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Simone Gündüz

SPD 1:57 min Sitzungen 23/29

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hamburg ist rechnerisch überversorgt mit haus- und fachärztlichen Praxen. Davon bekommen aber Menschen in unterversorgten Stadtteilen nicht viel mit. Von einer hausärztlichen Praxis, einer Gynäkologin, einer HNO-Praxis, einem Kinderarzt beziehungsweise einer Kinderärztin aufgenommen zu werden, gleicht einem Glücksspiel. Und es sind oft diese Stadtteile, in denen die gesundheitlichen Belastungen der Menschen steigen. In meinem Wahlkreis Bergedorf ist jetzt bekannt geworden, dass eine Frauenärztin aus der Versorgung mit gesetzlich versicherten Patientinnen aussteigt und künftig nur noch Privatpatientinnen versorgen möchte. Dass die davon betroffenen Frauen wohnortnah in Bergedorf neue Praxen finden, ist eher unwahrscheinlich bei einem Versorgungsgrad von 76 Prozent. Deshalb setzen wir uns als SPD-Fraktion gemeinsam mit den GRÜNEN für eine kleinräumige Bedarfsplanung ein, die eine gerechtere Verteilung von haus- und fachärztlichen Praxen ermöglichen würde. Es kann nicht sein... Es kann nicht sein, quer durch Hamburg fahren zu müssen, um in einer Praxis behandelt zu werden. Für Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigung ist das nicht zumutbar. Wir wollen mit dem vorliegenden Antrag unter anderem dafür sorgen, dass die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg die bestehenden Möglichkeiten der Steuerungs- und Sicherstellungsinstrumente besser und konsequenter nutzt. Zudem müssen Mittel aus dem Strukturfonds in die Förderung gezielt von Haus- und Kinderarztpraxen fließen. Wir lehnen den Zusatzantrag der CDU ab und bitten um Zustimmung zu unserem Antrag. Vielen Dank.

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