David Stoop
Liebe Hamburgerinnen und Hamburger, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn mehr Sprachen als Abiturprüfungsfach in Hamburg angeboten werden. Wir unterstützen deshalb auch diesen Antrag und unterstützen es, wenn Ukrainisch angeboten wird. Wir finden, das ist ein wichtiges Instrument, um Anerkennung auszudrücken, aber eben auch, um die vorhandenen Ressourcen und Bildungsressourcen der Kinder zu nutzen und ihnen die Gelegenheit zu geben, diese weiterzuentwickeln. Unsere Große Anfrage zum herkunftssprachlichen Unterricht hat herausgearbeitet, dass im Allgemeinen beim herkunftssprachlichen Unterricht allerdings noch Luft nach oben ist. Das betrifft die Zeit, in der herkunftssprachlicher Unterricht in der Stundentafel stattfindet, häufig am Nachmittag in den Randzeiten. Das wird unter anderem vom Senat als Grund dafür herangeführt, weshalb einige Sprachangebote nur sehr wenig genutzt werden. Das ist aus unserer Sicht bedauernswert. Darüber hinaus hängt die Frage des Angebots herkunftssprachlichen Unterrichts oft an den einzelnen Schulen. Da gibt es einige Engagierte. Eine dezidierte Strategie des Senats allerdings lassen wir in dieser Frage vermissen. Von daher werden wir Ihrem Antrag heute, Ukrainisch als Abiturprüfungsfach zuzulassen, zustimmen, aber sind gespannt angesichts der Prüfaufträge, die wir heute auf den Weg bringen sollen und der bislang nicht genauer definierten Zahl fehlender Lehrkräfte. Sie sprechen derzeit selbst von neun aktiven Ukrainisch-Lehrkräften. Wie der zeitliche Horizont in der Umsetzung sich gestalten wird und ob wir denn wirklich eine Umsetzung auch in der Fläche sehen werden – wir hoffen das und sind sehr gespannt.
