Dr. Isabella Vértes-Schütter
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber Dietrich Wersich, wer sich mit den Antworten des Senats auf die Große Anfrage, den Erläuterungen im Kulturausschuss oder den Einlassungen des Senators in der Presse hierzu einmal in Ruhe befasst hat, kann nur zu einem Schluss kommen: Für die Erzählung, dass in Hamburg Bundesmittel einfach liegengelassen wurden, gibt es keine sachliche Grundlage. Bei der Summe von 60 Millionen, die Sie aufgerufen haben, handelt es sich tatsächlich um in Aussicht gestelltes Geld, vorbehaltlich weiterer Beschlüsse, häufig auf Basis erster Ideenskizzen. Und wir reden über Summen, die nur einen Bruchteil der tatsächlichen Bedarfe abgedeckt hätten. Und es ist nachvollziehbar dargelegt, dass wir eine Reihe von Häusern zeitgleich hätten schließen müssen. Keine gute Idee. Mit der rückwirkenden und neuen Fünfjahresfrist des Haushaltsausschusses waren die Vorhaben beim Altonaer Museum oder beim Museum der Arbeit nicht seriös in Deckung zu bringen. Dass es mit dem Bund auch anders geht, zeigt zum Beispiel das Vorhaben MARKK – solide, mit Machbarkeitsstudie samt Konzept der Architekten. Gesamtkosten: 120 Millionen Euro, mit einem Bundesanteil von 60 Millionen Euro. So kann es gehen. Wir investieren fortlaufend in unsere Kulturinstitutionen, wie auch das Museum für Hamburgische Geschichte oder Kampnagel zeigen. Vielen Dank.
