich zu unterstützen und ihnen einen gelingenden und begabungsgerechten Schulabschluss zu ermöglichen oder ihnen berufsvorbereitende Maßnahmen bzw. eine duale Ausbildung zu eröffnen. Zudem fahren gerade diese Kinder und Jugendlichen im Unterricht von kompetenten Lehrkräften, die sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sind, Sicherheit und Halt in für sie neuen Umfeld, was von elementarer Bedeutung Intensivklassen vermitteln Deutsch als Zweitsprache streben in Abhängigkeit von der individuellen Begabung und Situation der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger eine Teilintegration in bestimmten Fächern Regelklasse an. Ein Übergang in die Regelklasse schnellstmöglich erfolgen, jedoch erst dann, wenn die teneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Die Übergangsentscheidung wird sorgfältig in der jeweiligen Klassenkonferenz wogen. Bei Bedarf erfahren die Schülerinnen und ler eine weitere Unterstützung in einem Deutsch-Förderkurs. Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger bei der Aufnahme in eine Intensivklasse bewusst Bildungsgang zugeordnet, um einen begabungsgerechten Übergang in die jeweilige Schulform zu ermöglichen. Als flankierende Anpassungsmaßnahme in dieser sehr ausfordernden Situation wurde – das ist Ihnen aus vergangenen Wahlperiode bestens bekannt, sehr Herr May – bis auf Weiteres eine Erhöhung des Klassenteilers um drei Schülerinnen und Schüler in den Intensivklassen der weiterführenden Schulen, der allgemeinbildenden und der beruflichen Schulen notwendig. Diese Regelung ermöglicht einen flexiblen und in der Sache angemessenen Rahmen, um in einem kurzen Zeitfenster einem Zustrom von geflüchteten Kindern und Jugendlichen recht zu werden. Die notwendigen Anpassungen wurden mit Bedacht unter Berücksichtigung pädagogischer Aspekte festgelegt und auf das Allernotwendigste begrenzt. Trotz dieser höhung des Klassenteilers für Intensivklassen im Sekundarstufe I wird der zulässige Rahmen vielerorts ausgeschöpft. Die durchschnittliche Klassengröße im reich Sekundarstufe I liegt in Hessen, Stand 1. ber 2023, bei 16,5 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern. Zugleich zeigt die durchschnittliche Klassengröße von Intensivklassen im Bereich Sekundarstufe I, dass Möglichkeit zur Beschulung von bis zu 19 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern die notwendige Flexibilität schafft, für alle Kinder und Jugendlichen eine qualitativ hochwertige Bildung vorzuhalten. (Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Sind schon bei der Frage?) Dies vorweggeschickt, kann ich Ihnen mitteilen, dass amtlichen Statistiktag 1. November 2023 in 490 von gesamt 907 Intensivklassen im Bereich Sekundarstufe an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen mehr als Schülerinnen und Schüler beschult wurden. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS GRÜNEN): Das wäre fast untergegangen!)
