buergerschaft.de ↗

Christin Christ

CDU 1:38 min Sitzungen 23/29

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir sollten uns nichts vormachen: Seit Jahren wissen wir, Hamburg ist bei der ambulanten Versorgung ungleich aufgestellt in den einzelnen Stadtteilen. Das hatten Sie ja auch eben schon erwähnt. Kurzum, wir stimmen Ihrem Antrag deshalb zu, aber es muss endlich mehr passieren. Eine rechnerische Überversorgung auf dem Papier hilft den Menschen in den Stadtteilen mit langen Wartezeiten und fehlenden Arztpraxen leider überhaupt nicht. Deshalb müssen wir genauer hinschauen. Wie viele Patientinnen und Patienten werden tatsächlich aufgenommen? Wie lange warten sie? Wo drohen Praxisaufgaben und fehlende Nachfolger? Und genau hier setzt unser Zusatzantrag an. Wir wollen wissen, was die Summen aus dem Strukturfonds bisher tatsächlich bewirkt haben und ob sie auch wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden, sprich dort, wo die Versorgung besonders gefährdet ist. Wir brauchen ein Frühwarnsystem für gefährdete Praxen und konkrete Anreize für Übernahmen und Neuniederlassungen, insbesondere bei Kinder- und Hausärzten. Unser Grundsatz ist klar: Versorgung muss sich am täglichen Bedarf orientieren und nicht ausschließlich an einer Statistik auf dem Papier. Wir stimmen zu, erwarten aber vom Senat konkrete Maßnahmen statt weiterer Prüfaufträge. Denn Versorgungslücken müssen geschlossen werden, bevor daraus dauerhafte Unterversorgung wird. Dafür müssen wir Sorge tragen. Vielen Dank.

Alle Reden von Christin Christ Rede ansehen ↗