Juliane Timmermann
Ich musste mich jetzt noch mal zu Wort melden, weil ich als Lehrerin... Und ich möchte jetzt hier nicht nur als Abgeordnete, sondern als Lehrerin, die seit über 25 Jahren im inklusiven Bereich tätig ist, einfach das – und es ist in meinen Augen wirklich unerträglich, was Sie hier geäußert haben, Herr Mennerich – noch mal klarstellen. Denn das, was tagtäglich in den Schulen geleistet wird von dem multifunktionell aufgespannten Schulsystem, ist unglaublich! Und das, was wir im Bereich Inklusion erreicht haben in den letzten Jahren, spricht dort auch eine ganz klare Sprache. Und gucken Sie in die Schulen mal hinein. Dort ist es nicht nur der Schulbegleiter, sondern Inklusion umfasst so viel mehr. Wir sind multiprofessionell, um den Ansprüchen dieser Kinder gerecht zu werden. Wir haben Physiotherapeuten, Ergotherapeuten an der Schule. Nein, möchte nicht mit Herrn Mennerich weiter kommunizieren. Wir haben Sozialpädagogen, Erzieher:innen, Lehrkräfte. Das heißt, wir haben an so vielen Stellen Personal, das dem inklusiven Anspruch, den wir haben, gerecht wird. Und Schulbegleitung ist davon einer. Ich glaube, es wurde gerade ganz viel deutlich gemacht, dass das dort Schwierigkeiten gab, die wir alle so nicht glücklich empfinden. Ich glaube aber, wir sind dort auf einem guten Weg. Und wenn es darum geht, dem Kind gerecht zu werden, dann ist es das, was wir im inklusiven Bereich machen. Und das, was Sie machen, dass Vielfalt für Sie in ganz vielen Bereichen schwierig ist, das ist unerträglich, wenn es um Kinder und ihre Belange geht. Und ich bin froh, dass wir ein Elternwahlrecht haben und einen Bereich der Inklusion mittlerweile an Schulen erreicht haben, der weit über das hinausgeht als das, was Sie hier dargestellt haben.
