Melanie Nerlich
Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren. Die Hamburger:innen steigen auf erneuerbare Wärme um. Und auch als Stadt wollen wir hier vorangehen. Über 1.500 öffentliche Gebäude müssen bis 2040 auf erneuerbare Wärme umgestellt werden. Also mehr als 100 Gebäude pro Jahr. Überall dort, wo keine Fernwärme liegt oder hinkommt, sind Wärmepumpen hierfür die Lösung. Das Gute ist, wir müssen nicht bei null anfangen. Mit der HKE haben wir bereits ein städtisches Unternehmen, was sehr erfolgreich Solaranlagen und Wärmepumpen auf und in öffentlichen Gebäuden baut. Und mit unserem Bürgerschaftsantrag zum Solarausbau auf öffentlichen Gebäuden haben wir Anfang dieses Jahres einen strukturierten Prozess angestoßen, den wir jetzt vom Dach in den Keller übertragen wollen. Konkret geht es uns um drei Dinge. Erstens: eine Planung, welche Gebäude die HKE in den nächsten fünf Jahren mit Wärmepumpen ausstatten soll. Das gibt dem Unternehmen Planungssicherheit, es kann Personal und Größe passend aufbauen und Wärmepumpen gebündelt beschaffen. Das wiederum spart Geld und Zeit. Zweitens: Für Gebäude, die weder von der HKE mit Wärmepumpen ausgestattet noch an die Fernwärme angeschlossen werden, wollen wir prüfen, ob man sie in Cluster mit jeweils ähnlichen Gebäuden bündelt und über Ausschreibungen an externe Unternehmen vergibt. Und drittens: Wenn wir die Gebäude ohnehin anschauen, wollen wir auch prüfen, ob ein Batteriespeicher für dieses Gebäude sinnvoll und wirtschaftlich ist. Und falls ja, wollen wir das direkt in die Ausschreibung oder HKE-Planung mit aufnehmen. Also, mit einer guten Planung und klar verteilten Zuständigkeiten zwischen städtischen und privaten Akteuren können wir den Wärmepumpen-Hochlauf für unsere öffentlichen Gebäude beschleunigen und als Stadt unserem Ziel der Klimaneutralität näher kommen. Vielen Dank.
