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Marco Hosemann

DIE LINKE 2:40 min Sitzungen 23/31

Ja, ich möchte zunächst auf Frau Blumenthal eingehen. Ja, wir haben uns verpflichtet, in den nächsten Jahren ein Naturkundemuseum zu realisieren. Aber in den nächsten Jahren kann man auch ein bisschen weiter fassen. Es gibt keine Frist und keine Dringlichkeit, das jetzt auf Zwang heute oder in dem Elbtower zu tun. Denn wir haben uns nicht dazu verpflichtet, mit dem Naturkundemuseum ein gescheitertes Spekulationsprojekt zu retten. Und Sie haben ausgeführt, dass Sie meinen, also dass Sie auch geguckt haben, wie groß ein Naturkundemuseum sein muss und dass es auch kleiner geworden ist. Also die 46.000 Quadratmeter, die Sie jetzt im Elbtower vorsehen, die sprechen eine andere Sprache. Und weil Sie gerne den Plan als alternativlos darstellen, möchte ich jetzt eine Alternative aufzeigen. Weil Sie sagen ja gerne, ne, wenn man jetzt den Elbtower nicht rettet mit dem Naturkundemuseum, dann bleibt da eine Bauruine oder man muss es abreißen. Aber daneben gibt es noch eine andere Möglichkeit, die Sie ja selbst in den Vertrag mit Benko/SIGNA geschrieben haben, nämlich das Wiederkaufsrecht der Verkäuferin des Grundstücks. Wenn die Stadt also nicht einsteigt, Dieter Becken und Co. das Projekt nicht übernehmen und sich auch kein anderer Investor für den Weiterbau findet, fällt das Grundstück samt Rohbau für den damaligen Kaufpreis in Höhe von 122 Millionen Euro an die Stadt zurück. Das wäre eine Chance für einen Neustart und eine gemeinwohlorientierte Entwicklung. Sie können... Ja... Schön, dass Sie wieder getriggert sind – viel Feind, viel Ehr. Sie können aus dem Mahnmal, dem "kurzen Olaf", dem gescheiterten Spekulationsprojekt einen sozialen Leuchtturm machen, wenn Sie es denn wollen. Sie können eine breite Beteiligung der Hamburger:innen starten, um die echten Bedarfe und Wünsche der Bewohner:innen unserer Stadt, nicht die von Investoren zu ermitteln und damit verspieltes Vertrauen zurückzugewinnen. Sie können den Elbtower dann selbst entwickeln oder in Erbpacht an einen gemeinnützigen Träger vergeben. Gerne können Sie dann auch prüfen, ob ein Naturkundemuseum in diesem Elbtower die günstigste Möglichkeit ist. Wie gesagt, das Geld, da können wir dann an anderer Stelle noch reden. Herr Dressel spielt ja gerade den Vorkämpfer für eine bessere Besteuerung der Vermögenden. Also da könnte zum Beispiel Geld herkommen. Und zum Naturkundemuseum im Elbtower möchte ich jetzt noch abschließend sagen, es gibt keine Frist, es gibt keine Dringlichkeit, das Naturkundemuseum dort jetzt umzusetzen. Lassen Sie uns zusammen an einer wirklich guten Lösung für unsere Stadt arbeiten. Vielen Dank.

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