Philine Sturzenbecher
Sehr geehrter Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, Wissenschaft braucht Freiheit, Wissenschaft braucht Offenheit, aber Wissenschaft braucht auch Sicherheit. Hamburgs Hochschulen sind erfolgreich und international vernetzt. Sie ziehen Studierende und Forschende aus aller Welt an. Hier arbeiten Menschen über Grenzen hinweg zusammen, teilen Wissen, entwickeln neue Ideen. Diese Offenheit ist eine große Stärke. Zugleich machen die vielen digitalen Verbindungen und wertvollen Forschungsdaten unsere Hochschulen zu attraktiven Zielen für Cyberangriffe. Der Angriff auf die HAW Anfang 2023 hat gezeigt, wie gravierend die Folgen sein können. Zentrale IT-Systeme fielen aus, Studium und Hochschulbetrieb waren massiv beeinträchtigt. Die Wiederherstellung hat monatelang Personal gebunden und verursachte erhebliche Kosten. Hamburgs Hochschulen haben ihre Sicherheitsmaßnahmen daher in den vergangenen Jahren bereits ausgebaut und ihre Zusammenarbeit verstärkt. Daran knüpfen wir nun mit weiteren Investitionen von rund 16,4 Millionen Euro an. Entscheidend ist der gemeinsame Ansatz. Die Hochschulen bündeln ihre Kompetenzen und haben sich auf ein umfassendes Maßnahmenpaket verständigt. Sie sichern Netzwerke und Endgeräte besser ab, bauen gemeinsame Datensicherungen aus und modernisieren ihre IT-Infrastruktur. Das an der Universität Hamburg entwickelte Security Operations Center wird auf weitere Hochschulen ausgeweitet. Damit können sie sich vor Cyberangriffen gegenseitig unterstützen und auf die Expertise der anderen zurückgreifen. So lassen sich Bedrohungen früher erkennen und Gegenmaßnahmen besser koordinieren. Und auch das UKE erhält zusätzliche Mittel. Dort müssen sensible Patientendaten geschützt und digitale Systeme abgesichert werden, von denen medizinische Versorgung abhängt. Damit schützen wir Forschung und Lehre und stärken zugleich das Vertrauen in unseren Wissenschaftsstandort. Vielen Dank.
